Donald Trump: Wer regiert Amerika vor 12.30 Uhr? Trumps Arbeitsplan sorgt für Wirbel
Donald Trumps Terminkalender sorgt für Rätselraten: Kaum offizielle Termine, dafür viel "Executive Time". Nun stellt sich die brisante Frage: Wer regiert Amerika, wenn Trump nicht arbeitet?
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Donald Trumps Arbeitstag sorgt für Diskussionen
- Ein Blick in Trumps Terminkalender wirft Fragen auf
- Kommentator David Pakman kritisiert Trumps Arbeitsweise und Auftreten
Donald Trump ist US-Präsident, Oberbefehlshaber und einer der mächtigsten Männer der Welt. Doch ein Blick auf seinen offiziellen Terminkalender sorgt für Stirnrunzeln. In seiner Sendung vom Dienstag nahm der politische Kommentator David Pakman den veröffentlichten Tagesplan des Präsidenten unter die Lupe. Sein Fazit fällt laut "Raw Story" vernichtend aus: Für einen regulären Arbeitstag lassen sich darin nicht einmal fünf Stunden eindeutig als Arbeitszeit identifizieren.
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Besonders auffällig ist die große Lücke am Vormittag. Ab 8 Uhr steht im Kalender lediglich "Executive Time". Der erste größere offizielle Termin beginnt erst um 12.30 Uhr. Danach folgen mehrere Einträge – darunter Treffen hinter verschlossenen Türen, ein vorab aufgezeichnetes Interview und eine Unterzeichnungszeremonie. Pakman stellt deshalb eine provokante Frage: "Wer regiert das Land vor 12:30 Uhr?"
Nur vier Termine – und dann ist der Tag für Trump vorbei
Pakman geht Trumps Tagesplan Punkt für Punkt durch. Um 12.30 Uhr steht ein politisches Strategiegespräch an. Um 14 Uhr folgt ein vorab aufgezeichnetes Interview. Eine Stunde später ist ein weiteres politisches Treffen vorgesehen. Um 16 Uhr schließlich beginnt die sogenannte "Signing Time". Gegen 16.10 Uhr ist der offiziell erkennbare Arbeitstag damit bereits weitgehend beendet.
Was im Kalender ebenfalls auffällt: Ein öffentliches Geheimdienstbriefing, eine Pressekonferenz oder ein größerer öffentlicher Auftritt sind nicht aufgeführt.
"Heute können wir nicht einmal fünf Stunden Arbeit identifizieren – drei Veranstaltungen hinter verschlossenen Türen, ein voraufgezeichnetes Interview und Signing Time", kritisiert Pakman.
Dabei räumt selbst die Kritik an Trumps Kalender ein wichtiges Detail ein: Ein öffentlicher Präsidentenkalender bildet nicht zwangsläufig sämtliche Gespräche und Aktivitäten ab. Genau darauf verweisen auch frühere Berichte über Trumps "Executive Time".
"Executive Time": Trumps umstrittenes Zeitfenster
Der Begriff ist keineswegs neu. Bereits während Trumps erster Amtszeit sorgten geleakte interne Terminpläne für Schlagzeilen. Eine Analyse der damals veröffentlichten Unterlagen ergab, dass rund 60 Prozent der erfassten Zeit als "Executive Time" ausgewiesen waren. Häufig begann der erste offizielle Termin erst gegen 11 Uhr.
Was genau während dieser Zeit geschieht, ist allerdings nicht vollständig öffentlich dokumentiert. Frühere Berichte beschrieben darunter unter anderem Telefonate, spontane Gespräche, das Lesen von Zeitungen und das Verfolgen von Nachrichten. Trumps damalige Mitarbeiter verteidigten das Konzept und betonten, dass auch in diesen Zeitblöcken gearbeitet werde.
Pakman bewertet die Sache deutlich schärfer: "Das ist ein Euphemismus, den sie während Trumps erster Amtszeit erfunden haben. Es bedeutet im Grunde, dass Trump fernsieht, online postet und Speichellecker anruft, die bereit sind, ihm zu sagen, dass er einen großartigen Job macht."
Älter, langsamer, aber angeblich fitter als Obama
Pakman nahm sich abschließend Trumps Selbstinszenierung als unermüdlicher Macher vor. Der Präsident stelle sich gerne als Energiebündel dar, das selbst den deutlich jüngeren Barack Obama in den Schatten stelle. Der Terminkalender erzähle jedoch eine völlig andere Geschichte.
"Dieser Mann arbeitet von 12:30 bis 16:10 Uhr und will uns glauben machen, er sei energiegeladener als Barack Obama, der Ende vierzig Präsident wurde", so Pakman. "Wir glauben es nicht. Es ist offensichtlich nicht wahr. Hört einfach auf, uns anzulügen, bitte."
Trump sei mittlerweile älter, langsamer und verwirrter, konstatierte der Kommentator. Sein stark eingeschränkter öffentlicher Terminplan widerlege das sorgfältig gepflegte Image grenzenloser Vitalität auf ganzer Linie.
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