Donald Trump: Trump droht mit Abriss - jetzt eskaliert der Kennedy-Center-Streit

Donald Trump will seinen Namen am Kennedy Center verewigen – und jetzt wird der Streit um die umstrittene Umbenennung noch explosiver. Seine Regierung warnt vor dem möglichen Abriss des berühmten Kulturzentrums.

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Trump droht Kennedy Center mit Abriss – wenn sein Name nicht an die Fassade kommt. (Foto) Suche
Trump droht Kennedy Center mit Abriss – wenn sein Name nicht an die Fassade kommt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta
  • Trump gegen Kennedy: Der Präsident will seinen Namen erneut an der Fassade des Kulturzentrums anbringen lassen
  • Abriss-Drohung: Ohne die geplanten Renovierungen könne das Kennedy Center laut Regierung zum Abrissfall werden
  • Gericht entscheidet: Ein Richter hatte Trumps Umbenennung bereits für rechtswidrig erklärt

Donald Trump macht beim Kennedy Center in Washington weiter Druck. Sein Name soll erneut an der Fassade des berühmten Kulturzentrums prangen. Doch der Versuch ist juristisch umkämpft – und nun greift die Trump-Regierung zu einer drastischen Argumentation: Ohne die geplanten Renovierungen könnte das Gebäude letztlich abgerissen werden. Das geht aus einem aktuellen Schriftsatz des US-Justizministeriums hervor, wie "Raw Story" berichtet.

Trump will seinen Namen am Kennedy Center – sonst droht der Abriss

Darin heißt es, ohne die Anbringung von Trumps Namen werde das Zentrum "weiter zu einer unsicheren, baufälligen Struktur verfallen, die abgerissen werden muss". Die Regierung reagiert damit auf einen Eilantrag der demokratischen Abgeordneten Joyce Beatty, die sich gegen die erneuten Pläne des Trump-treuen Vorstands wehrt.

Streit um Kennedy Center eskaliert: Gericht hatte Trumps Umbenennung bereits gestoppt

Der Streit hat eine Vorgeschichte. Im Mai entschied US-Bezirksrichter Christopher Cooper, dass der Kongress das Kennedy Center als Gedenkstätte für John F. Kennedy benannt habe und nur der Kongress den Namen ändern könne. Trumps Name musste daraufhin von der Fassade entfernt werden. Im Juni wurde die Beschriftung tatsächlich beseitigt.

Doch Trumps Verbündete im Vorstand geben nicht auf. Anfang August beschlossen sie erneut, Trumps Namen auf der Fassade anzubringen. Geplant ist die Aufschrift "The John F. Kennedy Center for the Performing Arts Restored and Renovated By President Donald J. Trump". Zudem soll der Platz vor dem Gebäude künftig "President Donald J. Trump Plaza" heißen.

Ohne Trump kein Geld? Regierung warnt vor "Todesspirale"

Die Argumentation der Regierung ist drastisch: Ohne die Anerkennung von Trumps Verdiensten könnten Spender ausbleiben. Das Kennedy Center gerate dann in eine "finanzielle und strukturelle Todesspirale", heißt es in dem Schriftsatz. Eine Blockade der Renovierungspläne könne dazu führen, dass "Spender fliehen, finanzielle Zuwendungen versiegen und die bauliche Sanierung zum Erliegen kommt".

Sollte das Gebäude tatsächlich nicht saniert werden können, steht laut Regierung sogar ein Neubau im Raum. Anstelle des Kennedy Centers könnte ein "großes Freiluft-Amphitheater mit Blick auf den Potomac" entstehen. Ein solcher Neubau wäre dem Andenken an Kennedy zwar nicht ebenbürtig, aber "einfacher und wirtschaftlicher zu errichten, zu betreiben und zu unterhalten".

Demokratin wirft Trump "atemberaubenden Akt des Trotzes" vor

Joyce Beatty geht derweil weiter gegen die Pläne vor.Sie bezeichnete den Vorstandsbeschluss als "neuen und beispiellosen Akt des Trotzes" gegenüber dem Gericht.Ihr Eilantrag soll verhindern, dass Trumps Name erneut an der Fassade angebracht wird.

Die Gegenseite argumentiert dagegen, das Gericht solle "dem Vorstand und Präsident Trump erlauben, das Zentrum auf ein Niveau der Größe zurückzubringen, das weit über allem liegt, was es je zuvor hatte".

Vorerst ist der Streit vertagt: Das Kennedy Center hat zugesichert, vor dem 8. September keine neuen Schritte zur Anbringung von Trumps Namen zu unternehmen. Bis dahin muss Richter Cooper über den Eilantrag entscheiden.

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