Chris Wright: Minister fällt Trump öffentlich in den Rücken – droht ihm nun das Karriere-Ende?
Eine einfache Frage sorgt in Washington für politische Aufregung: Hat Joe Biden die Wahl 2020 gewonnen? Während viele Mitglieder der Trump-Regierung dieser Antwort ausweichen, sprach Energieminister Chris Wright sie nun aus. Sein Eingeständnis könnte ihn innerhalb des Weißen Hauses in Erklärungsnot bringen.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Energieminister Chris Wright räumte in einem Interview ein, dass Joe Biden die Wahl 2020 gewonnen habe
- Seine Aussage steht im Gegensatz zu Trumps anhaltenden Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug
- In sozialen Medien wird bereits spekuliert, ob Wright wegen seiner Äußerung Konsequenzen drohen könnten
Es passiert nicht oft, dass ein Mitglied der Trump-Regierung offen zugibt, dass Joe Biden die Präsidentschaftswahl 2020 tatsächlich gewonnen hat. Genau das ist am Sonntag (19.07.2026) jedoch geschehen: US-Energieminister Chris Wright räumte in einem Interview bei ABC News ein, dass Biden rechtmäßig ins Amt gekommen sei. Das Netz befürchtet gravierende Folgen für den Trump-Minister.
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Trump-Minister brüskiert US-Präsidenten – droht Chris Wright nun Ärger?
Auf die direkte Frage von Moderator Jonathan Karl antwortete Wright zunächst ausweichend: "Er war vier Jahre lang Präsident. Ganz offensichtlich." Als Karl nachhakte, schob der 61-Jährige nach: "Ich bin kein Wahlprüfer, aber es scheint mir schon so, als hätte er gewonnen." In einer Administration, in der selbst höchstrangige Vertreter diese simple Frage konsequent umschiffen, ist Wrights Eingeständnis bemerkenswert und könnte ihm Ärger mit seinem Chef einbringen.
Der entscheidende Moment ereignete sich am Ende eines längeren Gesprächs, das eigentlich ganz anderen Themen gewidmet war. Wright hatte zuvor ausführlich über den mittlerweile fünf Monate andauernden Militäreinsatz gegen den Iran gesprochen und Fragen zur Cybersicherheit beantwortet. Erst in den letzten Sekunden des Interviews stellte Karl seine Fangfrage – eingeleitet mit den Worten, es sei "eine wirklich einfache" Frage.
Einfach war sie offenkundig nicht. Wright konnte seine Bestürzung kaum verbergen, als er mit Trumps Wahlbetrugs-Verschwörungstheorien konfrontiert wurde. Sein Gesicht sei regelrecht eingefallen. Es folgten zwei spürbare Pausen, bevor der Energieminister seine vorsichtig formulierte, aber unmissverständliche Antwort gab.
Trump dreht die Wahlbetrugsspirale weiter
Wrights Aussage fällt in eine Phase, in der der Präsident seine unbelegten Betrugsvorwürfe rund um die Wahl 2020 sogar noch verschärft hat. Erst in der vergangenen Woche lud Trump eine Gruppe prominenter Wahlleugner zu einem geheimen Briefing ins Weiße Haus ein – die Teilnehmer mussten offenbar Verschwiegenheitserklärungen unterzeichnen. Anschließend hielt der US-Präsident eine 25-minütige Ansprache, in der er "schockierende Schwachstellen" im Wahlsystem anprangerte und behauptete, China habe im Rahmen der "größten Kompromittierung von Wahldaten in der Geschichte" 220 Millionen US-Wählerdatensätze erbeutet. Bahnbrechende Beweise versprach Trump ebenfalls. Die daraufhin veröffentlichten freigegebenen Geheimdienstdokumente stützten seine Behauptungen allerdings nicht – und konnten auch skeptische Stimmen innerhalb der eigenen Partei nicht überzeugen.
"Sobald Trump das hört, ist er weg vom Fenster!" Netz prophezeit Wright das Karriereende
In den sozialen Medien ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten. Viele Nutzer prophezeiten Wright ein baldiges Karriereende. "Das war's für Wright. Sobald Trump das hört, ist er weg vom Fenster!", schrieb ein Kommentator. Ein anderer merkte an, dies sei das bisher deutlichste Eingeständnis einer Wahlniederlage, das je von jemandem aus dem rechten Lager gekommen sei.
Besonders brisant wirkt Wrights Offenheit im direkten Vergleich mit Vizepräsident JD Vance. Der war kurz zuvor in Bill Mahers Sendung "Real Time" mit derselben Frage konfrontiert worden und hatte sie schlicht nicht beantwortet. Maher brachte es in der gleichen ABC-Sendung auf den Punkt: Vance könne nicht anders, weil Trump zuschaut. "Man weiß, dass er verrückt ist. Ich weiß es. Und er weiß, dass ich es weiß."
Wenn selbst "einfache Fragen" zur Mutprobe werden
Wright steht mit seinem Eingeständnis nahezu allein da in der Trump-Administration. Wie drastisch die Lage ist, zeigte sich erst diese Woche bei einer Senatsanhörung: Jay Clayton, Trumps Kandidat für den Posten des Geheimdienstkoordinators, war ebenfalls nicht in der Lage, den Sieger der Wahl 2020 zu benennen. Obwohl er als erfahrener Jurist und ehemaliger Staatsanwalt über jeden Zweifel an seiner Urteilsfähigkeit erhaben sein sollte.
Maher fasste das Grundproblem in der ABC-Sendung treffend zusammen: Für Trumps Gefolgsleute gebe es bei Wahlen nur zwei mögliche Ergebnisse – "entweder wir gewinnen, oder die haben betrogen." Dass ausgerechnet der Energieminister dieses Muster durchbrach, dürfte im Weißen Haus für Gesprächsstoff sorgen.
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bua/news.de
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