Landtagswahl: Linke: Beharren des Kanzlers auf Reformen ist "Dreistigkeit"

Parteichefin Ines Schwerdtner interpretiert die Wahlergebnisse vom Sonntag offenkundig anders als Friedrich Merz. Die Bundesregierung sei "abgewählt", findet sie.

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Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). (Foto) Suche
Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Die Linke wertet die Ergebnisse der Landtagswahlen als Stoppsignal für die Sozialreformen der Bundesregierung. Parteichefin Ines Schwerdtner sagte, sie sei sehr erstaunt über die Rede von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kurz nach 18.00 Uhr am Wahlsonntag gewesen.

"Wir hatten, glaube ich, alle damit gerechnet, dass er jetzt seinen Rücktritt bekannt gibt", sagte Schwerdtner in Berlin. "Aber dass er noch vor dem Endergebnis in Mecklenburg-Vorpommern die Dreistigkeit besitzt und sagt, die Reformen müssen weiter gehen und er hält daran fest - für uns ist das Signal ganz klar: Die Reformen müssen gestoppt werden."

Mehr als 90 Prozent der Menschen seien unzufrieden mit der Bundesregierung, meinte Schwerdtner. Das Signal der Wählerinnen und Wähler in Mecklenburg-Vorpommern sei deutlich gewesen: "Die Landesregierung wurde eigentlich gestärkt, aber die Bundesregierung, die wurde damit abgewählt." Schwerdtner nannte Merz einen "Kanzler, der offensichtlich nicht loslassen kann".

Die Linke mobilisiere nun gemeinsam mit Gewerkschaften und anderen Gruppen zu Protesten, fügte die Parteivorsitzende zurück.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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