Wladimir Putin: Kreml-Chef zu Treibstoff-Importen gezwungen - wunder Punkt nicht zu übersehen
Wladimir Putins selbsternannte Energiesupermacht Russland muss plötzlich Kerosin aus Südkorea und Ägypten importieren – weil ukrainische Drohnenangriffe fast 40 Prozent der Raffineriekapazität zeitweise lahmgelegt haben.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Wladimir Putin muss Kerosin aus dem Ausland importieren
- Ukrainische Drohnen-Attacken bringen Kreml-Chef in die Bredouille
- Russlands Raffinerien lahmgelegt - Putin kann Treibstoffproduktion nicht aufrechterhalten
Seit Jahrzehnten tut Wladimir Putin alles dafür, Russland als globale Energiegroßmacht zu inszenieren - nun ist der Kreml-Chef dazu gezwungen, Kerosin im Ausland einzukaufen. Ein Umstand, der in der seit Februar 2022 unter Putins Angriffskrieg ächzenden Ukraine für Genugtuung sorgen dürfte.
Wladimir Putin von ukrainischen Drohnen-Attacken schwer getroffen
Wie der ukrainische Militärgeheimdienst GUR am letzten August-Wochenende mitteilte, haben die gezielten und fortlaufenden Drohnen-Attacken auf Russlands Raffinerienetzwerk die Produktion von Düsentreibstoff derart einbrechen lassen, dass Wladimir Putin notgedrungen Flugbenzin aus Südkorea und Ägypten beziehen muss.
Russland muss Kerosin aus dem Ausland beziehen - Putins Infrastruktur liegt in Scherben
Die Konsequenz der ukrainischen Angriffskampagne trifft Russland an einem empfindlichen Punkt, wie bei "Business Insider" zu lesen ist: Sowohl die Militärluftfahrt als auch der zivile Flugverkehr sind auf ausreichende Kerosinvorräte angewiesen. Dass ausgerechnet einer der weltweit größten Energieproduzenten nun fremden Treibstoff importieren muss, um seine Bomber und Passagiermaschinen in der Luft zu halten, verdeutlicht die Wirkung der systematischen ukrainischen Schläge gegen die russische Energieinfrastruktur.
Putins Schattenflotte liefert Kerosin für russische Kriegsmaschine
Laut den Erkenntnissen des GUR hat der Kreml ein vorübergehendes Exportverbot für Flugkraftstoff erlassen und mindestens 70.000 Tonnen Jet-A-1-Kerosin im Ausland eingekauft. Die Lieferungen aus Südkorea und Ägypten erreichten Russland demnach über drei Tanker der sogenannten Schattenflotte – jenes Netzwerk aus Schiffen mit verschleierten Eigentumsverhältnissen, das der Kreml-Chef seit Langem zur Umgehung westlicher Sanktionen nutzt.
Dieser Treibstofftyp ist mit zahlreichen russischen Kampfflugzeugen kompatibel, die für den Abschuss von Raketen und Bomben zum Einsatz kommen, ebenso wie mit strahlgetriebenen Drohnen. Besonders brisant: Den Geheimdienstangaben zufolge wird der Militärtransporter Il-76MD-90A derzeit mit Kraftstoff betankt, der nicht den Herstellervorgaben entspricht. Der GUR warnte, dass russische Versuche, "Sanktionen zu umgehen, unweigerlich eine angemessene Reaktion nach sich ziehen werden".
Ukraine-Drohnen zeigen Wirkung: 40 Prozent der Raffineriekapazität zeitweise lahmgelegt
Das Ausmaß der ukrainischen Angriffskampagne auf Russlands Energieinfrastruktur ist beträchtlich. Präsident Selenskyj bezifferte den Schaden im Juni damit, dass im Vormonat knapp 40 Prozent der russischen Primärkapazitäten zur Ölraffination ausgefallen seien. Auch in jüngster Zeit bekräftigte er, dass die Zerstörung dieser Anlagen für Kiew höchste Priorität behalte.
Die Schlagzahl hat sich in diesem Jahr deutlich erhöht. Allein in den vergangenen Wochen meldete die Ukraine eine ganze Serie erfolgreicher Treffer auf Raffinerien, Verarbeitungsanlagen und Terminals quer über russisches Territorium – teils Hunderte Kilometer hinter der Frontlinie. Mehrere der getroffenen Einrichtungen mussten ihren Betrieb nach ukrainischen Angaben vollständig einstellen. Kiew bezeichnet diese Operationen als "Sanktionen mit großer Reichweite" – eine bewusste Parallele zu den westlichen Wirtschaftsmaßnahmen gegen Russland.
Ukraine trifft Putins Wirtschaft mitten ins Herz - wie nahe ist das Ende des Ukraine-Krieges?
Hinter den Angriffen steckt ein klares strategisches Kalkül. Die Ukraine will Russlands ölabhängige Wirtschaft so empfindlich treffen, dass der Kreml die Kosten des Krieges nicht mehr tragen kann. Selenskyj kündigte in diesem Monat an, es werde "weitere ukrainische Angriffe tief im russischen Hinterland geben, die Russland und den Russen vor Augen führen sollen, dass Frieden notwendig ist".
Die westlichen Sanktionen haben Russlands Energiebranche zwar bereits unter Druck gesetzt, doch Wladimir Putin profitierte zwischenzeitlich davon, dass der Konflikt im Iran die Straße von Hormus als zentrale Handelsroute zeitweise blockierte – was andere Öllieferanten beeinträchtigte, Russland aber kaum betraf. Die Ukraine versucht nun, mit seinen eigenen Mitteln den wirtschaftlichen Druck auf den Kreml wieder zu verstärken.
Langstrecken-Drohnen verschaffen der Ukraine unschätzbare Vorteile gegen Russland
Dass die Ukraine diese Kampagne überhaupt führen kann, verdankt sie maßgeblich ihrer eigenen Rüstungsindustrie. Westliche Verbündete lieferten zwar weitreichende Waffensysteme, knüpften deren Einsatz auf russischem Staatsgebiet jedoch an Einschränkungen. Kiew entwickelte daraufhin eigene Lösungen – mit beachtlichem Ergebnis. Inzwischen verfügt die Ukraine über Drohnen, die Ziele in mehr als 2.900 Kilometern Entfernung erreichen können. In den vergangenen Monaten stellte das Land mehrere neue Waffensysteme mit erweiterter Reichweite vor, um seine Schläge gegen Ziele tief im russischen Hinterland auszudehnen.
Der nächste Eskalationsschritt könnte bald folgen: Laut dem früheren Verteidigungsminister Mychailo Fedorow könnte die Ukraine innerhalb von drei bis sechs Monaten in der Lage sein, eigenentwickelte ballistische Raketen einzusetzen – Waffen, die deutlich schneller und schwerer abzufangen sind als Marschflugkörper.
Putin attackiert Ukraine mit fast 2.000 Drohnen in einer Woche – und verschärft russisches Treibstoffproblem
Dass Wladimir Putin militärisch keineswegs nachlässt, zeigen die jüngsten Zahlen: Allein in der vergangenen Woche feuerte Russland laut Selenskyj knapp 2.000 Angriffsdrohnen, über 1.600 Gleitbomben und 31 Raketen – darunter ballistische – auf ukrainisches Territorium ab. Die ukrainische Luftabwehr steht unter enormem Dauerdruck. Doch genau diese massive Angriffsintensität verschärft Russlands Treibstoffproblem zusätzlich. Je mehr Kampfflugzeuge und strahlgetriebene Drohnen Kreml-Chef Putin einsetzt, desto schneller schrumpfen die ohnehin dezimierten Kerosinreserven. Die Ukraine setzt darauf, diesen Widerspruch weiter zu verschärfen – mit einer Rüstungsindustrie, die immer leistungsfähigere Waffen hervorbringt, und einer Strategie, die Russlands Energiesektor als verwundbarsten Punkt des Kriegsapparats ins Visier nimmt.
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loc/news.de/stg
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