Donald Trump: Trump blamiert sich mit peinlicher Melania-Prahlerei

Donald Trump feiert den Film seiner Frau Melania als Mega-Erfolg – doch die Realität sieht offenbar ganz anders aus. Statt Rekorden gibt es schlechte Kritiken, schwache Zahlen und jede Menge Spott im Netz.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump macht Melanias Film zum Mega-Hit – doch die Realität sieht anders aus. (Foto) Suche
Donald Trump macht Melanias Film zum Mega-Hit – doch die Realität sieht anders aus. Bild: picture alliance/dpa/AP | Andrew Harnik
  • Trump bezeichnet Melanias Dokumentarfilm als "Nummer-eins-Film des Jahres"
  • Die Kinozahlen und Kritiken zeichnen ein deutlich anderes Bild.
  • Im Netz wird der US-Präsident für seine Melania-Aussage heftig verspottet

Bei einer Rede vor Anhängern in Las Vegas am Mittwoch prahlte US-Präsident Donald Trump mit dem Dokumentarfilm seiner Frau – und nahm es dabei mit den Fakten nicht sonderlich genau. Nach einem ausschweifenden Monolog über "dreckige" demokratisch regierte Städte schwenkte er unvermittelt auf Melania Trump um: "Sie ist sehr elegant. Wisst ihr, Melania grüßt alle. Sie ist sehr, sehr elegant, sie hat einen Film gemacht, ich glaube, es ist der Nummer-eins-Film des Jahres."

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Donald Trump blamiert sich mit Melania-Aussagen

Der bekannte X-Account Acyn griff die Aussage umgehend auf und stellte trocken fest, Trump bezeichne Melania als sehr elegant und behaupte fälschlicherweise, ihr Film sei der erfolgreichste des Jahres. Der Post löste eine Welle des Spotts aus – denn die tatsächlichen Zahlen erzählen eine völlig andere Geschichte.

Melania-Doku wird zum finanziellen Desaster

Die Realität sieht für "Melania: Twenty Days to History" alles andere als rosig aus. Am Startwochenende landete der Dokumentarfilm lediglich auf dem dritten Rang der Kinocharts – hinter "Send Help" und "The Iron Lung". Nicht einmal an einem einzigen Tag stand der Film auf Platz eins.

Wie unter anderem das Nachrichtenportal "yahoo.com" berichtet,entwickelte sich das Projekt zu einem veritablen Desaster: Gerade einmal 7 Millionen Dollar spielte der Film zum Auftakt ein, während Amazon MGM Studios satte 75 Millionen Dollar in die Produktion gesteckt hatten. Wie "Mediaite" berichtet, stehen zudem Vorwürfe im Raum, dass republikanische Parteifunktionäre und Kandidaten komplette Kinosäle aufgekauft hätten, um die Einnahmen künstlich in die Höhe zu treiben.

Kritiker zerreißen Melanias Dokumentarfilm

Auch bei den Filmkritikern fiel "Melania: Twenty Days to History" gnadenlos durch. Auf Metacritic erreichte der Dokumentarfilm einen kollektiven Score von gerade einmal 6 aus 100 möglichen Punkten – ein Wert, der laut der Plattform "überwältigende Ablehnung" signalisiert. Kaum besser das Bild auf Rotten Tomatoes: Dort vergaben 94 Prozent der Rezensenten negative Bewertungen, was in einem Tomatometer-Wert von mageren 6 Prozent resultierte.

Selbst die preisgekrönte Journalistin Katherine Couric konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen. Eine Szene, in der Melania Trump auf der Rückbank eines Autos zaghaft Karaoke zum Besten gibt, kommentierte sie laut "AlterNet"mit einem betont sarkastischen "fesselnd". Kurzum: Weder Publikum noch Kritiker teilten Trumps enthusiastische Einschätzung.

"Nennen wir es beim Namen – eine Lüge" - Trump erntet Spottfestival auf X

Auch in den sozialen Medien ließen die Reaktionen auf Trumps Behauptung ließen nicht lange auf sich warten. Autor Hemant Mehta stellte auf X klar: "Er war nicht einmal einen einzigen Tag, an dem er im Kino lief, auf Platz eins." Ein anderer Nutzer forderte Klartext: "Nennen wir es beim Namen: eine Lüge."

Auch an humorvollen Spitzen mangelte es nicht. Mit Verweis auf den neuesten Marvel-Blockbuster "Spider-Man: Brand New Day" merkte ein Kommentator an, Tom Holland hätte da wohl "ein Wörtchen mitzureden". 

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