Donald Trump: US-Präsident unter Druck - diese Rivalen stellen sich ihm jetzt entgegen
US-Präsident Donald Trump hat sich im Laufe seiner Amtszeit viele Feinde gemacht. Einige aus den eigenen Reihen, andere wiederrum kämpfen seit Jahren gegen seine Politik. Wer auf Trumps Feindesliste aktuell ganz oben steht.
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
Suche
- Donald Trump gegen Newsom: Streit mit dem Kalifornien-Gouverneur eskaliert
- Marjorie Taylor Greene: Einstige Verbündete wird zur Kritikerin
- Meloni unter Druck: Zerwürfnis mit Trumps europäischer Partnerin
- Papst Leo gegen den US-Präsidenten: Warum der Konflikt für Aufsehen sorgt
Donald Trump ist bekannt dafür, Auseinandersetzungen nicht aus dem Weg zu gehen – ganz gleich, ob es sich um politische Widersacher, frühere Weggefährten oder Staatsoberhäupter handelt. Sein konfrontativer Stil sorgt zuverlässig für Schlagzeilen, und die Liste seiner Kontrahenten wird dabei immer länger. Von Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom über die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene bis hin zur italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni und sogar dem Oberhaupt der katholischen Kirche – Trumps Konflikte kennen weder Partei- noch Landes- oder Religionsgrenzen. Wie weitreichend sein Hang zur Konfrontation ist, zeigte bereits die Fehde mit dem früheren FBI-Direktor James Comey, den er wegen eines angeblich geheimen Codes auf einem Foto vor Gericht bringen wollte - nur ein Beispiel von vielen. Ein Überblick.
Donald Trump und Gavin Newsom - Kalifornien-Gouverneur widersetzt sich ihm
Unter den demokratischen Widersachern sticht Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom besonders hervor. Seit Jahren liefern sich die beiden ein öffentliches Duell über Themen wie Einwanderung, Klimapolitik und den Umgang mit Naturkatastrophen. Trump beschuldigt Newsom, seinen Bundesstaat mit liberaler Politik heruntergewirtschaftet zu haben – der Gouverneur kontert, indem er sich als Gegenpol zum Weißen Haus inszeniert. Newsom wird dabei immer wieder als demokratische Zukunftshoffnung ins Spiel gebracht. Dabei kracht es in der Regel ordentlich zwischen ihm und Trump. Der US-Präsident drohte Newsom öffentlich - Geldstrafe inklusive.
Selbst in der eigenen Partei bekommt Trump keine Rückendeckung
Noch brisanter ist allerdings der Riss innerhalb der eigenen Partei: Die Republikanerin Marjorie Taylor Greene aus Georgia, einst eine seiner lautstärksten Verteidigerinnen, hat sich zuletzt offen gegen den Kurs der Trump-Regierung gestellt. Vor allem in außenpolitischen Fragen gingen die Positionen auseinander. Kritik aus den eigenen Reihen trifft Trump erfahrungsgemäß härter als jeder Angriff der Demokraten. Kein Wunder, dass Trump öffentlich auf seiner Social-Media-Plattform "Truth Social" gegen Marjorie Taylor Greene wetterte und sie sogar als "geistesgestört" und "verräterisch" bezeichnete.
Melonis Drahtseilakt und der Streit mit dem Vatikan
Auch auf internationaler Bühne sorgt Trumps Konfrontationskurs für Verwerfungen. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, lange als eine seiner engsten europäischen Verbündeten betrachtet, geriet zuletzt mit ihm aneinander. Obwohl beide in Fragen wie konservativer Wertepolitik und strenger Migrationskontrolle auf einer Linie liegen, entzündete sich an außenpolitischen Differenzen ein offener Streit. Meloni versuchte sich als Vermittlerin – Trump reagierte mit scharfen Worten. Für die italienische Regierungschefin bleibt die Gratwanderung zwischen transatlantischer Partnerschaft und europäischen Interessen heikel.
Noch ungewöhnlicher ist die Auseinandersetzung mit dem Papst. Das Kirchenoberhaupt rückt humanitäre Verantwortung und Friedensfragen in den Vordergrund – ein Ansatz, der mit Trumps konfrontativem Regierungsstil kollidiert. Kritik von außerhalb der politischen Sphäre weist der Präsident konsequent zurück.
Donald Trump: Konfrontation als politisches Prinzip?
Demokratischer Rivale, abtrünnige Parteifreundin, europäische Regierungschefin oder Oberhaupt der katholischen Kirche – Trumps Auseinandersetzungen ziehen sich durch sämtliche politischen und gesellschaftlichen Ebenen. Seine Unterstützer interpretieren diesen Stil als Ausdruck von Entschlossenheit und Durchsetzungskraft. Kritiker hingegen sehen darin eine bewusste Strategie, aus politischen Kontrahenten persönliche Feinde zu machen.
Fest steht: Die Aufzählung seiner Zerwürfnisse ist lang und wird stetig länger. Sie reicht mittlerweile weit über die Grenzen der amerikanischen Innenpolitik hinaus und beschäftigt Regierungen ebenso wie religiöse Institutionen. Ob dieser Konfrontationskurs Trump letztlich stärkt oder schadet? Vermutlich schon. Allein das öffentliche Spektakel, welches der Streit zwischen Trump und seinem ehemaligen Freund Elon Musk eröffnete, spricht für sich.
Weitere spannende News rund um Donald Trump lesen Sie hier:
- Trump und Musk: Showdown auf öffentlicher Bühne - darüber lacht das Netz
- Nicht nur Meloni - auch sie wenden sich vom Trump-Kurs ab
- Vorwürfe im Trump-Streit gegen den Papst - so lässig reagiert der Vatikan
- Trump-Personal lästert ab - bizarre Schlafgewohnheiten des US-Präsidenten
- Trump unter Druck - hinter der starken Fassade brodelt es gewaltig
ife/news.de/mlk/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.