Friedrich Merz: "Nichts als leere Worte" - Wut auf Bundeskanzler nach Gedenken an Hitler-Attentat
Friedrich Merz erinnerte am Montag auf Instagram an das Stauffenberg-Attentat auf Hitler vor 82 Jahren. Der Post des Bundeskanzlers rief jedoch eine Menge Kritik hervor. Viele warfen ihm vor, im Kampf gegen Rechtsextremismus heute zu wenig zu unternehmen.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Friedrich Merz gedenkt auf Instagram an Stauffenberg-Attentat auf Hitler vor 82 Jahren
- Laut CDU-Kanzler steht die Bundeswehr heute noch "im Traditionsverständnis des Widerstands gegen die nationalsozialistische Diktatur"
- Kritiker werfen Merz "leere Worte" vor, weil er die AfD nicht verbieten lassen will
Der 20. Juli ist ein bedeutendes Datum für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Dritten Reich. Vor genau 82 Jahren wollte der OffizierClaus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg Diktator Adolf Hitler töten, um damit den Zweiten Weltkrieg zu beenden. Auf Instagram erinnerte am Montag auch Bundeskanzler Friedrich Merz an den missglückten Attentatsversuch. Doch die Worte des CDU-Politikers kamen erneut nicht bei allen Followern gut an, nachdem er vor wenigen Tagen bereits viel Kritik für einen Vergleich mit Ex-Kanzler Konrad Adenauer einstecken musste.
Friedrich Merz gedenkt des Stauffenberg-Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944
Friedrich Merz schrieb: "Am 20. Juli 1944 verübte die Gruppe um Claus Schenk Graf von Stauffenberg das Attentat auf Adolf Hitler. Heute gedenken wir dieser mutigen Männer und Frauen. Sie handelten aus Verantwortung für Deutschland. Im Traditionsverständnis des Widerstands gegen Hitler und die nationalsozialistische Diktatur steht die Bundeswehr noch heute. Unsere wehrhafte Demokratie folgt diesem Vorbild." Der Kanzler postete zudem drei Schwarz-Weiß-Fotos der Deutschen Presse-Agentur: Dazu zählten ein Porträt von Stauffenberg, sowie Bilder vom zerstörten Attentatsort und einer Gedenktafel für die Widerstandskämpfer.
Kritik an Worten des Bundeskanzlers und Forderungen nach AfD-Verbot auf Instagram
Kritiker werfen Friedrich Merz angesichts seines Posts Heuchelei vor. Ihnen stößt besonders sauer auf, dass sich der CDU-Kanzler nicht für ein Verbot der in Teilen rechtsextremen AfD einsetzt. Kommentare dazu lauten:
- "Leere Worte, wenn man es als Staat nicht hinbekommt, eine rechtsradikale Partei zu verbieten, welche die Gesellschaft seit Jahren vergiftet."
- "Auf dem Account des aktuellen Bundeskanzlers leider nichts als leere Worte."
- "Wo bleibt der Widerstand gegen den neuen Nationalsozialismus, der gerade omnipräsent in unserem Land Fuß fasst? Sollte man sich an der Geschichte nicht ein Beispiel nehmen?"
- "'Verantwortung für Deutschland' bedeutet auch ein Prüfverfahren bei der AfD. Wir wollen doch die Geschichte nicht wiederholen, oder?"
- "Unsere Demokratie ist mitnichten wehrhaft! Ich warte auf den Verbotsantrag an das Bundesverfassungsgericht. Wann kommt er endlich? Sie wehren sich genau nicht. Sondern vergraulen Wähler! Die, die am meisten Unterstützung benötigen."
Andere weisen den Kanzler darauf hin, dass Stauffenberg selbst kein Verfechter der Demokratie war, oder wollen, dass sich Merz lieber mit aktuellen Problemen der Bevölkerung beschäftigt. Auch zu einem AfD-Verbot gibt es gegenteilige Meinungen:
- "Solche Parteien macht man klein mit vernünftiger Politik, und mit nichts anderem.Verbote führen zum Gegenteil dessen, was man eigentlich möchte. Diese grottenschlechte Politik hat dazu geführt, dass sich die AfD verdoppelt hat. Die Nordländer machen es doch vor, wie es geht!", heißt es in einem weiteren Kommentar.
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gom/news.de
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