Donald Trump: US‑Präsident entsetzt mit seinem Luxusgeschenk für Assistentin Natalie Harp
Wieder steht Trump-Assistentin Natalie Harp im Mittelpunkt. Donald Trump hat drei Mitarbeiterinnen im Weißen Haus einem Bericht zufolge Geldsummen zugesteckt, die fast ein Drittel ihres Jahresgehalts ausmachen. Ethikexperten reagieren entsetzt.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
Suche
- Donald Trump beschenkt Assistentin Natalie Harp
- Natalie Harp: Wirbel um Beziehung zu Donald Trump
- Trump schenkt Assistentin 45.000 Dollar - Weißes Haus sieht kein Problem
- Donald Trump macht Ethik-Experten fassungslos
Bargeld in Briefumschlägen statt Krawatten und Pralinen: Donald Trump hat drei seiner engsten Mitarbeiterinnen im Weißen Haus jeweils 45.000 Dollar in bar geschenkt - deklariert als Weihnachtspräsente. Das geht aus jährlichen Finanzoffenlegungen hervor, die die "Washington Post" auswertete. Es ist nicht die einzige Trump-Schlagzeile, die zuletzt für Wirbel sorgte. So explodierten unter anderem die Gerüchte um eine angebliche Trennung bei den Trumps.
Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.
Donald Trump beschenkt Assistentin Natalie Harp
Die Empfängerinnen sind Natalie Harp, Margo Martin und Chamberlain Harris. Alle drei verdienen als Regierungsangestellte jährlich 150.000 Dollar - die Geldgeschenke entsprechen damit fast einem Drittel ihres Jahresgehalts. Zusätzlich erhielt Walt Nauta, der Leiter der operativen Abläufe im Oval Office, 20.000 Dollar vom Präsidenten. In den Offenlegungsberichten tauchen die Zahlungen unter der Bezeichnung "Bargeldgeschenk für die Feiertage" auf.
Natalie Harp: Wirbel um Beziehung zu Donald Trump
Unter den Beschenkten sticht besonders Natalie Harp hervor. Die 35-Jährige arbeitet als Sonderassistentin und persönliche Assistentin des US‑Präsidenten. In Medienberichten wird sie als Trumps "menschlicher Drucker" bezeichnet - sie zeigt ihm Artikel, durchsucht das Internet nach Inhalten, die er hören möchte, und hilft ihm bei Beiträgen auf Truth Social.
Ihre enge Beziehung zu Donald Trump sorgt seit Längerem für Aufsehen. "The Daily Beast" veröffentlichte unter anderem zwei schwärmerische Briefe, die Harp an Trump verfasst hatte. Darin schrieb sie zum Beispiel: "Du bist alles, was mir wichtig ist. Ich möchte dich niemals enttäuschen." Sie bezeichnete Trump zudem als ihren "Beschützer und Bewahrer in diesem Leben". Auch über einen angeblichen Machtkampf mit First Lady Melania Trump wurde schon spekuliert.
Margo Martin (31) arbeitet als Kommunikationsberaterin, Chamberlain Harris (26) als Assistentin im Weißen Haus. Walt Nauta, der 20.000 Dollar erhielt, war einst Trumps Mitangeklagter im Verfahren um die Aufbewahrung geheimer Dokumente in Mar-a-Lago. Sein Jahresgehalt beträgt 175.000 Dollar.
Trump schenkt Assistentin 45.000 Dollar - Weißes Haus sieht kein Problem
Die Trump-Regierung weist die Kritik entschieden zurück. In einer Stellungnahme, die das Pressebüro des Weißen Hauses auf X veröffentlichte, heißt es, der US-Präsident pflege eine "langjährige Praxis, Weihnachtsgeschenke an Menschen in seinem Umfeld zu verteilen" - sowohl während seiner Zeit in der Privatwirtschaft als auch im Regierungsdienst.
Die Geldgeschenke hätten "nichts mit den offiziellen Regierungsaufgaben dieser Personen zu tun" und seien daher "vollkommen zulässig" nach geltendem Recht und den geltenden Ethikregeln, so die Regierung weiter.
Bemerkenswert ist die Argumentation: Indem das Weiße Haus die Zahlungen als rein private Geste einstuft, versucht es, sie dem Anwendungsbereich des Bundesgesetzes zu entziehen, das die Aufstockung von Regierungsgehältern durch externe Quellen verbietet. Ob diese Lesart einer rechtlichen Prüfung standhält, ist unter Experten höchst umstritten.
Donald Trump macht Ethik-Experten fassungslos
Richard Painter, ehemaliger Chef-Ethikjurist des Weißen Hauses unter George W. Bush, sieht in den Zahlungen einen möglichen Verstoß gegen das Bundesgesetz, das die Aufstockung von Regierungsgehältern durch externe Mittel untersagt.
- "Er versucht offensichtlich, ihnen die Arbeit im Regierungsdienst finanziell zu erleichtern", sagte Painter der "Washington Post". "Das darf man nicht."
Don Fox, der unter Obama kommissarisch das Amt für Regierungsethik leitete, sieht anhand der bekannten Fakten zwar keinen eindeutigen Rechtsbruch, nannte die Zahlungen aber "beunruhigend", da sie bei den Empfängern ein Gefühl der Verpflichtung gegenüber dem Präsidenten erzeugen könnten.
Der frühere Staatsanwalt Dave Aronberg brachte es gegenüber "Newsweek" auf den Punkt:
- Die entscheidende Frage sei, warum Trump das Geld gezahlt habe. Handele es sich um echte persönliche Geschenke, stehe die Verteidigung auf solidem Fundament. Seien die Zahlungen jedoch faktisch Bonuszahlungen für die Regierungsarbeit, könnten Ethikermittlungen, Zivilstrafen und unter anderen Umständen sogar strafrechtliche Konsequenzen drohen.
Fachleute konnten keinen einzigen vergleichbaren Fall benennen, in dem ein US-Präsident oder ein anderer hochrangiger Regierungsvertreter derart hohe Bargeldsummen an untergebene Mitarbeiter ausgezahlt hätte. Die "Washington Post" betont, dass die Zahlungen in dieser Größenordnung ohne Präzedenz in der Bundesregierung sind.
Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:
- Trump blamiert sich mit verzweifeltem Aufruf - nicht einmal Melania will ihn sehen
- Wirbel um peinliche Verwechslung - US-Präsident irritiert mit neuer Landkarte
- Trump gestikuliert wild - Lippenleserin enthüllt Ausbruch von US-Präsident
- Trumps Kriegsminister entsetzt Experten mit Besessenheit
- Irres Video aus dem Weißen Haus - Trump entsetzt als Superheld
rut/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.