Donald Trump: US-Präsident tobt wegen "gefälschter Umfragen" - jetzt droht er den Medien
Verschiedene Medien berichteten in den vergangenen Tagen über die laut Umfragen weiter sinkenden Beliebtheitswerte für Donald Trump. Der US-Präsident reagierte darauf nun auf seine ganz eigene Weise - mit einer Drohung.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Donald Trump wettert über Berichte zu seinen schlechten Umfragewerten
- US-Präsident droht Medien mit der Regulierungsbehörde FCC
- Will Trump kritische Journalisten abschrecken?
Wenige Wochen vor den US-Zwischenwahlen gibt es bei den Republikanern große Sorge, die Mehrheit in beiden Kongresskammern zu verlieren. Schließlich sind die Umfragewerte für ihren Präsidenten Donald Trump schlecht, und selbst ehemals treue Anhänger äußern zunehmend öffentlich ihre Kritik an der Politik des 80-Jährigen. Trump selbst will von seiner sinkenden Beliebtheit nichts wissen und behauptete nun zum wiederholten Male, die Umfragen seien gefälscht.
Donald Trump droht Medien wegen Berichten über schlechte Umfragewerte mit Regulierungsbehörde
Am Sonntag machte der US-Präsident auf Truth Social seinem Ärger Luft. In Großbuchstaben wetterte er: "Die gefälschten Umfragen unserer korrupten Medien sind außer Kontrolle, und etwas muss dagegen unternommen werden. FCC zur Rettung!"
Mit diesem Beitrag verknüpfte Trump ungünstige Umfragewerte unmittelbar mit der Bundesbehörde, die in den Vereinigten Staaten für Rundfunklizenzen zuständig ist. Belege dafür, dass die Erhebungen manipuliert seien, lieferte er nicht. Aktuellen Umfragen zufolge sind seine Zustimmungsraten laut "Yahoo! News!" auf einem historischen Tiefstand innerhalb seiner zweiten Amtszeit.
Will der US-Präsident kritischen Sendern die Lizenz entziehen?
Trumps Drohung mit der Regulierungsbehörde hat eine Vorgeschichte. Erst Anfang August reichte der Sender ABC (gehört zum Disney-Konzern) eine Klage gegen die FCC ein und berief sich dabei auf den Ersten Verfassungszusatz. Der Sender sieht in der vorzeitigen Überprüfung seiner Sendelizenzen eine "existenzielle Bedrohung", wie "Raw Story" berichtet. Ein Scherz von Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel, der First Lady Melania Trump als jemanden beschrieb, die "wie eine erwartungsvolle Witwe" strahle, soll den Präsidenten zu diesem Schritt bewogen haben.
Donald Trump könnte mit Drohungen auf Abschreckung setzen
Laut "Raw Story" handelt es sich dabei keineswegs um einen Einzelfall. Die FCC habe ihre Befugnisse wiederholt auf Geheiß Trumps gegen Sender eingesetzt, deren Berichterstattung dem Weißen Haus missfiel.
Durch solche Drohungen will Trump "Yahoo! News" zufolge offenbar einen Abschreckungseffekt erzielen, der Medienunternehmen dazu verleiten kann, kritische Berichterstattung über die Regierung zurückzufahren – selbst wenn tatsächlich keine Lizenz entzogen wird.
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