Donald Trump bald tot?: "The Don" grübelt über eigenen Tod - und "hört die Schritte des Sensenmanns"
Ein einschneidendes Ereignis hat Donald Trump nachdenklich gemacht: Angeblich beschäftigt sich der 80-jährige US-Präsident nahezu besessen mit seiner eigenen Sterblichkeit. Kritiker sind überzeugt. Trump hört bereits "die Schritte des Sensenmanns".
Von news.de-Redakteurin Claudia Löwe - Uhr
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- Donald Trump denkt pausenlos an seinen Tod nach Ableben von Senator Lindsey Graham
- US-Präsident (80) grüblerisch und besessen von eigener Sterblichkeit
- "The Don" prahlt immer wieder mit exzellenter Gesundheit - doch der Sensenmann wartet schon
Den Rekord, als ältester Mann aller Zeiten als US-Präsident vereidigt zu werden, hat Donald Trump bereits geknackt - doch auch wenn der 80-Jährige in der Öffentlichkeit immer wieder damit prahlt, von seinen Ärzten einen exzellenten Gesundheitszustand bescheinigt bekommen zu haben, soll "The Don" seit einem einschneidenden Erlebnis immer intensiver über seinen eigene Tod nachgrübeln.
Donald Trump denkt über seine eigene Sterblichkeit nach - dieses Ereignis änderte alles
Am 28. Juli hält der US-Präsident die Trauerrede für einen Mann, dessen plötzliches Ableben "The Don" offenbar zutiefst erschüttert hat. Der republikanische Senator Lindsey Graham aus South Carolina verstarb am 11. Juli im Alter von 71 Jahren – fast ein Jahrzehnt jünger als der amtierende Präsident. Todesursache war eine Aortendissektion, ein Riss in der Hauptschlagader.
Wie "The Daily Beast" unter Berufung auf die "Washington Post" berichtet, hat der Tod seines engen Verbündeten den 80-jährigen Trump dazu gebracht, intensiv über die eigene Vergänglichkeit nachzudenken. Graham hatte kurz vor seinem Tod noch die ukrainische Hauptstadt Kiew besucht und keinerlei erkennbare gesundheitliche Probleme gezeigt. Für Trump scheint der Verlust weit mehr als nur politisch zu wiegen.
Donald Trump nachdenklich wie nie: Tod von US-Senator erschütterte "The Don" bis ins Mark
Im engsten Kreis seiner Vertrauten zeigte sich Trump auffallend still und grüblerisch. Er wollte wissen, ob Grahams intensives Reiseprogramm – der Senator war kurz zuvor noch nach Kiew geflogen – dessen Gesundheit geschadet haben könnte. Darüber hinaus erkundigte sich der Präsident nach der Familiengeschichte seines verstorbenen Weggefährten, um mögliche genetische Ursachen für den plötzlichen Tod des augenscheinlich fitten 71-Jährigen zu finden.
Auch öffentlich machte Trump keinen Hehl aus seiner Erschütterung. Bereits einen Tag nach Grahams Tod sagte er bei NBC's "Meet the Press": "Er ist schwer zu verlieren. Er war großartig, er war in jeder Hinsicht einzigartig... Ich kann es einfach nicht glauben." Graham sei für ihn "wie ein Familienmitglied" gewesen. "Es ist wirklich hart, ehrlich gesagt." Auch im Gespräch mit Fox News gestand Trump, sich wegen Grahams Tod nicht gut zu fühlen. Die emotionale Offenheit gilt als ungewöhnlich für einen Präsidenten, der Verletzlichkeit sonst konsequent vermeidet.
Donald Trump verfällt vor aller Augen - gesundheitliche Beschwerden nicht zu übersehen
Donald Trumps Sorge um die eigene Gesundheit kommt nicht von ungefähr. Seine zweite Amtszeit wird von einer ganzen Reihe körperlicher Probleme begleitet. Immer wieder fallen unerklärliche dunkle Blutergüsse an seinen Händen auf, seine Knöchel sind aufgrund einer diagnostizierten chronischen Venenschwäche stark geschwollen, und bei öffentlichen Terminen schläft er wiederholt ein. Hinzu kommt, dass Trump regelmäßig damit prahlt, gleich drei kognitive Tests "mit Bravour bestanden" zu haben – wobei weder er noch das Weiße Haus je erläutert haben, warum so viele dieser Demenz-Screenings überhaupt nötig waren.
Besonders aufschlussreich sind seine öffentlichen Überlegungen zum Jenseits. Bei einem Auftritt in Georgia im Februar erklärte er dem Publikum: "Ich hoffe, es zu schaffen. Aber ich bezweifle es, um ehrlich zu sein. Viele von euch werden es schaffen. Bei mir bin ich mir nicht so sicher."
"Er hört die Schritte des Sensenmanns": Donald Trump von existenzieller Angst geplagt
Für den politischen Kommentator David Rothkopf ist Trumps Verhalten ein deutliches Zeichen existenzieller Angst. Im "The Daily Beast Podcast" analysierte er die hektischen Versuche des Präsidenten, seinen Namen an möglichst vielen Bauwerken zu verewigen: "Er hört die Schritte des Sensenmanns im Hintergrund. Und er will sich überall verewigen, wo er hinschaut."
Donald Trump will sein Vermächtnis noch zu Lebzeiten zementieren
Die Liste der Vermächtnisprojekte ist beachtlich: Trump versucht, seinen Namen am Kennedy Center anzubringen, strebt eine Umbenennung der New Yorker Penn Station an und treibt den Bau eines 400-Millionen-Dollar-Ballsaals sowie eines 100-Millionen-Dollar-Triumphbogens voran. Klassische Regierungsarbeit und die Stärkung der Republikaner vor den Zwischenwahlen treten dabei in den Hintergrund. "Die Zwischenwahlen sind mir egal", verkündete Trump bereits im Mai. Rothkopf sieht hinter dem Größenwahn zudem ein tiefes Unsicherheitsgefühl: Trump leide vermutlich unter "dem schlimmsten Hochstapler-Syndrom der Geschichte".
Weißes Haus attackiert Trump-Kritiker Rothkopf
Pressesprecherin Karoline Leavitt bezeichnete Graham gegenüber der "Washington Post" als "engen Freund des Präsidenten" und erklärte, Trump freue sich darauf, bei der Trauerfeier am 28. Juli eine "herzliche Grabrede" zu halten. Deutlich weniger herzlich fiel die Reaktion auf Rothkopfs Analyse aus. Sprecher Davis Ingle konterte mit einer offenbar bereits vorgefertigten Stellungnahme: Rothkopf sei "ein linksextremer Verlierer", der an einer "schweren und lähmenden Krankheit namens Trump-Derangement-Syndrom" leide, die "sein erbsengroßes Gehirn vollständig zerfressen" habe.
Trump selbst hatte den Ton bereits am Tag nach Grahams Tod gesetzt – mit ungewohnt persönlichen Worten über einen Mann, den er als Teil seiner Familie betrachtete. Ob die heutige Trauerrede ähnlich verletzlich ausfällt, dürfte auch davon abhängen, wie nah der Präsident den Sensenmann an diesem Dienstag an sich heranlässt.
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loc/news.de/stg
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