Wladimir Putin: Vom KGB-Offizier zum Kremlchef - seine unglaubliche Karriere
Seit mehreren Jahrzehnten ist Wladimir Putin in der Politik tätig - zunächst als KGB-Offizier für die Sowjetunion, dann als Vize-Bürgermeister in St. Petersburg und schließlich als russischer Präsident. So verlief seine Karriere.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Die Karriere von Wladimir Putin
- Er startete Ende der 80er-Jahre als KGB-Offizier in Dresden
- Anfang der 90er arbeitete er für Bürgermeister Anatoli Sobtschak in St. Petersburg
- Putin sichert sich im neuen Jahrtausend die Macht im Kreml als russischer Präsident
Kein anderer Mann prägte die russische Politik nach dem Zerfall der Sowjetunion so sehr wie Wladimir Putin. Seit mehr als zwei Jahrzehnten arbeitet er im Kreml und hat in dieser Zeit seine Macht als Präsident ausgebaut. Zunächst als Hoffnungsträger für eine weitere Annäherung an den Westen gehandelt, hat er sich spätestens mit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine als skrupelloser autoritärer Machthaber entpuppt. Bevor er Karriere in Moskau machte, hinterließ Putin auch in Deutschland seine Spuren.
Das Leben von Wladimir Putin: Karriere startete als KGB-Offizier in Dresden
Wladimir Putin wurde am 7. Oktober 1952 in Leningrad, dem heutigen St. Petersburg, geboren, wuchs laut "web.de" in einfachen Verhältnissen auf und begann seine Karriere mit einem Jurastudium in seiner Heimatstadt. 1975 trat er in die Dienste des sowjetischen Geheimdienstes KGB und war laut der im "KOSMOS Welt- Almanach & Atlas" veröffentlichten Kurzbiografiein der Abteilung Auslandsspionage tätig. Von 1985 bis 1990 wurde er als KGB-Offizier in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden eingesetzt und erlebte dort das Ende der DDR hautnah mit. Es war eine Zeit, die Putin und seine spätere Politik offenbar entscheidend prägte, wie der "Deutschlandfunk" unter Berufung auf Wissenschaftler berichtet. Laut dem Historiker Douglas Selvage spielte Putin für den KGB damals jedoch keine entscheidende Rolle. "Er war ein typischer KGB-Offizier in einem ostdeutschen Bezirk ... Er war nicht eine große Nummer." Seine offizielle Aufgabe war die Zusammenarbeit mit der DDR-Staatssicherheit.
Wladimir Putin war Anfang der 90er-Jahre Berater von Bürgermeister Anatoli Sobtschak in St. Petersburg
Nach der Wende kehrte Putin in seine Heimat zurück und wurde Berater des St. Petersburger Bürgermeisters Anatoli Sobtschak (am 19. Februar 2000 gestorben). Wie das ZDF schreibt, geriet er dort zunächst wegen dubioser Rohstoff-Exporte im Zusammenhang mit einem Lebensmittelbeschaffungsprogramm unter Druck. Sobtschak hielt jedoch an Putin fest und ernannte ihn schließlich 1992 sogar zum Vizebürgermeister von St. Petersburg. Ende der 90er-Jahre folgte der Wechsel in den Kreml. Putin wurde Direktor des Inlandsgeheimdienstes FSB, Sicherheitsberater des damaligen russischen Präsidenten Boris Jelzin und 1999 Ministerpräsident. Ein Jahr später gewann er seine erste Präsidentschaftswahl mit absoluter Mehrheit.
Wladimir Putin baute seine Macht als russischer Präsident im Kreml aus
2008 wechselte Putin zurück in das Amt des Ministerpräsidenten. Sein Nachfolger als Kremlchef wurde Dmitri Medwedew. Vier Jahre später wurde Putin wieder zum Präsidenten gewählt. Er verschärfte sein Vorgehen gegen Kritiker und annektierte 2014 völkerrechtswidrig die zur Ukraine gehörende Schwarzmeer-Halbinsel Krim. 2018 gewann er erneut die Präsidentschaftswahl. Eine Verfassungsänderung aus dem Jahr 2020 sorgte dafür, dass Putin nach zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten auch 2024 an der Spitze des Kremls bleiben konnte. Zuvor gab er am 24. Februar 2022 den Befehl zur Invasion in der Ukraine. In der Folge verschärften sich die Spannungen mit dem Westen. Putin suchte verstärkt die Nähe zu diktatorisch und autoritär regierten Staaten wie Nordkorea, China und dem Iran. Umfragen zeigten allerdings, dass die Beliebtheitswerte für den Kremlchef nach viereinhalb Jahren Krieg 2026 sanken. Nichtsdestotrotz könnte Putin noch einige weitere Jahre eine wichtige Rolle in Moskau spielen. Denn Opposition und politische Gegner werden in Russland verfolgt oder mit repressiven Maßnahmen eingeschüchtert.
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gom/sba/news.de
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