Wladimir Putin: Feuer-Inferno nach Drohnenangriff – schwerer Schlag gegen Kremlchef

Eine der wichtigen Ölraffinerien im Süden Russlands ist erneut zum Ziel eines Drohnenangriffs geworden. Auf dem Gelände der Afipsky-Anlage brach ein Feuer aus, während in der Region Luftalarm herrschte. Zwei Menschen kamen durch herabfallende Drohnentrümmer ums Leben.

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Wladimir Putin kassierte erneut einen Rückschlag im Ukraine-Krieg. (Foto) Suche
Wladimir Putin kassierte erneut einen Rückschlag im Ukraine-Krieg. Bild: picture alliance/dpa/Pool AP | Alexander Zemlianichenko
  • Großbrand in Raffinerie: Nach einem nächtlichen Drohnenangriff brach auf dem Gelände der Afipsky-Anlage ein Feuer aus
  • Herabfallende Drohnentrümmer trafen laut dem Gouverneur der Region den Bahnhof Afipskaja und forderten zwei Todesopfer
  • Auch eine weitere Raffinerie in der Region Rostow soll von Luftabwehraktivitäten betroffen gewesen sein

Albtraum für Wladimir Putin: Nach einem nächtlichen Drohnenangriff im südrussischen Krasnodar brach auf dem Gelände der wichtigen Afipsky-Ölraffinerie ein Großbrand aus. Videos und Fotos, die Anwohner in sozialen Netzwerken verbreiteten, zeigen gewaltige Flammen über dem Raffineriegelände.

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Zwei Menschen kamen ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Das teilte der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, mit. Nach Angaben des Gouverneurs gingen die Todesfälle auf herabfallende Drohnentrümmer im Bereich des Bahnhofs Afipskaja zurück. Neben der Ölraffinerie wurden demnach auch ein Bahnhof und Wohngebäude beschädigt.

Rückschlag für Wladimir Putin: Bahnhof Afipskaja nach Drohnenangriff außer Betrieb

Auch die Infrastruktur rund um die Raffinerie wurde getroffen. Der Bahnhof Afipskaja an der Nordkaukasus-Eisenbahn stellte nach Angaben der südrussischen Transportstaatsanwaltschaft zunächst seinen Betrieb ein. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst nicht bekannt. Auch zur Frage, wie schwer die Raffinerie selbst beschädigt wurde und ob die Produktion beeinträchtigt wurde, lagen zunächst keine abschließenden Angaben vor. Die russischen Behörden meldeten zugleich eine groß angelegte Drohnenabwehr. Das Verteidigungsministerium erklärte, insgesamt 148 Luftziele über russischem Territorium sowie über dem Schwarzen und Asowschen Meer seien abgeschossen worden.

Afipsky-Raffinerie gehört zu den wichtigsten Anlagen im Süden Russlands

Der Angriff traf keine unbedeutende Industrieanlage. Die Afipsky-Raffinerie zählt zu den größeren Ölverarbeitungsstätten im Süden Russlands und kann nach vorliegenden Angaben rund 6,25 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr verarbeiten. Damit entspricht ihre Kapazität etwa zwei Prozent der gesamten russischen Raffineriekapazität. Produziert werden unter anderem Benzin, Dieselkraftstoff, Gaskondensat-Destillate, schwere Erdölrückstände und Schwefel. Die Anlage ist deshalb nicht nur für die regionale Treibstoffversorgung von Bedeutung. Angriffe auf russische Raffinerien sind für Kiew auch strategisch interessant, weil sie die Verarbeitung von Rohöl und damit potenziell die Versorgung mit Treibstoffen beeinträchtigen können.

Afipsky-Raffinerie bereits mehrfach Ziel von Angriffen

Für die Afipsky-Anlage ist der jüngste Angriff kein einmaliger Vorfall. Die Raffinerie wurde bereits mehrfach von Drohnen attackiert. Auch Mitte Juli 2026 war die Anlage Ziel eines ukrainischen Drohnenangriffs. Welche Waffen bei dem aktuellen Angriff eingesetzt wurden, war zunächst nicht unabhängig bestätigt. Die Ukraine setzt im Krieg gegen Russland regelmäßig weitreichende Drohnen ein, um Ziele tief im russischen Hinterland zu erreichen. Eine offizielle Stellungnahme der ukrainischen Seite zu dem jüngsten Angriff lag zunächst nicht vor. Die Angaben zum Ablauf und zu den Schäden stammen daher bislang überwiegend von russischen Behörden sowie aus sozialen Netzwerken.

Auch Raffinerie in Rostow offenbar im Fokus

Die Angriffe beschränkten sich offenbar nicht auf Krasnodar. In der Oblast Rostow wurde ebenfalls Luftabwehraktivität in der Nähe der Novoshakhtinsk-Raffinerie gemeldet. Ob die Anlage tatsächlich getroffen wurde und ob Schäden entstanden, war zunächst unklar. Belastbare Angaben über mögliche Schäden lagen zunächst nicht vor. Damit zeichnet sich erneut ein Muster ab: Ukrainische Drohnenangriffe erreichen zunehmend Industrie- und Energieanlagen weit hinter der eigentlichen Frontlinie.

Kiew nimmt Russlands Energie-Infrastruktur ins Visier

Die Attacke auf die Afipsky-Raffinerie passt in eine seit Monaten laufende ukrainische Kampagne gegen russische Energie- und Industrieanlagen. Ziel der Angriffe ist es nach ukrainischer Darstellung, die russische Kriegswirtschaft zu schwächen, Treibstoff für die Streitkräfte zu beeinträchtigen und Einnahmen Moskaus aus dem Energiesektor zu reduzieren. Zuletzt rückten dabei allerdings auch andere Wirtschaftsbereiche stärker in den Fokus. Insbesondere Logistikzentren russischer Onlinehändler wie Wildberries und Ozon wurden mehrfach angegriffen. Am 22. August wurden in der Region Samara sowohl die Nowokuibyschewsk-Raffinerie als auch ein Logistikzentrum von Ozon getroffen. Der Angriff auf Afipsky zeigt nun jedoch: Russlands Ölindustrie bleibt ein wichtiges Ziel der ukrainischen Drohnenoffensive.

Wie schwer die Raffinerie tatsächlich beschädigt wurde und welche Auswirkungen der Brand auf ihre Produktion haben wird, ist derzeit noch offen. Die vorliegenden Angaben lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen.

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