Wladimir Putin: Kriegsfinanzierung schürt Angst - Russen räumen Konten leer

Wladimir Putin gibt laut einer Analyse des BND immer mehr Geld für den Ukraine-Krieg aus. Nicht nur beim Bundesnachrichtendienst wächst die Sorge, sondern auch in Russland. Plötzlich sind die Bankkonten leer.

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Die Angst in der Bevölkerung wächst, dass die Bankkonten der Russen zur Finanzierung des Ukraine-Kriegs geplündert werden können. (Foto) Suche
Die Angst in der Bevölkerung wächst, dass die Bankkonten der Russen zur Finanzierung des Ukraine-Kriegs geplündert werden können. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Vyacheslav Prokofyev
  • Aus Angst vor Putins Kriegsfinanzierung - Russen räumen Konten leer
  • Milliarden von Konten verschwunden
  • Kremlchef erhöht Ausgaben für Ukraine-Krieg - BND zeigt sich besorgt

In Russland mehren sich die Krisen. Aufgrund der ukrainischen Drohnenangriffe hat sich die Lage an den Tankstellen zugespitzt. Benzin ist knapp und viele Menschen sind wütend. Putin entgleitet nicht nur die Treibstoffversorgung in seinem Land. Hinzu kommt der anhaltende Ukraine-Krieg. Der löst bei einigen Russen große Ängste aus.

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Angst vor Kriegsfinanzierung - Russen räumen Bankkonten leer

Aus Furcht, der Staat könnte ihre Ersparnisse zur Finanzierung des Krieges einziehen, räumen russische Bürger in rasantem Tempo ihre Bankkonten leer, berichtet die "Washington Post". Allein in den ersten beiden Augustwochen hoben Sparer umgerechnet rund 3,4 Milliarden US-Dollar ab. In den Monaten Juni und Juli waren es bereits 11,8 Milliarden Dollar gewesen – zusammen also etwa 15,2 Milliarden Dollar in weniger als drei Monaten.

"Drohnen fliegen. Dinge brennen ab. Die Nervosität wächst. Und der gesunde Menschenverstand der Leute sagt ihnen womöglich, dass sie Bargeld unter dem Kopfkissen brauchen und nicht irgendwo bei Banken, wo es vielleicht nie zurückgegeben wird", erklärte ein ehemaliger Finanzbeamter.

Putin treibt Kosten für Finanzierung des Ukraine-Kriegs in die Höhe

Putin hält an den Angriffen fest und hat die Wirtschaft darauf eingestellt. Dafür fließen aus Moskau immer mehr Gelder. Laut dem Bundesnachrichtendienst (BND) stiegen seit Kriegsbeginn im Februar 2022 alle Ausgaben im Verteidigungshaushalt weiter an. "So zeigt eine umfangreiche BND-Analyse von Haushaltsdaten, dass der russische Wehretat in den letzten Jahren bis zu 66 Prozent größer war als dargestellt. Nicht berücksichtigte Ausgaben betreffen beispielsweise Bauvorhaben des Verteidigungsministeriums, IT-Projekte des Militärs oder Sozialleistungen für Angehörige der Streitkräfte", schreibt der BND. Die Kosten für das Militär betrugen 2025 etwa die Hälfte des gesamten Budgets und zirka zehn Prozent der russischen Wirtschaftsleistung.

BND besorgt über Aufrüstung an Nato-Ostflanke

Die Ausgaben belaufen sich nicht nur auf die Finanzierung des Ukraine-Kriegs. Sie dienen dem Ausbau von militärischen Fähigkeiten, unter anderem in der Nähe der Nato-Ostflanke. Das ist bedrohlich: "In diesen Zahlen materialisiert sich konkret die wachsende Bedrohung Europas durch Russland."

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