Donald Trump: Trump fliegt Fleisch-Skandal um die Ohren - Video bringt ihn in Erklärungsnot
Donald Trump will die Fleischpreise in den USA drücken – doch sein mysteriöser Hackfleisch-Deal sorgt für gewaltigen Ärger. Die Herkunft des Fleisches bleibt offen, Viehzüchter und selbst Republikaner gehen auf die Barrikaden.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Donald Trump macht Hackfleisch billiger
- Herkunft des Fleisches bleibt geheim
- Altes Video bringt Trump in Erklärungsnot
- Viehzüchter und Republikaner laufen Sturm
Vergangene Woche verkündete US-Präsident Donald Trump einen Deal, der es in sich hat: 300.000 Tonnen Hackfleisch sollen importiert und 25 Prozent unter dem üblichen Marktpreis verkauft werden. Umgerechnet entspricht das mehr als 2,6 Milliarden Quarter-Pounder-Patties. Angesichts steigender Rindfleischpreise in den USA präsentierte Trump den Coup als Entlastung für Verbraucher. Ein Umstand, der selbst Republikaner erzürnte.
Donald Trumps mysteriöser Hackfleisch-Deal fliegt ihm um die Ohren
Doch ein entscheidendes Detail hält der Präsident unter Verschluss: Woher das Fleisch stammt, wollte er auf Nachfrage nicht verraten. Diese Geheimniskrämerei löste am Dienstag eine Welle der Empörung aus – bei amerikanischen Viehzüchtern, Fleischunternehmen und Politikern quer durch alle Lager. Die Kritik richtet sich dabei nicht nur gegen die wirtschaftlichen Folgen des Deals, sondern zunehmend auch gegen mögliche Gesundheitsrisiken für Millionen Konsumenten.
Woher kommt Trumps mysteriöses Rindfleisch? Ein alter Clip bringt "The Don" in Erklärungsnot
Am Dienstag machte ein Video aus dem Oktober 2025 die Runde in den sozialen Medien – und lieferte möglicherweise die Antwort, die Trump verweigert. In dem Clip, aufgenommen an Bord der Air Force One, erklärte der Präsident gegenüber einem Reporter, seine Regierung erwäge den Kauf von "Rindfleisch aus Argentinien", um die Fleischpreise zu drücken. Die Wortwahl ähnelt auffällig seiner Begründung für den aktuellen Mega-Deal, wie "Raw Story" berichtet.
Dass Argentinien als Quelle mehr als nur Spekulation sein dürfte, untermauert ein weiteres Detail: Bereits im Februar hatte Trump per Exekutiverlass die Einfuhr von 80.000 Tonnen argentinischem Hackfleisch genehmigt. Der jetzige Deal wäre also eine massive Ausweitung eines bereits eingeschlagenen Kurses.???? TRUMP: “WE’LL BUY ARGENTINE BEEF.”
— SAVE BEEF ???????? BeefMaps.com (@BeefMaps) October 20, 2025
Reporters asked what he’d say to U.S. ranchers losing their shirts. His answer?
“Argentina is fighting for its life… they’re dying.”
Meanwhile, 77 American cattle producers a day are going out of business. pic.twitter.com/t0sKhFlQkv
Verbotenes Antibiotikum im argentinischen Rindfleisch
Warum die mutmaßliche Herkunft so brisant ist: Erst im März stoppte China eine Lieferung argentinischen Rindfleischs, nachdem darin Chloramphenicol nachgewiesen wurde – ein Antibiotikum, das in den USA verboten ist, weil es in seltenen Fällen eine tödliche Form der Blutarmut auslösen kann.
Amerikanische Fleischunternehmen schlagen Alarm. Der texanische Direktvermarkter Good Ranchers warnt: "Niemand weiß, woher dieses Fleisch kommt. Niemand weiß, wie die Tiere gehalten wurden, was sie gefressen haben oder welche Antibiotika und Impfstoffe eingesetzt wurden." Das Unternehmen erinnert an den europäischen Pferdefleisch-Skandal von 2013, als Produkte mit der Aufschrift "Rindfleisch" bis zu hundert Prozent Pferdefleisch enthielten.
Auch die Wyoming-Rinderfarm Meriwether Farms spitzte die Lage sarkastisch zu: "Chloramphenicol ist in den USA verboten, weil es beim Menschen tödliche aplastische Anämie verursachen kann. Aber keine Sorge – die USA haben die Rindfleischimporte aus Argentinien erhöht, ohne eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung einzuführen!" Dass der Kongress die Pflicht zur Herkunftskennzeichnung bei Rindfleisch bereits 2015 abgeschafft hat, macht die Sache nicht besser.
Viehzüchter unter Druck – und selbst Trump-Verbündete rebellieren
Der Deal trifft die amerikanische Viehwirtschaft ins Mark. Zahlreiche Viehzüchter sehen durch den massiven Billigimport ihre Existenzgrundlage gefährdet – schließlich können sie mit derart subventionierten Preisen kaum konkurrieren. Bemerkenswert ist, dass die Kritik längst nicht nur von der Opposition kommt.
Die ehemalige republikanische Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene aus Georgia, einst eine der lautstärksten Trump-Unterstützerinnen, bestätigte die Vermutung, das mysteriöse Fleisch stamme "offenbar aus Argentinien", und verurteilte den Präsidenten dafür, die heimische Rindfleischindustrie im Stich zu lassen.
Musiker und Aktivist Bill Madden brachte die Stimmung vieler Kritiker auf den Punkt: "Erst vor fünf Monaten hat China eine Katastrophe abgewendet, indem es kontaminiertes Rindfleisch aus Argentinien zurückwies. Mit dem notorischen Lügner und Psychopathen Trump als Präsident – Gott steh uns bei."
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sba/bos/news.de
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