Gianni Infantino plant Milliarden-Coup: FIFA-Boss will Fußball-WM verschachern - auch Donald Trump hat seine Finger im Spiel

Diese Pläne dürften jeden Fußballfan entsetzen: Offenbar plant FIFA-Boss Gianni Infantino, die Fußball-Weltmeisterschaft an Investoren zu verschachern. Auch Donald Trump soll bereits seine Finger im Spiel haben, wie Berichte nahelegen.

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FIFA-Präsident Gianni Infantino will einen Teil der kommerziellen Rechte an ihren Fußball-Turnieren an Investoren verkaufen und damit mehr als vier Milliarden Dollar einsacken. (Foto) Suche
FIFA-Präsident Gianni Infantino will einen Teil der kommerziellen Rechte an ihren Fußball-Turnieren an Investoren verkaufen und damit mehr als vier Milliarden Dollar einsacken. Bild: Jacquelyn Martin/AP/dpa/dpa
  • FIFA-Boss Gianni Infantino plant angeblich Milliarden-Geschäft mit Fußball-Weltmeisterschaft
  • Wird die Fußball-WM bald für Unsummen an Investoren verschachert?
  • Berichte: Auch Donald Trump soll seine Finger im Spiel haben

Bei der Fußball-Weltmeistershaft 2026, die am 19. Juli zu Ende ging, ließ Gianni Infantino keine Zweifel daran aufkommen, wie eng seine persönliche Bindung zu US-Präsident Donald Trump ist. Nun sollen der FIFA-Boss und "The Don" bereits den nächsten Knaller-Plan schmieden - es geht um Milliarden und dürfte etliche Fußballfans rund um den Globus bis aufs Blut verärgern.

Gianni Infantinos Milliardenplan für die Fußball-WM

Denn FIFA-Präsident Gianni Infantino hat einen Plan ausgeheckt, der den Weltfußball grundlegend verändern könnte: Wie "The Times" berichtet, will der 56-Jährige Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft an private Geldgeber veräußern. Dafür soll ein eigenständiges Unternehmen entstehen, das sämtliche kommerziellen Rechte an den wichtigsten FIFA-Turnieren bündelt – darunter die Männer- und Frauen-WM sowie die Klub-WM. Inzwischen hat der Weltfußballverband die Pläne bestätigt:Die FIFA will demnach einen Teil der kommerziellen Rechte an ihren Fußball-Turnieren an Investoren verkaufen und damit mehr als vier Milliarden Dollar erlösen. Auch künftige WM-Turniere sollen dann einer FIFA-Mitteilung zufolge unter dem Dach eines neuen Unternehmens organisiert werden, dessen Mehrheits-Eigentümer der Weltverband wäre.

FIFA-WM bald an private Investoren verschachert? Infantino plant seit Monaten im Geheimen

Der Plan sieht vor, dass Infantino nach dem Ende seiner voraussichtlich letzten Amtszeit an der FIFA-Spitze die Leitung dieser neuen Gesellschaft übernimmt. Dass er 2027 erneut ohne Gegenkandidat bis 2031 gewählt wird, gilt als ausgemacht. Die Vorbereitungen laufen den Berichten zufolge bereits seit Monaten im Hintergrund. Potenzielle Investoren mussten demnach Verschwiegenheitserklärungen unterzeichnen. Intern soll bei Interessenten bereits vom "Kauf der FIFA" die Rede gewesen sein.

Das ist zum brisanten Milliarden-Deal des FIFA-Präsidenten bereits bekannt

Der Weltverband würde bei dem Konstrukt die Mehrheit der Anteile behalten. Zwischen 20 und 30 Prozent der Firmenanteile sollen zunächst an private Investoren gehen – der Preis dafür: mehrere Milliarden US-Dollar. Weitere rund 20 Prozent sind für die 211 FIFA-Mitgliedsverbände vorgesehen.

Jeder einzelne Verband soll dabei Anteile im Gegenwert von etwa 20 Millionen Dollar (rund 17,6 Millionen Euro) erhalten. Diese Beteiligungen könnten entweder gehalten oder weiterverkauft werden. Gerade für kleinere Nationalverbände wäre ein solcher Verkauf finanziell enorm lukrativ – in vielen Fällen würde der Erlös ein Vielfaches ihrer jährlichen Einnahmen betragen.

Genau darin sehen Beobachter auch ein Kalkül: Die Aussicht auf Millionenbeträge für jeden einzelnen Verband könnte die nötige Zustimmung im FIFA-Kongress und im FIFA-Council sichern – selbst wenn aus Teilen der Fußballwelt erheblicher Widerstand kommt.

Donald Trump hat bei Milliardenplänen seine Finger im Spiel

Bei der Umsetzung des Vorhabens spielen Personen mit direktem Draht zur US-Regierung eine zentrale Rolle. Laut "The Times" wurden Figuren aus dem Umfeld von Präsident Donald Trump in die Planungen einbezogen. Die enge Beziehung zwischen Trump und Infantino ist seit Jahren bekannt. Als Anführer der Investorengruppe ist Technologieinvestor Joshua Kushner vorgesehen, der über seinen Fonds Thrive Eternal einsteigen soll. Kushner ist der jüngere Bruder von Jared Kushner, dem Ehemann von Trumps Tochter Ivanka. Die FIFA bestätigte gegenüber "The Times", dass Thrive Capital die geplante Investorengruppe anführen soll – stellte aber klar, dass Jared Kushner selbst kein Investor sei. Als Finanzberater für das gesamte Projekt hat sich der Weltverband die US-Investmentbank JP Morgan an die Seite geholt.

Empörung über Infantino-Pläne: "Die Seele des Fußballs ist keine Handelsware"

Die UEFA reagierte auf die Enthüllungen mit ungewöhnlich scharfen Worten. Der europäische Dachverband sieht in dem Vorhaben einen fundamentalen Tabubruch: "Damit wird eine Grenze überschritten, die die für den Fußball verantwortlichen Institutionen niemals überschreiten dürften", hieß es in einer Stellungnahme.

Besonders die fehlende Offenheit stößt der UEFA sauer auf. "Die Seele und die Führung des Fußballs sind keine Handelsware – erst recht nicht bei völliger Intransparenz darüber, wer finanziell davon profitiert", erklärte der Verband. Sämtliche Beteiligten im Fußball – Ligen, Klubs, Spieler, Fans und Regierungen – sollten die Angelegenheit äußerst ernst nehmen.

Die Kernbotschaft der Europäer fiel unmissverständlich aus: "Niemand von uns ist Eigentümer des Fußballs. Er steht der FIFA nicht zum Verkauf." Andere hochrangige Fußballfunktionäre bezeichneten den Plan laut "The Times" als potenzielle "Atombombe" für den Sport.

Wie würde sich die Fußball-Weltmeisterschaft mit Infantinos Plan verändern?

Ein gewinnorientiertes Unternehmen an der Spitze der WM-Vermarktung hätte weitreichende Konsequenzen für den Turnierkalender. Sowohl die Weltmeisterschaft als auch die Klub-WM könnten künftig in kürzeren Abständen als dem bisherigen Vierjahresrhythmus stattfinden. Auch eine weitere Aufblähung des Teilnehmerfelds steht im Raum – Infantino hatte erst Mitte Juli erklärt, ein südamerikanischer Vorschlag zur Erweiterung auf 64 Teams werde "definitiv" geprüft.

Für Infantino persönlich winkt ein gewaltiger Gehaltssprung: Als künftiger Chef der neuen Gesellschaft könnte sich sein Einkommen am Verdienst von NFL-Commissioner Roger Goodell orientieren, der jährlich rund 64 Millionen Dollar kassiert – fast das Zehnfache von Infantinos bisherigen Bezügen. Völlig neu ist die Idee allerdings nicht. Bereits 2018 hatte der FIFA-Präsident einen ähnlichen Milliarden-Deal mit saudi-arabischen Investoren angestrebt. Damals scheiterte das Vorhaben am fehlenden Rückhalt innerhalb des Weltverbands.

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/news.de/dpa/stg

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