Neun Nächte Bombenhagel: Iran spricht von "totalem Krieg" – Trump droht mit Vergeltung

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran spitzt sich weiter zu. Nach neun Nächten mit US-Luftangriffen spricht Irans Präsident Massud Peseschkian von einem "totalen Krieg", während Donald Trump dem Regime mit massiver Vergeltung droht.

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Donald Trump droht dem Iran mit massiver Vergeltung. (Foto) Suche
Donald Trump droht dem Iran mit massiver Vergeltung. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Irans Präsident Massud Peseschkian spricht nach anhaltenden US-Luftangriffen von einem "totalen Krieg"
  • Donald Trump kündigt nach dem Tod amerikanischer Soldaten eine noch härtere militärische Reaktion an
  • Mit der Eskalation in der Straße von Hormus wächst die Sorge um den globalen Öl- und Gashandel

Nach neun aufeinanderfolgenden Nächten mit US-Luftangriffen hat Irans Präsident Massud Peseschkian die Lage dramatisch zugespitzt. "Die Realität ist, dass die Islamische Republik Iran heute einem totalen Krieg gegenübersteht", erklärte der 71-Jährige am Montag (20.07.2026). Die Verantwortung dafür liege bei den Vereinigten Staaten.

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Die US-amerikanischen Bombardements beschränken sich längst nicht mehr auf den Süden des Landes. Iranische Behörden meldeten zuletzt auch Einschläge im Zentrum sowie im Nordwesten – darunter in Tabris, wo mindestens ein Mensch starb und mehrere verletzt wurden. Auch das Atomkraftwerk Buschehr und die im Bau befindliche Anlage Darkhovin wurden laut Teheran erneut attackiert.

Donald Trump droht Iran mit massiver Vergeltung

US-Präsident Donald Trump verschärfte den Ton auf seiner Plattform Truth Social deutlich. "Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, werden sie dafür um ein Vielfaches bezahlen!", schrieb der 80-Jährige. Diese Anweisung habe er an Verteidigungsminister Pete Hegseth, den Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs Daniel Caine sowie sämtliche militärische Führungskräfte weitergegeben. Die jüngsten Luftschläge bezeichnete Trump als Reaktion auf den Tod von US-Soldaten. In den vergangenen Tagen kamen drei amerikanische Militärangehörige ums Leben – zwei durch iranische Angriffe in Jordanien, ein weiterer im Irak. Seit dem Kriegsbeginn Ende Februar sind insgesamt 17 US-Soldaten gefallen.

Seit Kriegsbeginn am 28. Februar kamen nach US-Angaben 17 amerikanische Soldaten ums Leben. Die iranische Seite beziffert ihre Verluste auf mindestens 50 Tote und über 500 Verletzte.

Revolutionsgarden setzen Tanker an der Straße von Hormus fest

Parallel zu den Luftangriffen spitzt sich die Lage an der strategisch bedeutsamen Meerenge von Hormus weiter zu. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, zwei Tanker seien beim Durchfahren der Wasserstraße "explodiert" und anschließend festgesetzt worden. Die britische Seesicherheitsorganisation UKMTO berichtete zudem von einem Frachtschiff, das nach dem Einschlag eines Projektils in Brand geraten sei. Die Blockade trifft einen der wichtigsten Knotenpunkte des globalen Energiehandels. Vor Ausbruch des Konflikts floss rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gashandels durch die enge Passage zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel. Dieser Handelsweg bleibt nach wie vor abgeschnitten.

Marco Rubio ruft zu internationalem Schutz der Meerenge auf

US-Außenminister Marco Rubio appellierte an die internationale Gemeinschaft, sich gemeinsam mit Washington für die Sicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus einzusetzen. Die Blockade der Meerenge betrifft nicht nur die Vereinigten Staaten, sondern den gesamten globalen Energiemarkt. Teheran hingegen verteidigt sein Vorgehen entschieden. Außenamtssprecher Esmaïl Baghaï erklärte: "Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Wasserstraße erneut zweckentfremdet wird, um die Sicherheit und die nationalen Interessen Irans zu bedrohen." Aus iranischer Sicht dient die Kontrolle der Meerenge dem Schutz der eigenen Souveränität.

Damit stehen sich beide Seiten auch auf diplomatischer Ebene unversöhnlich gegenüber – während die militärische Konfrontation unvermindert andauert.

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