Landtagswahl: Parteien stecken Koalitionsoptionen vor Wahl ab

Mit wem würden die Parteien nach der Landtagswahl regieren? Beim Wahlforum in Magdeburg beziehen die Spitzenkandidaten klar Stellung – und ziehen deutliche Grenzen.

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Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). (Foto) Suche
Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Sechs Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben die im Landtag vertretenen Parteien ihre Koalitionsoptionen abgesteckt. Ein Bündnis mit der AfD schlossen CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke beim Wahlforum "RND vor Ort" in Magdeburg aus.

CDU schließt Bündnisse mit AfD und Linken aus

CDU-Ministerpräsident Sven Schulze sagte, er werde sich "politisch von niemandem abhängig machen". Für die CDU seien Koalitionen "sowohl mit ganz links als auch mit ganz rechts ausgeschlossen".

AfD setzt auf Alleinregierung

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund strebt dagegen eine Alleinregierung seiner Partei an. "Wir möchten die erste AfD-geführte Alleinregierung hier in Sachsen-Anhalt möglich machen", sagte er. Auf die Nachfrage der Moderation, ob damit Koalitionen mit anderen Parteien ausgeschlossen seien, antwortete Siegmund: "In dieser aktuellen Situation schon."

SPD und Grüne sehen BSW kritisch

SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann erklärte, eine Koalition mit der AfD sei ausgeschlossen. Auch mit dem BSW könne er sich ein Bündnis nicht vorstellen. "Über alles andere wird man reden müssen."

Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz sagte, für ihre Partei seien Koalitionen mit allen demokratischen Parteien grundsätzlich möglich. Mit Blick auf das BSW ergänzte sie jedoch: "Mit dem BSW kann ich es mir im Moment auch schwer vorstellen."

FDP und Linke ziehen ebenfalls rote Linien

FDP-Spitzenkandidatin Lydia Hüskens schloss Koalitionen "ganz rechts, ganz links" aus.

Linken-Spitzenkandidat Hendrik Lange erklärte, eine Koalition mit der AfD sei "selbstverständlich ausgeschlossen". Seine Partei werde "alles daran setzen, dass die AfD dieses Land nicht regieren wird".

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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