Dmitri Medwedew: "Sie verdienen einen direkten Schlag" - Medwedew droht Deutschland mit Angriffen
Schock-Drohung aus Moskau! Nach den deutschen Sanktionen wegen der Sprengstoff-Drohne in Leipzig/Halle legt Dmitri Medwedew nach. Der Kreml-Hardliner droht mit einem "direkten Schlag" – und nimmt sogar Berlin ins Visier.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Dmitri Medwedew droht deutschen Rüstungsbetrieben mit einem "direkten Schlag"
- Kreml-Hardliner nennt mögliche Angriffsziele in Deutschland
- Streit um Sprengstoff-Drohne in Leipzig erreicht neue Eskalationsstufe
Russlands stellvertretender Sicherheitsratschef Dmitri Medwedew hat Deutschland unverhohlen mit militärischen Schlägen gedroht. Auf Telegram forderte der ehemalige Präsident als Vergeltung für die jüngsten Sanktionen nach dem Sprengstoff-Drohnenfund am Flughafen Leipzig/Halle: "Sie verdienen einen direkten Schlag gegen alle deutschen Produktionsstätten für Militärtechnik."
Dmitri Medwedew droht Deutschland mit "direktem Schlag"
Damit meinte der Kremlpolitiker sämtliche Rüstungsbetriebe, die Waffen und Ausrüstung für die Ukraine herstellen. Doch dabei beließ er es nicht – Medwedew sprach ausdrücklich auch von "einigen anderen Orten in Berlin" als mögliche Ziele.
Der für seine verbalen Eskalationen berüchtigte Hardliner reagierte damit auf die Strafmaßnahmen, die Berlin nach der Entdeckung einer nicht detonierten Sprengstoff-Drohne auf dem sächsischen Flughafen verhängt hatte, wie "T Online" berichtet.
Sprengstoff-Drohne in Leipzig: Moskau weist Vorwürfe zurück
Gleichzeitig bestritt Medwedew, dass der Vorfall am Flughafen überhaupt stattgefunden habe. Die deutschen Behörden hätten den Angriff schlicht erfunden, Belege dafür existierten nicht, so der Ex-Präsident. Neue DNA-Spuren an dem Fluggerät führten die Ermittler Berichten zufolge jedoch geradewegs zum russischen Geheimdienst GRU. Dem widerspricht Medwedew vehement. In gewohnt aggressiver Rhetorik bezeichnete er die "derzeitige deutsche Führung" als "neonazistisch" und "extrem russophob".
Moskau verfolgt damit eine doppelte Strategie: Einerseits werden die Sanktionen als ungerechtfertigt zurückgewiesen, andererseits dienen sie als Vorwand für offene Drohgebärden. Die offizielle russische Linie stuft den Fund der nicht explodierten Drohne als gezielte "Provokation" ein, die ausschließlich den Interessen Kiews diene. Dass Medwedew trotz der behaupteten Nichtexistenz des Vorfalls mit Vergeltung droht, fügt sich in das Muster widersprüchlicher Kreml-Kommunikation.
Putin nennt Berlins Sanktionen einen "schweren Fehler"
Bereits am Vortag hatte sich Kremlchef Wladimir Putin persönlich zu den deutschen Strafmaßnahmen geäußert – und dabei einen ähnlichen Ton angeschlagen. Bei einer Pressekonferenz in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek am Rande des SCO-Gipfels wies er die Sanktionen scharf zurück. "Ich denke, dass das ein erneuter schwerer Fehler ist", erklärte Putin laut der russischen Nachrichtenagentur Tass.
Wie schon sein Sicherheitsratsvize stellte auch Putin die Faktenlage grundsätzlich infrage. "Wo sind die Beweise?", fragte er und tat die bislang von deutscher Seite präsentierten Belege als "gefälscht" ab. Damit reiht sich Putins Reaktion nahtlos in die Moskauer Linie ein, den gesamten Vorfall am Leipziger Flughafen als konstruiert darzustellen.
Kanzler Merz im Fadenkreuz: Putin wittert Wahlkampfmanöver
Doch Putin beschränkte sich nicht auf Kritik an den Sanktionen – er griff Bundeskanzler Friedrich Merz auch persönlich an. Die Reaktion der Bundesregierung sei in erster Linie innenpolitisch motiviert, behauptete der Kremlchef in Bischkek. "Meiner Meinung nach läuft dies eindeutig den Interessen des deutschen Volkes zuwider", so Putin.
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