Diplomatie: Wadephul will in Ungarn Schwung der Wende nutzen
Mitte April haben die Ungarn den Rechtspopulisten Viktor Orban abgewählt. Bei den Gesprächen des deutschen Außenministers in Budapest soll es um die EU, die Ukraine und die Wirtschaft gehen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Johann Wadephul reist an diesem Montag zum ersten Besuch eines deutschen Außenministers seit 2019 nach Ungarn. In der Hauptstadt Budapest will der CDU-Politiker unter anderem mit Präsident Andras Baka, Außenministerin Anita Orban und Wirtschaftsminister Istvan Kapitany zu Beratungen zusammenkommen. Nach dem Regierungswechsel in Ungarn gehe es auch darum, ein neues Kapitel in den deutsch-ungarischen Beziehungen aufzuschlagen, wie ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin sagte.
Die neue ungarische Regierung amtiert seit Mai. Bei der Parlamentswahl am 12. April war der als Ministerpräsident mit teils autokratischen Methoden regierende Rechtspopulist Viktor Orban nach 16 Jahren abgewählt worden. Neuer Regierungschef ist der bürgerliche Politiker Peter Magyar, der auch einen neuen Kurs gegenüber Russland einschlägt. Die Orban-Regierung hatte einen eher Moskau-freundlichen Kurs verfolgt.
Wadephul in Budapest - Wirtschaft, EU und Ukraine Themen
In Ungarn seien die Weichen für eine Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit und zu den europäischen Grundwerten gestellt, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amts. Wadephul wolle diesen Schwung aufnehmen und die Partnerschaft neu beflügeln und erweitern. Der Minister sieht auch wirtschaftlich viel Potenzial für eine neue Dynamik. Er will auch Wirtschaftsvertreter beider Länder treffen.
Ungarn ist EU- und Nato-Mitglied. Bei den Gesprächen soll es auch um den Zusammenhalt und die Sicherheit in Europa sowie den Umgang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gehen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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