Donald Trump: "Das ist eine Schande für unsere Geschichte" - US-Präsident entsetzt mit KI-Bildern

Donald Trump hat es wieder getan. Der US-Präsident flutete Truth Social mit KI-Bildern. Von sich selbst im glitzernden Elvis-Jumpsuit bis hin zu einem Foto von sich als Kriegsheld, reicht die Auswahl, die im Netz auf wenig Anklang stieß.

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Donald Trump flutete Truth Social mit KI-Bildern. (Foto) Suche
Donald Trump flutete Truth Social mit KI-Bildern. Bild: picture alliance/dpa/AP Pool | Alex Brandon
  • Von Elvis bis Kriegsheld: Donald Trump überschwemmt Truth Social mit KI-Fotos
  • US-Präsident wütet gegen Kritiker
  • Trump sorgt mit Bildern für Unmut im Netz

Selbstdarstellung wird bei Donald Trump großgeschrieben. Dank künstlicher Intelligenz inszenierte sich der US-Präsident bereits als Retter und ging soweit, sogar ein Video von Dr. Trump zu teilen. Am 1. August hat er erneut bewiesen, dass Truth Social dafür sein liebstes Ventil bleibt. Insgesamt 43 Beiträge setzte der 80-Jährige zwischen Vormittag und Nachmittag ab – eine Mischung aus weitergeleiteten Inhalten und seinem mittlerweile berüchtigten KI-generierten Bildmaterial, wie "The Daily Beast" berichtete.

Elvis-Jumpsuit, Kriegsheld und ewige Jugend - Trumps KI-Flut auf Truth Social

Das wohl auffälligste Bild des Tages zeigte Trump in einem mit Strasssteinen besetzten Elvis-Presley-Jumpsuit, inklusive glitzerndem Adler auf der freigelegten Brust. Einen begleitenden Text oder irgendeine Erklärung lieferte der Präsident dazu nicht.

Mehrere Beiträge widmeten sich offenkundig dem Thema Alter. Unter einem KI-Bild stand: "Präsident Trump altert rückwärts!" Eine weitere Montage stellte den heutigen Trump neben eine Aufnahme aus jüngeren Jahren, versehen mit dem Kommentar: "Derselbe Typ. Jetzt sogar noch mehr Energie!"

Ein anderes künstlich erzeugtes Motiv verwandelte den Präsidenten in einen General des Unabhängigkeitskrieges, der Soldaten unter einer zerschlissenen US-Flagge in die Schlacht führt. Daneben teilte Trump ein geteiltes Gesicht, bestehend aus sich selbst und George Washington, mit den Worten "Wir vertrauen auf Gott" und der Zahl 250 (Hinweis auf den Geburtstag der USA, Anm. d. Red.). Es folgten ein KI-Bild, auf dem er einen goldenen Jesus am Kreuz küsst, sowie zwei Beiträge über Abraham Lincoln.

Riesenhafter Trump über Grönland

Auch seine geopolitischen Ambitionen verpackte der Präsident in KI-generierte Bilder. Venezuela wurde kurzerhand mit der US-Flagge überzogen und als "51. Staat" betitelt – ein Anspruch, der international bereits heftige Gegenreaktionen ausgelöst hat.

Noch surrealer fiel die Grönland-Inszenierung aus: Ein überdimensionaler Trump lugt darin über die Bergketten der arktischen Insel, unterschrieben mit den Worten: "Hallo, Grönland!" Die Botschaft war unmissverständlich – trotz massiven Widerstands aus der internationalen Gemeinschaft hält der 80-Jährige an seinen territorialen Fantasien fest.

Beide Beiträge reihen sich in Trumps seit Monaten wiederholte Forderungen ein, sowohl das südamerikanische Land als auch die zu Dänemark gehörende Insel unter US-Kontrolle zu bringen. Dass diese Ideen weltweit als absurd zurückgewiesen werden, scheint den Präsidenten nicht vom Posten abgehalten zu haben.

US-Präsident wütet gegen Staatsanwältin

Zwischen all den KI-Fantasien fand Trump auch Zeit für einen handfesten Konflikt mit seiner eigenen Personalentscheidung. Jeanine Pirro, die er selbst als US-Staatsanwältin für den District of Columbia eingesetzt hatte, geriet ins Kreuzfeuer des Präsidenten. Der Grund: Pirro hatte eine Anklage wegen schwerer Sachbeschädigung am Reflecting Pool des Lincoln Memorial fallen lassen, nachdem Ermittler den Schaden nicht Vandalen, sondern mangelhafter Arbeit eines Auftragnehmers zuschrieben.

Trump widersprach dieser Einschätzung vehement. "Ich bin zu 100 Prozent anderer Meinung als Jeanine Pirro, die US-Staatsanwältin für den District of Columbia, was den Reflecting Pool betrifft. Ich weiß nicht, was sie sich dabei gedacht hat", schrieb er auf Truth Social. "Es mag Schwierigkeiten mit dem Auftragnehmer gegeben haben, aber der größte Schaden wurde von VANDALEN verursacht!"

Der Posting-Marathon des US-Präsidenten

Derartige Veröffentlichungsschübe auf Truth Social sind für den alternden Präsidenten längst keine Ausnahme mehr, sondern gehören zum festen Repertoire. Trump scheint sichtlich Freude daran zu haben, die oft zusammenhanglosen KI-Kreationen mit seinem Publikum zu teilen.

Neben der Selbstverherrlichung nutzte er die Samstags-Flut auch für gezielte Sticheleien gegen politische Widersacher. Sowohl Rocklegende Bruce Springsteen als auch der aufstrebende demokratische Politiker James Talarico wurden wegen ihres Aussehens verspottet. In einem weiteren Beitrag bezog sich der Präsident in der dritten Person auf sich selbst: "Präsident Trump repariert unser wundervolles Weißes Haus, genau wie er unser Land repariert!"

Abgerundet wurde die Posting-Serie durch ein Trump-2028-Wahlplakat, ein Foto aus der Zeit seines Schweigegeld-Prozesses in Manhattan sowie ein bereits im Mai erstmals geteiltes KI-Bild, das ihn neben einem gefesselten Außerirdischen zeigt.

Trump entsetzt mit KI-Montage von George Washington

Außerhalb von Truth Social bot die KI-Flut Gesprächsbedarf, allen voran das Foto mit dem geteilten Gesicht von George Washington. Die Reaktionen fielen auf dem X-Account des Weißen Hauses "Rapid Response" aber kaum positiv aus, wie einige Kommentare aufzeigen:

  • "Das ist eine wahnhafte, pathologische Verirrung, die von einem Gottkomplex geprägt ist."
  • "George Washington würde eine Revolution gegen Trump und seinesgleichen anführen."
  • "Das ist eine Schande für unsere Geschichte. Die ganze Welt lacht über ihn."
  • "Die Entweihung unseres hochgeschätzten ersten Präsidenten durch dein lügnerisches Gesicht ist widerlich."

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