Wladimir Putin: Blutige Vergeltungskampagne in Russland - Putins Offiziere gezielt getötet
Wladimir Putin sieht sich mit einer Reihe von Rachemorden konfrontiert. Laut aktueller Medienberichte findet in russischen Städte mutmaßlich eine Vergeltungskampagne statt, bei der hochrangige Putin-Offiziere, die Kriegsverbrechen begangen haben sollen, getötet werden.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
Suche
- Wladimir Putin mit Reihe von Rachemorden konfrontiert
- Blutige Vergeltungskampagne in Russland
- Putin-Offiziere, die Kriegsverbrechen begangen haben sollen, werden getötet
In einem ruhigen Wohnviertel von St. Petersburg detonierte am Donnerstag (27. August) ein Sprengsatz unter einem Fahrzeug und riss den Fahrer in den Tod. Seine Ehefrau überlebte die Explosion nach Augenzeugenberichten schwer verletzt. Russische Ermittler bezeichneten das Opfer lediglich als Angehörigen des Militärs. Dass der getötete Offizier von der Ukraine der Kriegsverbrechen beschuldigt wird, verschwieg die offizielle Darstellung.
Weitere aktuelle Meldungen zu Wladimir Putin oder dem Ukraine-Krieg finden Sie am Ende dieses Textes.
Wladimir Putin mit Reihe von Rachemorden konfrontiert
Das unabhängige Nachrichtenportal "Agentstvo" identifizierte den Toten als Oberstleutnant Sergei Sechkov, einen 43-jährigen Putin-Offizier. Laut eines aktuelles Berichtes des US-Portals "The Daily Beast" reiht sich sein Tod in eine Serie gezielter Tötungen russischer Militärs ein, die Wladimir Putin und das gesamte Kreml-Regime zunehmend unter Druck setzen.
Getöteter Putin-Offizier wusste, dass er auf einer Todesliste stand
Sergei Sechkov diente laut "The Daily Beast" im 332. Selbstständigen Garde-Hubschrauberregiment, dem der ukrainische Militärgeheimdienst HUR gezielte Raketen- und Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung vorwirft. Der Oberstleutnant soll sich vor seinem Tod darüber im Klaren gewesen sein, dass er in Lebensgefahr schwebte. Denn gegenüber einem Vorgesetzten hatte er angegeben, auf einer "Liquidierungsliste" zu stehen.
Als Tatverdächtige gilt eine 24-jährige Frau, die Berichten zufolge über soziale Medien angeworben wurde. Sie soll den Sprengsatz unter Sechkovs Wagen angebracht haben und anschließend zum Flughafen gefahren sein. Von dort floh sie zunächst in die Türkei und reiste dann weiter nach Moldau.
Blutige Vergeltungskampagne in Russland - Putin-Militärs gezielt getötet
Tatsächlich ist der tödliche Anschlag auf Putin-Offizier Sechkov ist kein Einzelfall. Bereits Anfang August erschütterte eine Bombenattacke die russische Militärführung: Am 2. August brachte eine junge Frau einen Sprengsatz zur Geburtstagsfeier von Alexander Tschaiko, dem Oberbefehlshaber der russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte, mit. Tschaiko selbst überlebte, doch unter den Toten befanden sich laut "The Daily Beast" sein Schwiegersohn sowie der russische Generalmajor Waleri Plothotnjuk, der ehemalige Kommandeur der 49. Kombinierten Armee. Wenige Tage später tötete auf der von Russland besetzten Krim eine in einem Mülleimer versteckte Bombe einen hochrangigen Marineoffizier, der einst von der Ukraine zu Russland übergelaufen war.
Ukraine veröffentlicht "Todesliste" mit Namen russischer Kriegsverbrecher
Kiew macht keinen Hehl aus seinen Absichten: Die Ukraine hat öffentlich eine Namensliste sogenannter "Vollstrecker" veröffentlicht, gegen die sie "Vergeltung" üben will. Die Zielpersonen auf dieser "Todesliste" werden allesamt der Kriegsverbrechen beschuldigt.
Demütigung für Putin - Sicherheitsapparat des Kremlchefs versagt und kann Militärs nicht schützen
Für Wladimir Putin ist die Mordserie eine Demütigung sondergleichen. Noch im Juli hatten Russlands Geheimdienste öffentlichkeitswirksam verkündet, einen Versuch ukrainischer Spezialkräfte vereitelt zu haben, "Sabotage- und Terrorakte von beispiellosem Ausmaß" gegen russisches Militärpersonal durchzuführen – angeblich unter direkter Beteiligung westlicher Auftraggeber. Dennoch setzt sich die Anschlagsserie ungebremst fort, obwohl Wladimir Putin den Schutz seiner hochrangigen Offiziere verstärken ließ.
Kreml schweigt zu blutiger Vergeltungskampagne an Putin-Militärs
Der Kreml schweigt zu den offensichtlichen Vergeltungstötungen und die staatlich kontrollierten Medien blenden das Thema weitgehend aus. Wladimir Putins ehemaliger Redenschreiber Abbas Galljamow liefert dafür eine Erklärung: "Putin mag keine Versagen der Sicherheitsdienste oder Generäle. Deshalb hat er Armeegeneral Sergej Schoigu so lange nicht als Verteidigungsminister entlassen. Er empfindet Misserfolge als Beleidigung", so Galljamow gegenüber "The Daily Beast".
Auch diese Meldungen zu Wladimir Putin oder dem Ukraine-Krieg sind einen Blick wert:
- Verheerender Rückschlag für Putin - Russen-Kraftwerk und Fernsehturm zerstört
- Beunruhigende Satellitenaufnahmen - Putin-Verbündeter baut militärische Infrastruktur aus
- Experten schlagen Alarm - Putin könnte Europa bis 2040 angreifen
- "Keine Vergebung" für "Kakerlaken" - Ex-Kremlchef droht eigenen Landsleuten
- Satellitenaufnahme belegt Putin-Rückschlag - nächstes Ozon-Logistikzentrum zerstört
fka/gom/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.