Donald Trump: "Jeder einzelne Teil der Geschichte war falsch" - Trumps Milliarden-Lüge aufgedeckt

Donald Trump sprach erneut über angebliche Vereinbarungen mit Südkorea während seiner ersten Amtszeit im Weißen Haus. Ein CNN-Reporter zerpflückte nun die erfundene Geschichte des US-Präsidenten: Kein Detail habe gestimmt.

Erstellt von - Uhr

Donald Trump verbreitete falsche Behauptungen über seine Vereinbarungen mit Südkorea. (Foto) Suche
Donald Trump verbreitete falsche Behauptungen über seine Vereinbarungen mit Südkorea. Bild: picture alliance/dpa/AP | Yuki Iwamura
  • CNN-Faktencheck deckt Lügen von Donald Trump auf
  • US-Präsident verbreitete erneut falsche Tatsachenbehauptungen über seine Vereinbarungen mit Südkorea
  • Dies erfolgte kurz nach der Ankündigung, gemeinsame Militärübungen mit Seoul zu reduzieren

Donald Trump nahm es in der Vergangenheit schon häufiger nicht so genau mit der Wahrheit. Nun hat der US-Präsident erneut mit falschen Tatsachenbehauptungen für Schlagzeilen gesorgt. Der CNN-Reporter Daniel Dale deckte die Lügen des 80-jährigen Republikaners zu angeblichen Vereinbarungen mit Südkorea in einem umfassenden Faktencheck auf.

Donald Trump verbreitet Lügen über Milliarden-Vereinbarung mit Südkorea

Trump hatte am Montag behauptet, Südkorea habe vor seiner ersten Amtszeit praktisch nichts für die US-Militärpräsenz zum Schutz des ostasiatischen Staates bezahlt, er habe dann drei Milliarden Dollar jährlich ausgehandelt und Joe Biden habe diese Vereinbarung auf Drängen Seouls wieder kassiert.

"Ohne Übertreibung war jeder einzelne Teil der Geschichte des Präsidenten falsch", stellte Dale auch in der Sendung "The Lead" bei Moderator Jake Tapper fest.Gestützt auf offizielle Dokumente und Kongressunterlagen identifizierte er in seinem CNN-Faktencheck unter anderem folgende Lügen:

  • 1. Eine Zahlungsvereinbarung zwischen Washington und Seoul existiert bereits seit 1991. Unter der Obama-Regierung überwies Südkorea jährlich mehr als 800 Millionen Dollar – weit entfernt von "im Grunde nichts".
  • 2. Was Trump tatsächlich während seiner ersten Amtszeit aushandelte, war eine Erhöhung um 8,2 Prozent der Ausgaben Südkoreas im Jahr 2019. Der Gesamtbetrag blieb damit jedoch unter einer Milliarde Dollar. Auch angebliche Folgeerhöhungen in den beiden darauffolgenden Jahren gab es nicht - die Verhandlungen scheiterten an Trumps überzogenen Forderungen.
  • 3. Bidens Regierung hob keine Trump-Vereinbarung auf, weil schlicht keine mehr galt. Stattdessen schloss sie 2021 und 2024 zwei neue Kostenteilungsabkommen, die Steigerungen der südkoreanischen Ausgaben um 13,9 Prozent beziehungsweise 8,3 Prozent vorsahen.

Faktencheck entlarvt falsche Tatsachenbehauptungen des US-Präsidenten

Trump verbreitete fiktive Darstellungen über seine Vereinbarungen mit Südkorea laut CNN nicht zum ersten Mal. Die jüngste Wiederholung der Südkorea-Geschichte fiel auf einen bemerkenswerten Zeitpunkt: Einen Tag zuvor hatte Trump angekündigt, die Militärübungen mit Südkorea zu reduzieren – unter Verweis auf seine "sehr gute Beziehung" zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Als weiteren Grund nannte er Seouls Weigerung, sich am US-Krieg gegen den Iran zu beteiligen. Laut "The Daily Beast" hat das Weiße Haus bislang nicht auf eine Bitte um Stellungnahme reagiert.

Auch diese News zu US-Präsident Donald Trump könnten Sie interessieren:

/ife/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.