Donald Trump: Die Zeichen stehen auf Sturm - US-Präsident zunehmend isoliert laut Bericht
Sein eigenes Team hält die katastrophalen Umfragewerte von ihm fern, Abgeordnete gehen auf Distanz - und Donald Trump erfährt als Letzter, wie schlecht es um ihn steht. Jetzt plant der isolierte Präsident eine verzweifelte Gegenoffensive, heißt es in einem Bericht.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump wird abgeschottet: keine Ahnung vom Wähler-Unmut
- Donald Trump wagt sich aus der Deckung
- Donald Trumps letzte Hoffnung sind seine treuen Anhänger
Donald Trump hat sich im Weißen Haus eine Blase geschaffen, in der schlechte Nachrichten offenbar keinen Zutritt haben. Wie die Journalistin Maggie Haberman von der "New York Times" berichtet, führt der US-Präsident in seiner zweiten Amtszeit ein "ungewöhnlich isoliertes Dasein". Sein engster Beraterkreis hält demnach systematisch Informationen über seine desaströsen Umfragewerte von ihm fern. Nicht die einzige Kontroverse rund um Trump: Zuletzt wurde bekannt, dass ein von Trump ernannter Richter in einem Urteil gegen die politische Linie des US‑Präsidenten entschieden hatte.
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Donald Trump wird abgeschottet: keine Ahnung vom Wähler-Unmut
Donald Trump bekommt laut dem Bericht schlicht nicht mit, wie stark seine Beliebtheit in der Bevölkerung eingebrochen ist. Selbst Ergebnisse aus Umfragen und Fokusgruppen, die sein eigenes Team in Auftrag gegeben hat, erreichen ihn nicht. Trump umgebe sich stattdessen mit einer handverlesenen Gruppe von Ja-Sagern, einem kleinen Zirkel handverlesener Berater und Regierungsvertreter, die ihm den Blick auf die politische Realität verstellen würden - und das wenige Wochen vor den entscheidenden US-Zwischenwahlen.
Die Themen, die bei den Wählern für massiven Unmut sorgen, bleiben dem US-Präsidenten dem Bericht zufolge dabei verborgen:
- die wachsende Unzufriedenheit mit seiner Wirtschaftspolitik
- steigende Benzinpreise
- der Krieg im Iran
- die Veröffentlichung der Jeffrey-Epstein-Akten.
All das zeigen interne Umfragen und Fokusgruppen seines eigenen Teams - doch die Ergebnisse werden ihm vorenthalten.
Donald Trump wagt sich aus der Deckung
Doch nun erzwingt die politische Realität angeblich eine abrupte Kehrtwende. Angesichts der Gefahr, dass die Republikaner bei den Zwischenwahlen am 3. November sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat verlieren könnten, setzt Donald Trump "alles auf eine Karte" und kehrt verstärkt in die Öffentlichkeit zurück. Dem Bericht zufolge erwägt er sogar, in den Wochen vor der Wahl nahezu täglich Kundgebungen in umkämpften Bundesstaaten und Wahlkreisen abzuhalten, um seine Basis zu mobilisieren.
Den Auftakt bildet der Republikaner-Parteitag in Dallas. Doch das Signal aus den eigenen Reihen ist verheerend: Zahlreiche republikanische Abgeordnete meiden die Veranstaltung bewusst. Sie setzen darauf, dass Distanz zum Präsidenten ihre eigenen Wahlchancen verbessert.
Donald Trumps letzte Hoffnung sind seine treuen Anhänger
Ganz aussichtslos muss die Offensive des US-Präsidenten allerdings nicht sein - zumindest wenn man republikanischen Strategen glaubt. Jim Hobart, Meinungsforscher bei Public Opinion Strategies, sieht in Trumps geplanten Auftritten durchaus Potenzial. Entscheidend sei, dass ein Großteil der umkämpften Wahlkreise und Bundesstaaten in Gebieten liege, die Trump 2024 gewonnen habe.
"Das bedeutet, dass die Kandidaten Trumps Präsenz im Wahlkampf wahrscheinlich begrüßen werden, während sie daran arbeiten, die Trump-Wähler von 2024 bei einer Zwischenwahl an die Urnen zu bringen", erklärte Hobart gegenüber der "New York Times". In Bundesstaaten wie Iowa und Ohio, die Trump vor zwei Jahren mit mehr als zehn Prozentpunkten Vorsprung für sich entschied, könnte eine erhöhte Sichtbarkeit des Präsidenten den Republikanern tatsächlich nützen.
Donald Trump attackiert und beleidigt Reporterin
Auf die Berichterstattung über seine Isolation reagierte Trump auf gewohnte Weise: mit einem persönlichen Angriff. Auf Truth Social attackierte er Haberman, der er den Spitznamen "Maggot Hagerman" verpasst hat, und bezeichnete sie als "unattraktiv, innen wie außen". Auslöser war ihre frühere Berichterstattung, wonach der Präsident der Gedenkfeier zum 11. September in New York City fernbleiben werde, weil ihm dort keine Rede gestattet worden sei.
Trump bestritt dies vehement:
- "Ich rede genug, und es hat sich so ergeben, dass die ausdrückliche Bitte an mich gerichtet wurde, stattdessen im Pentagon zu sein, während Vizepräsident Vance unsere Regierung in New York vertritt."
- Habermans Geschichte sei frei erfunden, behauptete er.
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rut/news.de/stg
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