Annalena Baerbock: Neues Foto überrascht - Ex-Außenministerin kontert Kritik
Annalena Baerbock lässt die Kritik an ihrem neuen Job als Professorin an der Columbia University nicht stehen. In einem Interview spricht sie offen über den Hass gegen sie. Gleichzeitig überrascht sie auf Instagram mit einer wichtigen Botschaft.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Annalena Baerbock spricht über den Hass auf ihren neuen Job an der Columbia University
- Ex-Außenministerin macht Misogynie gegen Frauen in Positionen wie ihrer deutlich
- Baerbock überrascht mit neuem Instagram-Foto
Annalena Baerbock wird nach ihrer Zeit als Präsidentin der UN-Generalversammlung eine Professur an der Columbia University antreten. Die Nachricht von ihrem neuen Job löste eine Kritikwelle aus. Dagegen wehrt sich die frühere Außenministerin in einem Interview mit der Zeitung "Die Zeit". Gleichzeitig setzt sie sich weiter für wichtige Themen ein.
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Annalena Baerbock kontert Kritik an neuem Job
Im Gespräch mit der Zeitung machte Annalena Baerbock deutlich, dass sie hinter den Angriffen ein geschlechterbezogenes Muster erkennt. "Die Kombi prominent, meinungsstark und feminin triggert offensichtlich manche ganz besonders – egal in welchem Bereich", sagte die Grünen-Politikerin.
Die Reaktionen waren gefärbt mit Vorwürfen. Darunter waren Kommentare, dass sie nicht über eine klassische Karriere verfüge. "Ziel dieser Angriffe ist nie nur eine Frau oder ein Politiker. Sondern gerade auch die gesellschaftliche Veränderung, die dahintersteht." Zugleich verwies sie auf die Mechanismen sozialer Netzwerke. In der heutigen Zeit habe jeder sofort zu allem eine Meinung, und die Algorithmen seien so gestaltet, dass Hass und Hetze besonders viele Klicks generierten.
Annalena Baerbock überrascht mit Instagram-Foto nach Hasswelle
Dass es in den sozialen Medien nicht nur hasserfüllte Kommentare gegen die frühere Außenministerin hagelt, zeigt ihre Community auf Instagram. Unter einem neuen Beitrag, in dem Annalena Baerbock über das Ocean Race informiert, erhält sie nicht nur für ihren Post Zuspruch und Applaus, sondern auch für ihre Arbeit – die oft durch Misogynie überschattet wurde. "Sehr cool !!! Vielen Dank für die tolle und engagierte Arbeit als Außenministerin und als Präsidentin der UN-Generalversammlung. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Freude an der Columbia-Uni. Bleiben Sie stark, trotz dieser ekelhaften und neidvollen Anfeindungen. Danke und viel Glück", wünscht ihr ein Follower.
Ex-Außenministerin richtet wichtige Botschaft an ihre Follower
Annalena Baerbock macht nicht ohne Grund auf das Rennen aufmerksam. "Sportlich schon ziemlich beeindruckend, aber auch mit klarer Botschaft: Climate Action Now - Protect our Oceans. Die Teams müssen daher nicht nur schnell sein, sondern werben auch für die UN-Nachhaltigkeitsziele, indem sie während der Überfahrt gleichzeitig Daten über den Zustand unserer Ozeane sammeln - wie Wassertemperatur, CO₂, Sauerstoff und Mikroplastik." Sie durfte die Maliza Explorer vorab besuchen. Auf dem Bild posiert sie mit einem Lächeln im Gesicht mit Boris Herrmann und Cole Brauer. Mit Glückwünschen und Rückenwind schickt sie die Crew auf die Fahrt von New York nach Loriot.
Neuer Job für Annalena Baerbock bald Professorin an Elite-Universität
Ab Herbst übernimmt Baerbock an der Columbia-Universität eine Professur für "Global Leadership" und wird zugleich Co-Direktorin des Masterprogramms "Master of Public Administration in Global Leadership". Die Stelle ist zunächst auf drei Jahre angelegt und als praxisorientierte Lehrtätigkeit konzipiert – nicht als klassische Forschungsprofessur. Das Programm richtet sich an Führungskräfte, die bereits mindestens ein Jahrzehnt Berufserfahrung mitbringen.
Inhaltlich möchte die ehemalige Parteivorsitzende der Grünen ihre Erfahrungen aus zwei Jahrzehnten Politik weitergeben. Dabei stehen Krisensituationen und Entscheidungsfindung im Mittelpunkt. Den Studierenden wolle sie vermitteln, "bei heftigem Gegenwind standhaft zu bleiben und vor allem auch unter maximalem Druck Entscheidungen zu treffen", erklärte Baerbock gegenüber "Die Zeit".
Rückkehr als Politikerin? Ex-Außenministerin redet Klartext
Eine Rückkehr auf die politische Bühne in Deutschland schließt Baerbock klar aus. "Ich bin der Typ: ganz oder gar nicht", sagte sie der "Zeit". Mit dem Umzug nach New York habe sie sich bewusst dafür entschieden, ein völlig neues Kapitel aufzuschlagen – als Privatperson und fernab des politischen Betriebs, aber mit derselben Leidenschaft, die sie zwei Jahrzehnte lang angetrieben habe.
An der Millionenmetropole schätzt die ehemalige Außenministerin vor allem die Anonymität. Auf den Straßen werde sie kaum erkannt, und das Leben abseits des öffentlichen Rampenlichts empfinde sie als befreiend. Bereits kurz nach ihrem Amtsantritt bei den Vereinten Nationen hatte sie betont, in der Vielfalt New Yorks regelrecht "unterzugehen".
Baerbocks Amtszeit als Präsidentin der UN-Generalversammlung endet offiziell am 8. September. Ihr Nachfolger wird Khalilur Rahman aus Bangladesch.
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bos/news.de/dpa/mlk/stg
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