Donald Trump: "Kameras weg vom Präsidenten, sofort!" – Eklat bei Trump-Auftritt

Ein Kameramann wollte Donald Trump beim IndyCar-Rennen in Washington filmen. Doch plötzlich kam eine ungewöhnliche Ansage. "Kameras weg vom Präsidenten", hieß es. Ein Journalist sieht darin einen möglichen Verstoß gegen die Pressefreiheit.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump und Melania Trump (Foto) Suche
Donald Trump und Melania Trump Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Kameramann wurde während der Live-Berichterstattung aufgefordert, den Präsidenten nicht mehr zu filmen
  • Journalist bezeichnete die Anweisung als rechtswidrig und als möglichen Verstoß gegen die Pressefreiheit
  • Hintergründe für Filmverbot unklar

Beim IndyCar-Rennen in Washington, D.C. kam es am Sonntag zu einem bizarren Zwischenfall: Ein Kameramann der Pool-Berichterstattung wurde während der Live-Übertragung aufgefordert, seine Kamera nicht mehr auf Donald Trump zu richten. Der Vorfall ereignete sich in der Präsidentensuite der Rennveranstaltung.

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Bizarre Szene in Live-Übertragung: Kameramann soll Donald Trump nicht mehr filmen

"Kameras weg vom Präsidenten, sofort... Kameras weg vom Präsidenten, sofort!", ist ein nicht identifizierter Mann in der Aufnahme zu hören, die während der Live-Berichterstattung von Fox 5 Washington DC mitgeschnitten wurde. Der Kameramann, der selbst nicht im Bild zu sehen ist, versuchte, sich gegen die Anweisung zu wehren. Er erklärte dem Mann, dass er als Pool-Kameramann im Auftrag sämtlicher großer US-Sender arbeite – darunter Fox, CNN, CBS und ABC. Doch noch bevor er seinen Satz beenden konnte, wurde er erneut unterbrochen. "Ich verstehe das, aber wir haben Sie gebeten, die Kameras von der Präsidentensuite abzuwenden, und wir kommen gleich auf Sie zurück", entgegnete der nicht identifizierte Mann. Das Prinzip der Pool-Berichterstattung sieht vor, dass ein einzelnes Kamerateam stellvertretend für alle Medien filmt – gerade weil der Zugang begrenzt ist. Die Aufforderung zum Abschalten richtete sich damit faktisch gegen die gesamte TV-Berichterstattung über den Präsidenten bei diesem Ereignis.

"Kameras aus!" Journalist spricht von verfassungswidriger Anordnung

Der mit einem Emmy ausgezeichnete Investigativjournalist Brendan Keefe fand am Sonntagabend deutliche Worte für den Vorfall. "Ihr könnt uns sagen, wo wir stehen dürfen. Ihr könnt uns nicht vorschreiben, was wir filmen", schrieb er auf der Plattform X. Eine Anweisung wie "Kameras aus" sei eine rechtswidrige Anordnung seitens der Regierung – "besonders wenn es um die Aufnahme eines gewählten Amtsträgers geht". Keefe verwies zudem auf die eindeutige Rechtslage: Der erste Verfassungszusatz erlaube es der Presse, an jedem Ort zu filmen, an dem sie sich aufhalten dürfe. Die Verfassung beschränke die Regierung, nicht die Bürger. Eine freie Presse und eine informierte Wählerschaft seien "die Grundpfeiler einer freien demokratischen Republik", so der Journalist.

US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump verfolgen das IndyCar-Rennen "Freedom 250 Grand Prix". (Foto) Suche
US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump verfolgen das IndyCar-Rennen "Freedom 250 Grand Prix". Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

Warum der Kameramann den US-Präsidenten nicht filmen sollte, ist unklar.

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