Donald Trump: "Hochgradig befangen" - US-Präsident attackiert Richter im Zoff ums Kennedy Center

Donald Trump will weiterhin das Kennedy Center in Washington, D.C., umgestalten und dabei auch den Namen an das Gebäude anbringen lassen. Nun attackiert der US-Präsident den Richter, der ihm das bereits untersagte, verbal auf Truth Social.

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Donald Trump griff auf Truth Social den für das Kennedy Center zuständigen Richter Christopher Cooper verbal an. (Foto) Suche
Donald Trump griff auf Truth Social den für das Kennedy Center zuständigen Richter Christopher Cooper verbal an. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Donald Trump nennt für Kennedy Center zuständigen Richter Christopher Cooper "befangen"
  • US-Präsident will Umgestaltung des Kulturzentrums in Washington, D.C., durchsetzen
  • Demokratische Abgeordnete Joyce Beatty warnt vor "Angriff auf die Rechtsstaatlichkeit"

Donald Trump wollte das berühmte Kennedy Center in Washington D.C., umbenennen. Nach den Wünschen des amtierenden US-Präsidenten sollte das Kulturzentrum ab sofort auch seinen Namen tragen. Doch ein Bezirksgericht schob diesen Plänen im Frühjahr 2026 einen Riegel vor. Kurz darauf wurde ein Schriftzug mit Trumps Namen wieder von der Fassade entfernt. Der 80-jährige Republikaner will diese Entscheidung jedoch nicht auf sich sitzen lassen, drohte sogar mit Abriss des Kennedy Centers, falls sein Name nicht doch noch angebracht und das Gebäude umfassend renoviert wird. Nun geht der Streit mit der Justiz in die nächste Runde.

Donald Trump wütet gegen US-Bundesrichter Christopher Cooper auf Truth Social

Am Sonntag hat Trump auf Truth Social den für das Kennedy Centerzuständigen Richter Christopher Cooper verbal scharf angegriffen. Er bezeichnete das Kulturzentrum als "altes und heruntergekommenes Gebäude", das dringend "eine umfassende bauliche und öffentlichkeitswirksame Überholung" benötige, bevor es "Größe und Prestige erlangen" könne.

Das Gebäude habe "seit vielen Jahren ein Vermögen verloren und wird dies weiterhin tun, wenn der hochgradig befangene Richter in dem Fall uns nicht erlaubt zu tun, was getan werden muss", so Trump weiter. Cooper wurde 2014 vom demokratischen Ex-Präsidenten Barack Obama ernannt. Belege für eine angebliche Befangenheit lieferte Trump jedoch nicht.

US-Präsident will Kennedy Center in Washington, D.C., renovieren lassen

Am 13. August hatte laut "The Daily Beast" ein von Trump handverlesenes Kuratorium dafür gestimmt, die Inschrift "Restored and Renovated By President Donald J. Trump" (deutsch:"Von Präsident Donald J. Trump restauriert und renoviert") unterhalb des Gebäudenamens anzubringen. Die demokratische Abgeordnete Joyce Beatty – das einzige Vorstandsmitglied, das sich gegen Trumps Umgestaltungspläne stemmt – zog daraufhin per Eilantrag vor Gericht und sprach von einem "atemberaubenden Angriff auf die Rechtsstaatlichkeit".

Bei einer zweistündigen Anhörung am vergangenen Donnerstag hörte Richter Cooper beide Seiten an, fällte laut "Washington Post" jedoch kein Urteil. In einem Gerichtsdokument drohte das Justizministerium unterdessen, das Kennedy Center müsse möglicherweise abgerissen und durch ein Freiluft-Amphitheater ersetzt werden, sollte das Gericht die Renovierungspläne weiterhin blockieren.

Demokratin warnt vor Donald Trumps Plänen zur Umgestaltung

Beatty warnte am Wochenende im US-Fernsehen vor Trumps Plänen. Hier gehe es um "das einzige Denkmal für einen ermordeten Präsidenten, der von vielen geliebt wurde". Trumps Verhalten verglich sie mit dem eines Kindes, das einen Wutanfall bekomme, weil es seinen Willen nicht durchsetzen könne. Dabei gingen laut "Washington Post" Ticketeinnahmen und Spendengelder beim Kennedy Center zurück, nachdem Trumps Name im Dezember an der Fassade angebracht worden war.

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