Ungewöhnlicher Auftritt bei WorldPride: Trump und Putin "knutschen" auf der Grachten-Parade
Diese Szene dürfte weltweit für Gesprächsstoff sorgen: Trump und Putin als Liebespaar auf einer Pride-Parade in Amsterdam. Die XXL-Figuren mit Kleid, Overall und Tulpen in der Hand wurden zum Hingucker der Grachten-Show.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Ein spektakulärer Pride-Festwagen zeigte Donald Trump und Wladimir Putin als küssendes Paar im Delfter-Blau-Stil
- Die WorldPride-Parade in Amsterdam fand unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen nach dem tödlichen Anschlag auf den Berliner Pride statt
- Die Organisatoren setzten mit dem Motto "UNITY" ein Zeichen gegen Angst und für Sichtbarkeit der LGBTQ+-Community
Bei der WorldPride-Kanalparade in Amsterdam sorgte ein spektakulärer Festwagen am Samstag (01.08.2026) für Aufsehen: Überlebensgroße Figuren von Donald Trump und Wladimir Putin waren darauf als küssendes Paar im traditionellen Delfter-Blau-Stil zu sehen. Hunderttausende säumten die Grachten der niederländischen Hauptstadt, während Dutzende mit Regenbogenflaggen und Luftballons geschmückte Boote durch die Kanäle zogen. Die Feierlichkeiten standen dabei im Schatten des tödlichen Anschlags auf den Berliner Pride nur eine Woche zuvor, bei dem ein Mensch getötet und über 30 verletzt worden waren.
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Trump im Kleid, Putin im Overall bei WorldPride-Kanalparade in Amsterdam
Die beiden Staatsoberhäupter wurden als übergroße Figuren dargestellt, die sich mit Tulpen hinter dem Rücken zum Kuss zuneigen – ganz im Stil der typischen Keramikfigürchen aus niederländischen Souvenirläden. Trump trug dabei ein Kleid, Putin einen Overall, beide in den charakteristischen blau-weißen Farben der Delfter Keramik. Die Gruppe hinter dem Festwagen erklärte auf ihrer Webseite, sie hätten das Symbol von Liebe und Einheit neu interpretiert – "nicht um zu provozieren, sondern um die Macht einen Moment lang anzuhalten und etwas Menschliches hervorzuheben".
Trump and Putin appear as the "Kissing Couple" at Amsterdam's 2026 Canal Parade. pic.twitter.com/ManhKovjUR
— Clash Report (@clashreport) August 1, 2026
Verschärfte Sicherheit nach tödlichem Berliner Anschlag
Die ausgelassene Stimmung wurde von strengen Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Amsterdams Bürgermeisterin Femke Halsema hatte nach dem Anschlag in Berlin zusätzliche Maßnahmen angekündigt, ohne Details zu nennen. Bei der Attacke war ein Lieferwagen in die Menge des Berliner Pride gesteuert worden – der Fahrer wurde anschließend von der Polizei erschossen. Die niederländische Polizei setzte nach eigenen Angaben sowohl sichtbare als auch verdeckte Sicherheitsmaßnahmen ein. Am Grundcharakter der Veranstaltung sollte sich dadurch jedoch nichts ändern, betonten die Organisatoren.
Sichtbarkeit als Antwort auf Terror
Unter dem Motto "UNITY" hatten Pride-Organisationen weltweit Amsterdam als diesjährigen Austragungsort der WorldPride gewählt. Sprecher Martijn Albers stellte klar: "Das Ziel von Terrorismus ist es, Angst zu verbreiten, und dem dürfen wir nicht nachgeben." Mick Groeneveld vom Queer Museum verwies auf die Verletzlichkeit der Community, fügte jedoch hinzu: "Uns unsichtbar zu machen ist nicht die Antwort." Die zweiwöchigen Veranstaltungen in den gesamten Niederlanden setzten damit ein bewusstes Zeichen für Inklusion und Zusammenhalt.
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bua/news.de
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