Landtagswahl: Nouripour will Wahltermine bündeln

Vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin kritisiert der Bundestagsvizepräsident, der ständige Wahlkampf führe zu Stillstand. Er hat eine Idee, wie sich das ändern ließe.

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Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). (Foto) Suche
Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour schlägt eine Zusammenlegung von Wahlterminen vor, um in der wahlkampffreien Zeit mehr Spielraum für langfristige Reformen zu gewinnen. "Beispielsweise könnte man Bundestags- und Kommunalwahlen an einem Termin machen. An einem zweiten ließen sich alle Landtagswahlen abhalten, etwa zur Mitte der Wahlperiode des Bundestages", sagte der Grünen-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". "Dafür müssten nur der Bundestag und Bremen ihre Legislaturperioden von vier auf fünf Jahre verlängern. Die anderen 15 Länder haben das längst gemacht", fügte Nouripour hinzu.

Nouripour begründete seinen Vorstoß mit den Folgen von politischem Dauerstreit: "Der ständige Wahlkampf führt zum Stillstand. Entscheidungen über langfristige Vorhaben und Reformen bleiben einfach liegen", sagte er. Kurzfristiges Denken und symbolische Politik gewännen an Gewicht. Zu oft gelte: "Alles wird dem nächsten Wahltag unterstellt."

In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt, zwei Wochen später dann auch in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.

Nouripour erwartet starken Druck auf die Demokratie, sollte die AfD in Sachsen-Anhalt die Regierung übernehmen. "Extremisten, die dann den Verfassungsschutz kontrollieren, Angriffe der Landesregierung auf die Unabhängigkeit der Justiz und der Medien, auf die Kunstfreiheit und weltweit renommierte Institutionen wie das Bauhaus-Museum in Dessau." Die richtige Antwort sei dann jedoch nicht Panik, sondern weniger Empörung und mehr Lösungen. "Sollte es so kommen, dann ist die Republik noch lange nicht am Ende."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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