Migration: Fünf mutmaßliche Mitglieder von Schleuserbande festgenommen
Mehr als 700 Menschen soll eine Schleuserbande illegal nach Deutschland gebracht und damit Millionen Euro eingenommen haben. Jetzt vermelden Ermittler mehrere Festnahmen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Bei einem Schlag gegen eine mutmaßliche Schleuserbande haben Ermittler in Deutschland und der Schweiz fünf Männer festgenommen. Neben einem mutmaßlichen Organisator der Gruppe in Genf seien vier Männer in Dortmund, Delmenhorst und Berlin gefasst worden, teilten die Staatsanwaltschaft Landshut und die Bundespolizei mit.
Die Bande, der die fünf Männer zugerechnet werden, soll demnach insgesamt mehr als 700 Menschen illegal nach Deutschland gebracht und so Millionen Euro eingenommen haben. Die Verdächtigen im Alter zwischen 25 und 45 Jahren sind nach Angaben der Polizei syrische und libanesische Staatsbürger. Sie sollen zur oberen Führungsebene der kriminellen Organisation gehören und für Schleusungen von insgesamt 164 Menschen, darunter 13 Kinder, zwischen Oktober 2023 bis März 2024 verantwortlich sein.
Sechs weitere Bandenmitglieder waren schon in Haft
Ausgangspunkt der Ermittlungen war demnach 2023 eine Schleusung von 30 Menschen auf Ladeflächen von Kleintransportern und Lastwagen in der Region Passau in Niederbayern. Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass die Geschleusten dabei in Lebensgefahr gebracht wurden.
Zwei weitere Bandenmitglieder wurden den Angaben zufolge an den Landgerichten in Landshut und Passau schon zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Vier weitere Mitglieder seien in Griechenland, Österreich, Slowenien und dem Kosovo in Untersuchungs-, Straf- und Auslieferungshaft.
Die jetzt in Deutschland festgenommenen mutmaßlichen Schleuser sollen den jeweiligen Ermittlungsrichtern vorgeführt werden, um über die Frage der Untersuchungshaft zu entscheiden. Die Staatsanwaltschaft Landshut soll sich um die Auslieferung des in der Schweiz festgenommenen Mannes kümmern.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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