Donald Trump: Abserviert von seinen Wählern - diese Abfuhr kommt einer Blamage gleich

Hier wird die Ablehnung für eine Maßnahme des US-Präsidenten besonders deutlich. Denn selbst in einer Kleinstadt, die Donald Trump dreimal hintereinander wählte, will niemand den Lake Ontario hergeben.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump kommt mit seiner Namensänderung nicht einmal bei seinen eigenen Wählern gut an. (Foto) Suche
Donald Trump kommt mit seiner Namensänderung nicht einmal bei seinen eigenen Wählern gut an. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump erhält deutliche Abfuhr von seinen Wählern
  • Umfrage spricht deutliche Sprache gegen Donald Trump
  • Kartendienst feiert wegen Donald Trump Auferstehung

Donald Trumps Entscheidung, den Lake Ontario per Exekutiverlass in "Lake America" umzutaufen, sorgt weiter für massiven Gegenwind - und zwar nicht nur bei seinen politischen Gegnern. Selbst in der Kleinstadt Ontario im US-Bundesstaat New York, die dem US-Präsidenten bei drei aufeinanderfolgenden Wahlen ihre Stimme gab, stößt der Namenswechsel auf Ablehnung. Es ist nicht die einzige Hiobsbotschaft für Donald Trump in diesen Tagen. Mit einem Ausbruch mitten in der Nacht sorgte er zuletzt für Schlagzeilen.

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Donald Trump erhält deutliche Abfuhr von seinen Wählern

Der US-Präsident hatte die Umbenennung im Rahmen seines Handelskonflikts mit Kanada verkündet. Sein Vorwurf: Das Nachbarland habe die USA beim Handel "lange Zeit abgezockt". Die Kleinstadt Ontario liegt am Südufer des Sees, rund 25 Kilometer östlich von Rochester. Ursprünglich hieß der Ort Freetown und trägt seinen heutigen Namen seit 1808. Bei der Wahl 2024 holte Trump im zugehörigen Wayne County mit 62 Prozent sein bislang bestes Ergebnis dort.

Doch beim Thema Seeumbenennung endet die Loyalität. Farmbesitzerin und Trump-Wählerin Cassandra Tylenda sagte gegenüber der "New York Post": "Mir gefällt Lake Ontario besser. Aber ich kann nichts daran ändern." Sie unterstütze zwar die Zollpolitik des Präsidenten, den Namenswechsel halte sie jedoch für überflüssig.

Die 24-jährige Serena Eaton, die in der Nähe lebt und keine Trump-Anhängerin ist, bezeichnete die Aktion als Ablenkungsmanöver von wichtigeren Themen wie den Epstein-Akten. "Amerika gehört der See nicht einfach so", erklärte sie. "Ich werde ihn nicht Lake America nennen."

Donald Trump: Umfrage spricht deutliche Sprache

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Laut einer aktuellen Erhebung von Reuters/Ipsos können sich lediglich 14 Prozent der Befragten mit dem neuen Seenamen anfreunden. Satte 63 Prozent lehnen die Umbenennung hingegen ab. Damit gehört "Lake America" laut "The Daily Beast" zu den unpopulärsten Einzelmaßnahmen der Trump-Präsidentschaft.

Auch bei einem weiteren Kernprojekt des US-Präsidenten zeigt sich breite Skepsis: Nur jeder fünfte Befragte unterstützt die von Trump verhängten Strafzölle gegen Kanada - jener Handelsstreit, der überhaupt erst den Anlass für die Seeumbenennung lieferte. Die Kombination aus symbolischer Provokation und wirtschaftlichem Druck gegen das Nachbarland findet offenbar selbst in der eigenen Wählerschaft wenig Zuspruch.

Kartendienst feiert wegen Donald Trump Auferstehung von den Toten

Der Unmut über die Umbenennung hat einen kuriosen Gewinner hervorgebracht: MapQuest. Nachdem Google Maps den Namen "Lake America" für Nutzer in den USA übernommen hatte, verzeichnete MapQuest einen starken Anstieg der Downloads und der Nutzung. Mit einem Schlag hatte die App sowohl unter den Navigations-Apps als auch in der Gesamtwertung den ersten Platz in Apples US-App-Store erobert.

"MapQuest ist der Urvater der Online-Karten, und es gibt nach wie vor enormes Vertrauen und Nostalgie rund um die Marke", erklärte General Manager Doug Berger gegenüber "The Daily Beast". Die Nutzung sei um das 50-Fache gestiegen. "Die Leute öffnen die App und probieren MapQuest wieder aus - das ist gewaltig", so Berger. Es gehe nicht bloß um Downloads, sondern um tatsächliche aktive Verwendung.

Apple im Visier des US-Präsidenten

Während MapQuest seinen unverhofften Triumphzug feiert, erhöhte Trump auch den Druck auf den nächsten Tech-Giganten. Der Präsident hat Apple dazu gedrängt, den umstrittenen Namen ebenfalls in seinen hauseigenen Kartendienst Apple Maps zu integrieren - so wie Google es bereits für US-Nutzer getan hat.

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