Donald Trump und der Iran-Krieg: Tobender US-Präsident kündigt brutale Vergeltung an

Im Nahost-Konflikt läuft längst nicht alles nach Donald Trumps Plan - nun ergeht sich der US-Präsident erneut in unflätigen Drohungen gegen den Iran, nachdem eine US-Militärbasis in Jordanien mit Raketen attackiert wurde.

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Unflätige Drohungen gehören zum Standardrepertoire von Donald Trump - nun polterte der US-Präsident nach einem Raketenangriff gegen eine US-Militärbasis in Jordanien abermals drauflos. (Foto) Suche
Unflätige Drohungen gehören zum Standardrepertoire von Donald Trump - nun polterte der US-Präsident nach einem Raketenangriff gegen eine US-Militärbasis in Jordanien abermals drauflos. Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa/dpa
  • Donald Trump poltert mit unflätiger Drohung drauflos
  • US-Militärbasis in Jordanien mit Raketen attackiert - Trump kündigt Vergeltung an
  • "Sie werden ordentlich Prügel kriegen!" Donald Trump vergisst sich in TV-Interview

Seitdem die USA Ende Februar 2026 aktiv in den Nahost-Konflikt eingriffen und sich an israelischen Luftangriffen gegen den Iran beteiligten, ist Donald Trumps Iran-Krieg in vollem Gange. Immer wieder platzt dem US-Präsidenten in diesem Zusammenhang der Kragen, sobald es im Kriegsgebiet nicht so läuft, wie sich der Republikaner das ausgemalt hat - so auch am 28. Juli, als amerikanische Streitkräfte erneut zur Zielscheibe iranischer Angriffe wurden.

Donald Trump tobt vor Wut nach iranischen Angriffen auf US-Streitkräfte

Berichten zufolge hat der Iran nach einer Phase der Waffenruhe erneut ballistische Raketen auf US-amerikanische Streitkräfte im Nahen Osten abgefeuert. Sämtliche Geschosse konnten laut dem US-Regionalkommando Centcom abgefangen werden. Es war der erste iranische Angriff seit dem vorübergehenden Stopp der US-Militärschläge gegen Ziele in der Islamischen Republik.

Donald Trump droht Iran mit Vergeltung: "Sie werden ordentlich Prügel kriegen"

US-Präsident Donald Trump reagierte mit scharfen Drohungen. "Wir werden sie hart treffen. Sie werden ordentlich Prügel kriegen", sagte er laut dem Sender "Fox News". Den amerikanischen Soldaten seien lediglich wenige Minuten geblieben, um auf den überraschenden Beschuss zu reagieren, so Trump weiter.

Im seit Monaten andauernden Konflikt zwischen Washington und Teheran markiert die Attacke eine erneute Eskalation. Allerdings folgten auf Trumps teils aggressive Ankündigungen in der Vergangenheit nicht immer konkrete militärische Schritte.

Ziel iranischer Angriffe war offenbar US-Stützpunkt in Jordanien

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten über den staatlichen Rundfunk, dass sich der Raketenbeschuss gegen eine amerikanische Militärbasis in Jordanien gerichtet habe. Die jordanische Armee bestätigte am Mittwochmorgen, dass insgesamt fünf aus dem Iran abgefeuerte Raketen abgefangen worden seien. Das US-Militär hatte den Angriff am Abend des 28. Juli nach US-Ostküstenzeit gemeldet, dabei jedoch keine konkreten Angaben zu den angegriffenen Zielen gemacht. Centcom sprach auf der Plattform X lediglich von einem Beschuss mit mehreren ballistischen Raketen auf amerikanische Truppen in der Region.

Laut US-Präsident Trump blieb den Streitkräften vor Ort nur ein extrem kurzes Zeitfenster, um auf den unangekündigten Beschuss zu reagieren. Dass sämtliche Geschosse abgewehrt werden konnten, wertete Washington als Erfolg der eigenen Raketenabwehr.

USA und Saudi-Arabien greifen gemeinsam Milizen im Irak an

Parallel zum iranischen Raketenbeschuss weitete sich der Konflikt auf ein weiteres Schlachtfeld aus. Amerikanische und saudische Kampfjets bombardierten in der Nacht mehrere Waffen- und Logistikdepots einer pro-iranischen Gruppierung im Osten des Iraks. Centcom bezeichnete die Angegriffenen als irannahe "Terroristen", nannte jedoch keinen konkreten Milizennamen.

Die gemeinsame Offensive wurde als Antwort auf mehr als 30 Drohnenangriffe innerhalb von nur 72 Stunden begründet, die nach US-Angaben von den iranischen Revolutionsgarden gesteuert worden seien. Das saudische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, die Luftschläge hätten Stellungen getroffen, von denen aus zuvor Attacken auf saudische Ölanlagen verübt worden seien. Damit kämpften Washington und Riad erstmals Seite an Seite gegen pro-iranische Kräfte im Irak.

Donald Trump wird vulgär und nennt Milizen ein "Krebsgeschwür"

Der US-Präsident wählte drastische Worte für die pro-iranischen Kämpfer im Irak. Er bezeichnete sie gegenüber "Fox News" als "Krebsgeschwür". Zugleich betonte Trump, dass die Luftangriffe im Osten des Iraks mit der Regierung in Bagdad abgesprochen gewesen seien.

Ob den markigen Worten des Präsidenten diesmal auch entsprechende Taten folgen, bleibt abzuwarten. Im Verlauf des monatelangen Konflikts mit Teheran hat Trump wiederholt mit massiven Militärschlägen gedroht, ohne diese stets umzusetzen. Die Kluft zwischen seiner aggressiven Rhetorik und dem tatsächlichen militärischen Vorgehen der USA zeigte sich bereits mehrfach im bisherigen Kriegsverlauf.

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/news.de/dpa/stg

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