Donald Trump im Dilemma: Zweite Front im Iran-Konflikt - Trump stößt an seine Grenzen
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran spitzt sich weiter zu. Während amerikanische Streitkräfte seit Tagen iranische Ziele bombardieren, eröffnet sich nun eine zweite Front im Roten Meer: Vom Iran unterstützte Huthi-Rebellen greifen Öltanker an. Für Donald Trump wird der Militäreinsatz damit zunehmend zum politischen und strategischen Risiko.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- US-Luftangriffe gegen iranische Ziele dauern bereits seit zwölf Nächten an – ein schnelles Ende ist nicht in Sicht
- Huthi-Rebellen haben eine zweite Front eröffnet und attackieren Schiffe im Roten Meer
- Donald Trump gerät innenpolitisch unter Druck, während die Unterstützung für den Militäreinsatz sinkt
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran droht außer Kontrolle zu geraten. Seit nunmehr zwölf Nächten fliegen US-Streitkräfte Luftangriffe gegen iranische Ziele – doch nun hat sich eine zweite Front eröffnet: Im Roten Meer attackieren die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen Öltanker. Bereits zwei saudische Schiffe stehen in Flammen.
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Donald Trump stößt an seine Grenzen
Trotz seiner regelmäßigen Erfolgsmeldungen steckt Donald Trump zunehmend in der Klemme. Statt den Konflikt einzudämmen, weitet er sich immer weiter aus. Die Reaktion des US-Präsidenten: weitere Eskalation. Gegenüber "Axios" kündigte er an: "Ich erwäge einen massiven Angriff – größer als je zuvor." Das Pentagon hat zusätzliche Bomber, Spezialeinheiten und medizinisches Personal in die Region verlegt. In Washington macht derweil ein gefürchteter Begriff die Runde: "Kriegssumpf."
Die US-Strategie setzt bislang auf Zermürbung und maximalen wirtschaftlichen Druck – neben den Bombardements blockieren amerikanische Kriegsschiffe iranische Häfen. Doch das Regime in Teheran zeigt sich davon unbeeindruckt. US-Militäranalyst Jonathan Schroden von der Denkfabrik CNA sieht die Grenzen dieses Vorgehens klar erreicht.
"Selbst eine Eskalation der Angriffe auf Brücken, Kraftwerke und andere Infrastruktur dürfte den Iran kaum zur Kapitulation zwingen", warnt der ehemalige Marine-Corps-Veteran gegenüber "Bild". Ein baldiges Ende des Konflikts hält er für unwahrscheinlich.
Stattdessen prognostiziert Schroden einen langwierigen Kreislauf aus Verhandlungsversuchen, militärischer Gewalt, erneuten Gesprächen und weiterer Eskalation. Die Hoffnung auf einen schnellen Sieg durch Luftschläge allein erweist sich damit als trügerisch.
Huthi-Angriffe bedrohen Schiffsverkehr im Roten Meer
Die Eröffnung der zweiten Front durch die iranisch unterstützten Huthi-Milizen verschärft die Situation für Washington erheblich. Durch die Attacken auf Öltanker droht der Schiffsverkehr auf einer der wichtigsten Seehandelsrouten der Welt zum Stillstand zu kommen. Die Folge: ein drohender Ölpreisschock, der die gesamte Weltwirtschaft unter Druck setzt.
"Die Ausweitung auf das Rote Meer macht die Lage für die USA deutlich komplizierter, weil der Krieg nun an mehreren Fronten geführt wird", ordnet Sicherheitsexperte Schroden die Entwicklung ein. Der Konflikt zwingt die US-Streitkräfte damit, ihre ohnehin stark beanspruchten Ressourcen auf mehrere Schauplätze gleichzeitig zu verteilen – während die wirtschaftlichen Auswirkungen längst über die Region hinausreichen.
Innenpolitischer Gegenwind für Trump wächst
Auch auf der Heimatfront gerät der US-Präsident zunehmend unter Druck. Erst kürzlich wurden vier weitere in dem Konflikt getötete amerikanische Soldaten in Särgen in die Vereinigten Staaten überführt. Gleichzeitig klettern die Benzinpreise – eine Entwicklung, die Millionen US-Bürger direkt im Alltag spürt. Die Stimmung in der Bevölkerung kippt merklich: Laut aktuellen Umfragen befürworten nur noch 34 Prozent der Amerikaner den Militäreinsatz gegen den Iran. Der Krieg wird damit zunehmend unpopulär. Für Trump entsteht daraus ein fundamentales Dilemma: Anstatt sich dem Ende zuzuneigen, dehnt sich der Konflikt stetig weiter aus. Die entscheidende Frage lautet daher, ob der Präsident politisch genügend Durchhaltevermögen besitzt, um diesen Kurs fortzusetzen.
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bua/news.de/stg
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