Scott Bessent: "Absolut widerlich" - Trump-Minister gibt Ukraine Schuld an hohen Benzinpreisen

Meint Scott Bessent das ernst? Der US-Finanzminister gibt in einem aktuellen Interview der Ukraine die Schuld an den gestiegenen Benzinkreisen. Kiews Angriffe auf russische Energieanlagen hätten einen "Aufwärtsdruck" auf die weltweiten Preise ausgeübt. Im Netz herrscht Fassungslosigkeit.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Scott Bessent gibt der Ukraine die Schuld an den gestiegenen Benzinpreisen. (Foto) Suche
Scott Bessent gibt der Ukraine die Schuld an den gestiegenen Benzinpreisen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Scott Bessent gibt Ukraine Schuld an hohen Benzinpreisen
  • Trump-Minister sorgt mit Behauptung für Empörung
  • Fassungslosigkeit nach Interview von Trump-Minister Bessent

Man kann nur ungläubig den Kopf schütteln ob dieser Behauptung. Scott Bessent, seines Zeichens Finanzminister der Vereinigten Staaten, hat in einem aktuellen Interview mit Fox News der Ukraine die Schuld an den gestiegenen Benzinpreise in den USA gegeben.

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Scott Bessent gibt Ukraine Schuld an hohen Benzinpreisen

Die Argumentation des Trump-Ministers: Mit ihren Angriffen auf russische Energieanlagen habe die Ukraine einen "Aufwärtsdruck" auf die weltweiten Preise ausgeübt. In einem Videoausschnitt des entsprechenden Interviews, welches der US-Journalist Aaron Rupar auf seinem X-Account geteilt hat, hört man, wie der US-Finanzminister erklärt: "Die Ukraine hat beschlossen, russische Energieanlagen und raffinierte Produkte in die Luft zu sprengen, was weltweit zu einem Aufwärtsdruck auf die Preise führt."

"Absolut widerlich" - Trump-Minister sorgt mit Behauptung für Empörung

In den sozialen Netzwerken sorgt Bessents Behauptung für Fassungslosigkeit und Empörung. So findet der Trump-kritische Account "Republicans Against Trump" besonders deutliche Worte: "Absolut widerlich. Sie geben jedem anderen außer sich selbst die Schuld für ihr eigenes Handeln. Ihr wisst schon, der Iran-Krieg, den sie vor sechs Monaten angezettelt haben." Tatsächlich wurden Benzin und Diesel in den Vereinigten Staaten seit Beginn des Iran-Krieges im März 2026 und nicht seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 massiv teurer. Inzwischen sind die Preise zwar wieder leicht gefallen, befinden sich aber noch immer deutlich über dem Vorkriegsniveau.

"Keine Lüge ist zu groß" - scharfe Kritik an Aussage des Trump-Ministers

Entsprechend entsetzt reagieren auch zahlreiche anderen Userinnen und User im Netz. "Die können ihrer Anhängerschaft wirklich alles weismachen", "Keine Lüge ist zu groß", "Ich möchte lachen, aber leider ist es nicht lustig. Ich kann einfach nicht verstehen, wie sie das alles so ernst nehmen können" und "Immer sind andere schuld. Diese Regierung kann einfach keine Verantwortung übernehmen", ist unter anderem bei Instagram zu lesen.

Mechanismus ist real, doch Ukraine-Angriffe nicht der Hauptgrund für gestiegene Benzinpreise

Allerdings muss man auch festhalten: Die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien und Energieinfrastruktur verknappen das Angebot an Ölprodukten tatsächlich und erzeugen dadurch weltweit wirklich einen Aufwärtsdruck auf Energiepreise. Aber daraus folgt nicht, dass die ukrainischen Angriffe der Hauptgrund für die derzeit hohen globalen Energiepreise sind. So nennt Reuters aktuell beispielsweise den Iran-/Nahostkonflikt und die Störungen im Persischen Golf beziehungsweise an der Straße von Hormus als erheblichen Faktor für die weltweite Öl- und Dieselversorgung.

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