Donald Trump: "Unerträgliche Demütigung" für den US-Präsidenten - Experte warnt vor "verrückter Politik"

Nach Donald Trumps Ankündigung, die Militärübungen mit Südkorea künftig zu reduzieren, gibt es Spekulationen über die wahren Beweggründe des US-Präsidenten. Ein Sicherheitsexperte glaubt, dass die "anhaltende Demütigung" im Iran-Krieg eine entscheidende Rolle spielt.

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Bestraft Donald Trump Südkorea, weil er wütend wegen seiner Misserfolge im Iran ist? Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta
  • Donald Trump will gemeinsame Militärübungen mit Südkorea reduzieren
  • Laut Sicherheitsexperte Tom Nichols fühlt sich der US-Präsident durch die Niederlagen im Iran-Krieg "unerträglich" gedemütigt und will nun seine Partner bestrafen
  • Trump könnte damit ein falsches Signal an Peking, Moskau und Pjöngjang senden

Auf Truth Social hat Donald Trump angekündigt, die gemeinsamen "kostspieligen" Militärübungen mit Südkorea in Zukunft deutlich reduzieren zu wollen. Entsprechende Anweisungen habe er seinem Verteidigungsminister Pete Hegseth gegeben. Die Übungen würden auch ein "völlig unangemessenes und feindseliges Signal" an Nordkorea senden - ein Land, das sich während seiner Präsidentschaft "stets respektvoll und nicht bedrohlich" verhalten habe.Trump verbreitete darüber hinaus am Montag Falschbehauptungen über angebliche Vereinbarungen mit Südkorea während seiner ersten Amtszeit im Weißen Haus. Derweil werden die Zweifel lauter, welche Gründe wirklich ausschlaggebend für Trumps aktuelle Entscheidung sind.

"Narzisstische Wut": Donald Trump will Südkorea für Iran-Demütigung bestrafen laut Experte

In seinem Truth-Social-Beitrag beschwerte sich der 80-Jährige nämlich auch darüber, dass Seoul sich weigere, die USA in ihrem weithin unpopulären Krieg gegen den Iran zu unterstützen. Der US-Akademiker und Sicherheitsexperte Tom Nichols sieht in dieser Verknüpfung keinen Zufall, wie er in einer Analyse für "The Atlantic" darlegt. Die Welt erlebe gerade eine "öffentliche Zurschaustellung narzisstischer Wut". Trump habe den Iran-Krieg aus persönlicher Ruhmsucht begonnen und ernte stattdessen eine "anhaltende Demütigung". Das sei für den Präsidenten offenkundig "unerträglich".

Dass Trump nun ausgerechnet Verbündete wie Südkorea attackiere, hat laut Nichols einen simplen Grund: Der Präsident "fürchtet und respektiert die Autokraten, die Russland, China und Nordkorea regieren, und wagt es daher nicht, sich mit ihnen anzulegen". Stattdessen versuche er, seine psychische Verletzung zu lindern, indem er Nationen bestrafe, von denen er keine Gegenwehr befürchten müsse.

US-Präsident attackiert Partner: Warnung vor falschem Signal an Diktatoren 

Die geopolitischen Folgen dieser Strategie könnten verheerend sein, warnt Nichols. Peking, Moskau und Pjöngjang würden "die entsprechenden Lehren aus dieser verrückten Politik ziehen". Ihnen werde erneut vor Augen geführt: Wenn Trump scheitert, treffe er diejenigen, denen er ohne Bedenken Schaden zufügen könne. Sollte es zu einem Konflikt im Pazifik oder auf der koreanischen Halbinsel kommen, könnten die Diktatoren der Welt darauf setzen, dass Trump seinen Zorn nicht gegen die Feinde der freien Welt richte – sondern gegen jene Nationen, die stets Seite an Seite mit den USA gestanden hätten.

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