Donald Trump: 40 Bilder in wenigen Stunden – US-Präsident schockt mit nächtlichem Rausch
Donald Trump sorgt mit einer ungewöhnlichen Bilderflut im Netz für Aufsehen. Der US-Präsident veröffentlichte auf Truth Social mehr als 40 KI-generierte Motive, die ihn als Helden, Retter und mächtige Figur darstellen. Während Anhänger die Inszenierungen feiern, sprechen Kritiker von einer verstörenden Selbstverherrlichung.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Donald Trump veröffentlichte auf Truth Social innerhalb weniger Stunden mehr als 40 KI-generierte Bilder
- Die Motive zeigen den US-Präsidenten unter anderem als Zeitreisenden, Helden und mächtigen Anführer
- Kritiker reagieren mit scharfer Kritik und werfen Trump Realitätsverlust und Selbstinszenierung vor
Mit einer beispiellosen Flut an KI-generierten Bildern sorgt Donald Trump für Wirbel: Über mehrere Stunden hinweg teilte der US-Präsident mehr als 40 computergenerierte Darstellungen, die ihn in teils absurden Szenen zeigen und damit bei politischen Beobachtern erhebliche Besorgnis auslösten.
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Donald Trump als Zeitreisender: US-Präsident teilt KI-Bild mit George Washington
Zu den skurrilsten Motiven zählt ein Bild, das Trump offenbar bei einer Zeitreise zeigt, bei der er George Washington vor einer Gefahr rettet. Im Hintergrund der Szene ist Mount Rushmore zu erkennen. Das Bild basiert offenbar auf einem fiktiven Filmplakat. Es handelt sich dabei nicht um das erste Mal, dass sich der Präsident in künstlerischen Darstellungen neben dem ersten US-Präsidenten inszenieren lässt – zuvor hatte er bereits ein Bild geteilt, das beide Männer zusammen mit einem futuristischen Roboter zeigte.
Von Öltankern, Bettlern und manipulierten Prominenten
Die Bandbreite der geteilten Bilder war dabei bemerkenswert. Eine Darstellung zeigte Trump auf einem iranischen Öltanker stehend mit der Erklärung, dieser gehöre nun den USA. Auf einem anderen Bild waren Late-Night-Comedians, die zuletzt den Zorn des US-Präsidenten auf sich gezogen hatten, als Obdachlose auf einem Gehweg zu sehen. Besonders brisant: Ein weiteres KI-generiertes Bild verschmolz offenbar CNN-Moderatorin Kaitlan Collins mit der Transgender-Influencerin Dylan Mulvaney. Dieses Posting folgte auf Bemerkungen, die Trump über beide Personen beim Dinner der White House Correspondents' Association gemacht hatte.Sämtliche Bilder eint dabei ein Muster: Trump wird durchweg in heroischen oder überlegenen Posen dargestellt – eine Selbstinszenierung, die bei zahlreichen Beobachtern Stirnrunzeln auslöste.
"Reiner Realitätsverlust" – Trump-Beobachter fordern den 25. Verfassungszusatz
Die Reaktionen fielen alarmiert aus. Der demokratische Influencer Harry Sisson, der auf X über 394.000 Follower hat, schrieb: "Trump hat gerade einen psychischen Zusammenbruch in den sozialen Medien. Er ist wahnsinnig. Den 25. Verfassungszusatz JETZT anwenden." S.V. Dáte, Korrespondent des Weißen Hauses bei "HuffPost", wurde ebenfalls deutlich: "Wer immer noch glaubt, unser Präsident sei kein enthemmter Soziopath, sollte sich seinen gefälschten Twitter-Feed von heute Nachmittag ansehen." Der liberale politische Kommentator Vance Wilson warnte vor weiterreichenden Konsequenzen. "Ein Mann, der diesen 'Witz' so oft postet, scherzt nicht. Das ist reiner Realitätsverlust", schrieb er auf X. Er sei sich nahezu sicher, dass Trump einen Weg suchen werde, 2028 erneut anzutreten – und dies keineswegs als Spaß betrachte.
Auch die Gruppe "Republicans against Trump" meldete sich auf X zu Wort und kommentierte die nächtliche Bilderflut mit beißender Ironie: "Wieder ein ganz normaler Tag des Präsidenten der Vereinigten Staaten." In den Kommentaren darunter ließen zahlreiche Nutzer ihrem Unmut freien Lauf. "Er hält sich für Forrest Gump und lebt in einer Fantasiewelt. Wenigstens hatte Forrest keine Knochensporne und diente seinem Land, statt es zu bestehlen", schrieb ein X-Nutzer. Andere spotteten über die durchweg geschönten Darstellungen: "Er postet immer nur KI-Bilder, auf denen er schlank aussieht!" Besonders häufig wurde die Widersprüchlichkeit hervorgehoben. "Für jemanden, der Tag und Nacht 'Fake' schreit, ist es kein guter Look, ständig gefälschte KI-Bilder zu verbreiten", brachte es ein X-Nutzer auf den Punkt. Ein weiterer nannte Trumps Selbstvergleich mit JFK schlicht "schändlich". "Warum hat er mehr Freizeit als ich?", fragte ein Nutzer mit offensichtlicher Fassungslosigkeit.
Andere stellten einen direkten Zusammenhang zwischen der Posting-Offensive und realpolitischen Versäumnissen her. "Ich bin sicher, dass das MAGA-Land dadurch den kostspieligen Krieg vergisst, den er angefangen hat, aber nicht beenden kann", kommentierte ein X-Nutzer sarkastisch. Ein weiterer merkte an, dass Trump ausschließlich auf KI-generierte Bilder zurückgreife, weil es schlicht keine echten Fotos gebe, die ihn in einem positiven Licht zeigten – das einzige reale Bild sei das mit einer albernen Mütze beim Correspondents' Dinner gewesen.
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bua/fka/news.de
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