Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wird Siegmund neuer Ministerpräsident? AfD laut erster Prognose bei 44,5 Prozent
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund mit weitem Abstand vorn. Laut erster Hochrechnungen erreichte die AfD 44,5 Prozent. Alle aktuellen News zum Wahl-Krimi und der Machtübernahme der AfD hier.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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Wahl-Krimi in Sachsen-Anhalt. Das Interesse an der Landtagswahl war groß. Bis zum frühen Nachmittag hatte schon mehr als jeder Zweite seine Stimme abgegeben. Um 14.00 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 54,4 Prozent, wie Landeswahlleiterin Christa Dieckmann in Magdeburg mitteilte.
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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt - AfD vor Machtübernahme
Die Wahl in Sachsen-Anhalt wurde aber auch weit über die Landesgrenzen hinaus mit Spannung beobachtet, weil die AfD in allen Umfragen deutlich vor der CDU von Ministerpräsident Sven Schulze lag und eine Alleinregierung als Ziel ausgerufen hat.
AfD bei 44,5 Prozent laut erster Prognose
Laut erster Prognosen liegt die AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund mit weitem Abstand vorn. Nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF landet die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze mit immensen Verlusten auf Platz zwei. Die Linke büßt Stimmen ein. Die Grünen gewinnen deutlich hinzu, die SPD hält etwa ihren Stimmenanteil. Damit deutet sich eine komplizierte Regierungsbildung an. Der Einzug des BSW in den Landtag steht auf der Kippe.
- AfD: 44,5 Prozent
- CDU: 18,5 Prozent
- Linke: 9,5 Prozent
- SPD: 8,0 Prozent
- Grüne: 9,0 Prozent
- BSW: 4,5 Prozent
- FDP: 2,0 Prozent
- Andere: 3,5 Prozent
Den Hochrechnungen zufolge kann die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD ihren Stimmenanteil auf 44,1 bis 44,5 Prozent (2021: 20,8 Prozent) mehr als verdoppeln. Die CDU halbiert etwa ihren Stimmenanteil und steuert mit 18,5 Prozent (37,1 Prozent) auf ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu. Die Linke erhält 9,2 bis 9,4 Prozent (11 Prozent). Die Grünen liegen bei 8,7 bis 8,9 Prozent (5,9 Prozent). Die SPD kommt auf 8,2 bis 8,8 Prozent (8,4 Prozent). Die FDP fliegt mit 2,1 bis 2,4 Prozent (6,4 Prozent) aus dem Parlament. Das Bündnis Sahra Wagenknecht steht bei 4,8 bis 5 Prozent.
Den Hochrechnungen zufolge erhält die AfD 39 bis 41 Sitze im Landtag (2021: 23), die CDU 16 bis 17 (40). Die Linke kommt auf 8 bis 9 Mandate (12), die SPD auf 7 bis 8 (9) und die Grünen auf 8 (6). Das BSW erhält laut ARD-Hochrechnung 5 Mandate.
Wahl-Krimi in Sachsen-Anhalt - Ulrich Siegmund als erster AfD-Ministerpräsident?
Am Vormittag waren auch die Spitzenkandidaten in ihren Wohnorten an die Wahlurnen getreten. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund fuhr in seiner Heimatstadt Tangermünde gemeinsam mit seiner Ehefrau auf einer blauen Simson zum Wahllokal. Ministerpräsident Sven Schulze, der darum kämpft, im Amt bleiben zu können, wählte ebenfalls gemeinsam mit seiner Frau. SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann wählte im Harz.
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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt - AfD in aktuellen Umfragen weit vor der CDU
In allen Umfragen lag die AfD mit ihrem 35 Jahre alten Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zuletzt deutlich vor der CDU von Ministerpräsident Schulze. Die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei hat eine Alleinregierung zum Ziel erklärt. Die jüngsten Umfragewerte gaben das jedoch nicht her.
- In der letzten Umfrage vor der Wahl kam die AfD auf 41 Prozent.
- Die CDU lag in der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage bei 23 Prozent.
- Auf Platz drei folgte die Linke mit 11,5 Prozent.
- Die SPD kam auf 8,5 Prozent.
- Die Grünen standen bei 6 Prozent.
- BSW (4 Prozent) und FDP (3 Prozent) würden an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern
Landtagswahl in Sachsen Anhalt - keiner will mit der AfD und die AfD will nur alleine
Sollte die AfD keine absolute Mehrheit erreichen, wäre sie auf Bündnispartner angewiesen, um an die Regierung zu kommen. Doch: Keine der anderen Parteien will mit ihr koalieren. Siegmund wiederum hat zuletzt bekräftigt, dass er sich nur zur Wahl als Regierungschef stellt, wenn seine Partei die absolute Mehrheit holt und alleine regieren kann.
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fka/news.de/dpa
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