Donald Trump tobt: US-Präsident verliert vor laufender Kamera die Nerven - das war der Grund
Presserunden sind bei Donald Trump an der Tagesordnung, doch immer häufiger gehen dem US-Präsidenten dabei die Nerven durch. Nun zog eine Journalistin mit einer Frage zum SAVE America Act Trumps Groll auf sich und wurde wüst beschimpft.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- "The Don" verliert die Nerven: Diese Frage ließ ihn explodieren
Im Leben von Donald Trump vergeht praktisch kein Tag, an dem sich der US-Präsident nicht mit handverlesenen Medienvertretern umgibt und Fragen beantwortet - vorausgesetzt, diese passen "The Don" in den Kram. Wer es wagt, auch nur einen Hauch von Kritik an der Arbeit der Trump-Regierung zu äußern, kann in Echtzeit zusehen, wie Donald Trump die Hutschnur platzt - so geschehen bei seiner jüngsten Presse-Runde die Donald Trump vor dem Flug mit seiner "Air Force One" abhielt. Der 80-Jährigewar auf dem Weg nach Michigan, als sich der Zwischenfall während eines informellen Pressegesprächs ereignete.
Donald Trump platzt der Kragen: Nach dieser Frage kannte "The Don" kein Halten mehr
An Bord der Präsidentenmaschine kam es am 27. Juli zu einem hitzigen Wortwechsel zwischen Präsident Donald Trump und einer Journalistin. CBS-Reporterin Jennifer Jacobs – so identifizierte sie "The Daily Beast" – wollte vom Präsidenten wissen, warum der Senat seine Augustpause opfern solle, statt im Land Wahlkampf zu machen.
"Was für eine dumme Frage!" Donald Trump verliert vor laufender Kamera die Nerven
Trumps Reaktion fiel wenig diplomatisch aus: "Was für eine dumme Frage!", blaffte er die Journalistin an. Als Jacobs nachhakte, ob die Senatoren nicht besser draußen im Land Wahlkampf führen sollten, wiederholte Trump seine Einschätzung und schob dann ein bemerkenswertes Kompliment hinterher: "Was für eine dumme Frage. Dass Jennifer so eine dumme – sie ist eine kluge Person. Ich kannte sie schon aus den Iowa-Tagen, als sie sagte, Trump wird gewinnen, und hatte sie recht." In den sozialen Netzwerken wie X (vormals Twitter) verbreitete sich Trumps Pöbel-Anfall wie ein Lauffeuer, nachdem der Videomitschnitt beispielsweise auf dem Account "Call to Activism" geteilt wurde.
????TEMPER TANTRUM: Trump melts down on Air Force One, calls a reporter’s question “stupid” after being pressed on why he’s forcing the Senate to vote on the SAVE Act instead of out campaigning for vulnerable Republicans.
— CALL TO ACTIVISM (@CalltoActivism) July 27, 2026
Is Trump always a miserable asshole? pic.twitter.com/lZVopM9ZUk
Donald Trump will SAVE America Act durchboxen - das verbirgt sich hinter dem Projekt
Hintergrund des Streits ist der sogenannte SAVE America Act, mit dem Trump eines seiner zentralen innenpolitischen Projekte vor den Zwischenwahlen 2026 durchsetzen will. Das Gesetz sieht vor, dass Wähler bei Bundeswahlen einen Staatsbürgerschaftsnachweis sowie einen Lichtbildausweis vorlegen müssen. Zudem würde die Briefwahl massiv eingeschränkt.
Im Senat steckt der Entwurf allerdings fest. Sämtliche Demokraten lehnen ihn ab – und auch aus den republikanischen Reihen gibt es erheblichen Gegenwind. Bereits im Juni stimmten vier GOP-Senatoren dagegen, das Vorhaben in ein Haushaltspaket der Partei aufzunehmen: Susan Collins, Mitch McConnell, Lisa Murkowski und Thom Tillis. Trump selbst räumte ein, dass er diese Abweichler wohl nicht umstimmen werde: "Ich würde mich gerne zu ihnen äußern, aber dafür habe ich zu viel Verstand."
US-Präsident setzt Senat unter Druck und schwankt zwischen Drohgebärden und Freundschaftsbeteuerungen
Seinen Forderungen verlieh Trump am 27. Juli auch auf Truth Social Nachdruck. In einem Beitrag forderte er Senatsmehrheitsführer John Thune auf, die Kammer nicht in die Pause zu entlassen, solange der SAVE America Act nicht verabschiedet sei – oder, noch besser, gleich den Filibuster abzuschaffen. Dann könnten die Republikaner "schnell alles durchbringen, wovon sie je geträumt haben". Seine Warnung an die eigene Partei fiel dabei gewohnt subtil aus: "Dummheit bringt immer VERLIEREN & TOD!"
Gegenüber den Reportern an Bord der Air Force One schlug Trump gleichzeitig versöhnlichere Töne an. Er pflege eine "gute Beziehung" zu Thune und habe nie erwogen, ihn als Fraktionschef abzulösen. Allerdings hatte Pressesprecherin Karoline Leavitt bereits vergangene Woche klargestellt, dass die "Geduld des Präsidenten am Ende" sei. Die Senatspause soll planmäßig am 6. August beginnen und bis zum 14. September dauern.
Reconciliation-Weg als Hintertür – mit ungewissem Ausgang
Parallel zur Druckkampagne im Senat versucht die republikanische Führung im Repräsentantenhaus, das Wahlrechtsvorhaben auf einem Umweg durchzusetzen. Sprecher Mike Johnson hat ein Haushaltsrahmenwerk im Umfang von 95 Milliarden Dollar vorgelegt, das Bestandteile des SAVE America Act enthält. Die Idee dahinter: Über das sogenannte Reconciliation-Verfahren ließe sich das Paket mit einfacher Mehrheit verabschieden, ohne die 60-Stimmen-Hürde des Filibusters überwinden zu müssen. Doch dieser Weg ist alles andere als gesichert. Die Parlamentarierin des Senats könnte entscheiden, dass eine grundlegende Wahlrechtsreform nicht als Haushaltsmaßnahme durchgeht – und das Vorhaben damit blockieren. Sollte diese Einschätzung fallen, stünde das Gesetz vor einer ungewissen Zukunft, unabhängig davon, wie viel Druck Trump auf seine Partei ausübt.
Trump ätzt gegen Biden und kündigt Putin-Gespräch an
Der Eklat um den SAVE America Act war allerdings nur ein Ausschnitt aus einem deutlich breiteren Themenspektrum, das Trump während des Flugs nach Michigan anschnitt. So machte er seinen Vorgänger Joe Biden für ausgedünnte Waffenbestände der US-Streitkräfte verantwortlich. Auf Berichte, wonach Russland den Iran dabei unterstütze, amerikanische Soldaten ins Visier zu nehmen, reagierte er mit der Ankündigung, er werde "Putin fragen". Zu Milliardensummen, die die USA laut Trump aus Venezuela einnähmen, wollte er allerdings keine Auskunft über deren Verbleib geben. Auch von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu distanzierte er sich in der Frage möglicher F-35-Lieferungen an die Türkei.
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loc/news.de/stg
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