Donald Trump: Top-Militärs verweigern Zustimmung - US-Präsident befiehlt neue Iran-Angriffe

Nur noch jeder vierte US-Zerstörer ist einsatzbereit, Top-Kommandeure verweigern offiziell ihre Zustimmung zu weiteren Truppenverlegungen - und genau in diesem Moment greifen die USA erneut iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormus an.

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Donald Trump hat wieder Ziele im Iran angegriffen. (Foto) Suche
Donald Trump hat wieder Ziele im Iran angegriffen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta
  • Donald Trump greift Iran wieder an - Teheran droht mit Vergeltung
  • US-Militär warnt US-Präsident vor weiteren Iran-Angriffen
  • Pete Hegseth bloßgestellt: Kommandeure verweigern Zustimmung
  • Donald Trumps Iran-Krieg verschlingt Milliarden

Donald Trumps US-Truppen haben erstmals seit Ende Juli wieder militärische Ziele im Iran attackiert. Dabei nahmen amerikanische Streitkräfte zwei Raketenwerfer unter Beschuss, mit denen die iranischen Revolutionsgarden offenbar den Abschuss von Seeminen-Raketen in die Straße von Hormus vorbereiteten. Das bestätigte Centcom-Sprecher Tim Hawkins.

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Donald Trump greift Iran wieder an - Teheran droht mit Vergeltung

Nach Angaben der Revolutionsgarden forderten die Angriffe Tote und Verletzte. Teheran drohte umgehend mit Vergeltungsmaßnahmen. Die Attacken verdeutlichen, wie angespannt die Lage rund um die strategisch bedeutsame Meerenge auch ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn bleibt.

Laut Centcom-Sprecher Hawkins hatten die Revolutionsgarden an den beiden Raketenstellungen den Abschuss von mit Seeminen bestückten Geschossen vorbereitet. Die US-Streitkräfte beobachteten das Gebiet engmaschig und stünden bereit, "den freien Fluss des Handels durch diese wichtige Wasserstraße zu schützen", so Hawkins.

  • Die Straße von Hormus ist seit Kriegsbeginn im Februar ein zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran.
  • Damals hatten die USA und Israel gemeinsam den Iran angegriffen.
  • Seitdem hat sich der Konflikt zu einem langwierigen Patt entwickelt. Mehrere Verhandlungsrunden blieben ohne Ergebnis.

Donald Trump: US-Militär warnt US-Präsident vor weiteren Iran-Angriffen

Doch während die US-Streitkräfte im Nahen Osten weiter operieren, wächst hinter den Kulissen des Pentagons massiver Widerstand. Hochrangige Militärführer warnen US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth, der mit einem Geheimplan zuletzt für Schlagzeilen sorgte, laut einem Bericht der "Washington Post", dass der seit sechs Monaten andauernde Konflikt die Verteidigungsfähigkeit der Vereinigten Staaten an anderen Schauplätzen ernsthaft gefährde.

Die Bemühungen der Trump-Regierung, die Meerenge offenzuhalten, erfordern nach Angaben der "Washington Post" eine dauerhafte Alarmbereitschaft von rund 50.000 US-Soldaten in der Region - ein Zustand, der das Militär zunehmend an seine Grenzen bringt.

Militärführung rebelliert gegen Kriegsminister

Die Warnung kam über einen offiziellen Kanal: In der Ausgabe des sogenannten Secretary of Defense Orders Book - einem Dokument, das den weltweiten Zustand der US-Streitkräfte erfasst - schlugen die Militärchefs Alarm. Die Heeresführung, die Marine, die Luftwaffe sowie die Vier-Sterne-Kommandeure der Auslandseinsätze teilten Hegseth darin mit, dass der Iran-Krieg in seiner jetzigen Form nicht durchzuhalten sei, berichtete die "Washington Post".

"Insgesamt lautet der Tenor der militärischen Führung, dass die laufende Iran-Operation nach sechs Monaten 'zu viel für zu lange' gewesen ist", sagte ein Insider der Zeitung. Einzelne Generäle und Admiräle seien dabei "offener und direkter als üblich" gewesen, als sie Hegseth ihren Widerspruch gegen die Anordnung mitteilten, weiterhin Personal und Ausrüstung bereitzustellen, obwohl der Ausgang der Operation ungewiss bleibe.

Pete Hegseth bloßgestellt: Kommandeure verweigern Zustimmung

Besonders brisant: Die Chefs des US Pacific Command, des European Command und des Southern Command verweigerten formell ihre Zustimmung zu der Anordnung, Truppen bis ins Jahr 2027 in der Region zu belassen. Sie gaben ein sogenanntes "Non-Concur" ab - ein offizieller Widerspruch, der jedoch nicht bedeutet, dass der Befehl nicht ausgeführt wird.

Die Kommandeure für Europa, Asien und Lateinamerika mussten bereits Schiffe, Flugzeuge und weiteres Gerät an den Nahost-Einsatz abtreten. Dadurch seien ihre eigenen Missionen und Trainingsoperationen erheblich eingeschränkt worden, berichtete die "Washington Post". Die Befehlshaber für Lateinamerika und Europa warnten konkret, dass die Verlegung ihrer Schiffe und Flugzeuge in den Nahen Osten "ihre Fähigkeit zur Erfüllung der Heimatverteidigungspflichten beeinträchtigt" habe.

Donald Trump: Sein Iran-Krieg verschlingt Milliarden

Besonders alarmierend sind die Zahlen der US-Marine. Der Chef der Marineoperationen teilte mit, dass derzeit lediglich rund ein Viertel der Zerstörerflotte für einen Einsatz bereitstehe. Vor dem Krieg lag dieser Wert deutlich höher. Sollte der Konflikt im bisherigen Tempo weitergehen, wäre die Fähigkeit der Flotte, auf andere Krisen zu reagieren, ernsthaft gefährdet, warnte er.

Die finanziellen Dimensionen des Konflikts sind enorm. Verteidigungsminister Hegseth bezifferte die bisherigen Kriegskosten gegenüber dem Kongress im vergangenen Monat auf 37,5 Milliarden Dollar. Gleichzeitig forderte er zusätzliche 67 Milliarden Dollar. Allein die ersten sechs Tage des Krieges verschlangen nach Pentagon-Angaben mehr als 11,3 Milliarden Dollar.

Auch die Bestände an Langstrecken-Präzisionsraketen sind laut CBS News nahezu aufgebraucht. US-Präsident Donald Trump behauptete dennoch, die USA verfügten weiterhin über "massive Mengen" an Waffen. Zudem hat der Iran laut NBC News Schäden in Milliardenhöhe an der US-Geheimdienstinfrastruktur im Nahen Osten verursacht.

Pentagon tobt wegen "Fake News"

Chefpentagon-Sprecher Sean Parnell wies die Darstellungen der "Washington Post" scharf zurück. "Diese Fake News, schlecht belegte Berichterstattung ist voller Ungenauigkeiten", erklärte er. Hegseth stehe in aktivem Austausch mit den Teilstreitkräften, dem Generalstab und den Kommandeuren, um sicherzustellen, dass die US-Streitkräfte angemessen aufgestellt seien. Über interne operative Abläufe äußere sich das Ministerium jedoch nicht.

Unterdessen nutzt Teheran die wachsenden Schwierigkeiten Washingtons offenbar strategisch aus. Der Iran weigere sich zu kapitulieren - im Wissen um die Unpopularität des Krieges bei der amerikanischen Bevölkerung und die zunehmende Belastung des US-Arsenals, so die "Washington Post".

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/news.de/dpa/stg

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