Donald Trump: Erneuter Rückzieher – Trump bläst Militärschlag überraschend ab

Donald Trump hat nach eigenen Angaben einen Großangriff auf den Iran in letzter Minute gestoppt. Als Grund nennt der US-Präsident neue diplomatische Fortschritte. Ob es diese tatsächlich gibt, ist bislang allerdings völlig offen.

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Donald Trump hat erneut einen Militärschlag gegen den Iran abgesagt. (Foto) Suche
Donald Trump hat erneut einen Militärschlag gegen den Iran abgesagt. Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa/dpa
  • Donald Trump stoppt nach eigenen Angaben einen unmittelbar bevorstehenden Militärschlag gegen den Iran
  • Der US-Präsident spricht von einer möglichen Einigung – eine Bestätigung aus Teheran gibt es bislang nicht
  • Experten und Beobachter reagieren zurückhaltend, nachdem frühere Friedensankündigungen scheiterten

Nur wenige Stunden, nachdem Donald Trump einen harten Militärschlag gegen den Iran angekündigt hatte, folgte die überraschende Kehrtwende. Der US-Präsident erklärte in der Nacht zum Sonntag, die USA hätten einen bereits vorbereiteten Großangriff gestoppt. Stattdessen zeichne sich nach seinen Worten eine diplomatische Lösung ab. Belege dafür gibt es nicht.

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Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, die amerikanischen Streitkräfte seien vollständig einsatzbereit gewesen. Die militärische Schlagkraft der USA sei "wie es sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben hat", schrieb der US-Präsident. Der eigentliche Angriff wurde jedoch gestoppt. Stattdessen hätten der Iran und weitere Staaten der Region Washington gebeten, von der Offensive abzusehen, weil sich bereits die "Umrisse einer Einigung" abzeichneten.

Straße von Hormus und Atomprogramm im Mittelpunkt eines Iran-Deals

Als wichtigste Bestandteile der angeblichen Einigung nannte Trump zwei Forderungen der USA: die "sofortige, vollständige und totale Öffnung der Straße von Hormus" sowie "ein Ende der vom Iran ausgehenden atomaren Bedrohung". Nach Angaben des US-Präsidenten unterstütze auch Israel den vorläufigen Verzicht auf weitere Angriffe. An mögliche Vermittler appellierte Trump: "Macht Euch alle an die Arbeit und ERLEDIGT das." Konkrete Informationen über den angeblichen Verhandlungsfortschritt nannte der US-Präsident allerdings nicht.

Bislang bestätigten weder der Iran noch andere beteiligte Staaten die von Trump verkündete Entwicklung. Zudem gab es in den vergangenen Monaten bereits mehrere Ankündigungen diplomatischer Durchbrüche, die sich später als nicht tragfähig erwiesen. Erst im Juni war ein Rahmenabkommen präsentiert worden, das unter anderem die Wiederöffnung der Straße von Hormus ermöglichen sollte. Tatsächlich kam es jedoch wenig später erneut zu Angriffen auf Schiffe in der strategisch wichtigen Meerenge. Noch am Samstag meldete die britische Schifffahrtssicherheitsbehörde UKMTO einen Angriff auf einen Tanker vor der Küste Omans. Dabei wurde der Maschinenraum des Schiffes beschädigt.

Iran-Krieg dauert deutlich länger als angekündigt

Als Trump Ende Februar gemeinsam mit Israel die Angriffe auf den Iran begann, stellte er einen kurzen Militäreinsatz von wenigen Wochen in Aussicht. Inzwischen dauert der Konflikt bereits den sechsten Monat an. Eine dauerhafte Lösung im Streit um das iranische Atomprogramm gilt unter Fachleuten weiterhin als äußerst schwierig. Während Israel und die USA Teheran den Bau von Atomwaffen vorwerfen, weist der Iran dies zurück und beruft sich auf sein Recht zur friedlichen Nutzung der Kernenergie.

Eine wichtige Rolle bei Trumps Kehrtwende könnte Saudi-Arabien gespielt haben. Nach Informationen von "Axios" telefonierte Kronprinz Mohammed bin Salman am Samstag mit dem US-Präsidenten und drängte auf Zurückhaltung. Riad befürchtet offenbar, dass eine weitere Eskalation den gesamten Nahen Osten destabilisieren könnte. Der Iran hatte zuvor erneut mit Vergeltungsschlägen gedroht. Außenminister Abbas Araghtschi kündigte an, jede neue Aggression entschlossen beantworten zu wollen.

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/news.de/dpa/stg

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