Landtagswahl: Evangelische Akademie: Wahl ging in Dorfgasthöfen verloren

Wie ist der Erfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu erklären? Der Direktor der Evangelischen Akademie im Land sieht einen Schlüssel in der Kommunikation vor Ort.

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Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). (Foto) Suche
Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Der AfD-Erfolg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt nach Ansicht des Direktors der Evangelischen Akademie, Christoph Maier, stark in der Präsenz der Partei in der Fläche begründet. "Wo ging diese Wahl verloren? Diese Wahl ging verloren im Kampf um diese kleinen Öffentlichkeiten. Dort war die AfD präsent, in den Dorfgasthöfen, in den Vereinsstammtischen, in den Dörfern", sagte Maier. Außerdem habe die Partei eine "unangefochtene Medienmacht" in den sozialen Medien erreicht.

"Der Erfolg der AfD liegt in dem diabolischen Verquirlen unterschiedlicher Kommunikation, bei gleichzeitiger und präziser Beherrschung der zugehörigen spezifischen Kommunikationsformen", sagte Maier. Die Partei habe langfristig und strategisch hochprofessionell agiert. "Und andere Player hatten denen kaum was entgegenzusetzen, waren machtlos", sagte Maier. Es sei der Partei gelungen, das Vertrauen vieler Menschen zu gewinnen.

Der Akademiedirektor warnte davor, darauf zu hoffen, dass sich die AfD in einer Regierungsverantwortung entzaubern werde. "Die AfD ist keine normale Partei", sagte er. Hinter dem, was die AfD mache, stecke eine Ideologie, "die man auch als ethnopluralistische Sekte bezeichnen könnte".

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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