Armin Laschet: Ausraster im Live-TV wegen AfD-Politiker Rüdiger Lucassen
Dem sonst so besonnenen Armin Laschet platzte im Politik-Talk von Maybrit Illner am 23. Juli der Kragen. Der CDU-Politiker attackierte AfD-Mann Rüdiger Lucassen ungewöhnlich scharf und bezeichnete diesen als "Gefahr" für Europa.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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- Armin Laschet rastet bei "Maybrit Illner" aus
- CDU-Politiker liest AfD-Mann Rüdiger Lucassen die Leviten
- Laschet nennt AfD-Politiker "Gefahr" für Europa
In der vergangenen Nacht flogen im Politik-Talk von und mit Maybrit Illner die Fetzen: CDU-Außenpolitiker Armin Laschet (65) und AfD-Verteidigungspolitiker Rüdiger Lucassen (74) gerieten in einen hitzigen Streit über die Zukunft Europas und den richtigen Umgang mit Russland. Der normalerweise eher besonnene Ex-Kanzlerkandidat zeigte sich dabei so aufgebracht wie selten zuvor.
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Armin Laschet rastet bei "Maybrit Illner" aus
Auslöser waren provokante Äußerungen von AfD-Mann Lucassen zur EU, die Armin Laschet als gezielt nebulös und gefährlich einstufte. Was folgte, war ein Schlagabtausch über Adenauer, die Westbindung und die Frage, ob Kanzler Merz nach Moskau reisen sollte – mit deutlichen Worten auf beiden Seiten.
"Sie sind eine Gefahr" – Armin Laschet liest AfD-Mann Rüdiger Lucassen die Leviten
Der CDU-Politiker machte seinem Ärger unmissverständlich Luft: Lucassen rede "absichtlich abstrakt über Europa" und halte seine Aussagen bewusst vage, weil er eine geschwächte EU anstrebe, jedoch kein institutionell gefestigtes Europa wolle. Solange sich die AfD nicht eindeutig zur europäischen Einigung der Nachkriegszeit bekenne, stelle sie eine Bedrohung dar, so Laschet. Deutlich wurde er mit Blick auf das Erbe der Gründerväter: Wer sich an die Politik Adenauers und Kohls "mit solchen nebulösen Beschreibungen" heranwage, werde "immer den Widerstand eines Christdemokraten erfahren", so Laschet laut "Bild".
AfD-Politiker keilt gegen Laschet: "Wo ist ein Merz, der nach Moskau reist?"
Der AfD-Politiker versuchte daraufhin, Laschets Adenauer-Verweis gegen ihn zu wenden. Gerade Adenauer habe schließlich "Mitte der 50er Jahre den Rucksack gepackt" und sei persönlich in die sowjetische Hauptstadt gereist, um die Freilassung deutscher Kriegsgefangener zu erwirken, hielt Lucassen dagegen. Daraus leitete er eine provokante Forderung ab: "Wo ist ein Merz, wo ist ein Wadephul, der jetzt mal nach Moskau reist?" Die Bundesregierung müsse diplomatische Eigeninitiative gegenüber Russland zeigen, so der AfD-Mann.
Westbindung statt Moskau-Reise – Laschet erteilt Lucassen eine Lektion
Doch der CDU-Außenpolitiker ließ die Argumentation nicht gelten. Adenauers politisches Vermächtnis sei in erster Linie die feste Verankerung Deutschlands im westlichen Bündnis gewesen, stellte Laschet klar. Die Nato habe stets auf dem Doppelprinzip militärischer Stärke und diplomatischem Austausch basiert. Durchaus räumte er ein, selbst für mehr Diplomatie innerhalb des Bündnisses zu plädieren – allerdings nicht in der vereinfachten Variante, die die AfD propagiere. "Auch ich war immer der Meinung, dass wir auch mehr Diplomatie brauchen, auch in der Nato, aber nicht so simpel, wie es die AfD betreibt", so Laschet.
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