Wladimir Putin: 19 Russen-Tanker in drei Tagen versenkt – Putins Flotte vor dem Aus?
Die Lage für Wladimir Putin spitzt sich dramatisch zu. Innerhalb von 72 Stunden versenkte die Ukraine 19 russische Tanker im Asowschen Meer. Derweilen versinkt das russische Festland im Benzin-Chaos. Die aktuelle Lage.
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
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- 19 Schiffe versenkt – Putins Krim zunehmend in Bedrängnis
- Ukraine trifft Russlands Treibstofflogistik
- Russische Blogger schlagen Alarm und fordern Konsequenzen von Wladimir Putin
- Tankstellen-Chaos nach Drohnenangriffen wird immer spürbarer
Die ukrainischen Streitkräfte haben innerhalb von nur drei Tagen 19 russische Schiffe im Asowschen Meer vernichtet. Die Angriffe richteten sich gezielt gegen Tanker, die Treibstoff zur besetzten Halbinsel Krim transportieren sollten. Damit verschlechtert sich die Lage der ohnehin schon hart umkämpften Krim für Wladimir Putin dramatisch. Aber nicht nur das.
"Russische Schattenflotte verlässt die Bühne"
Robert "Magyar" Browdi, Kommandeur der ukrainischen Drohneneinheiten, verkündete den Erfolg mit deutlichen Worten: "Die russische Schattenflotte verlässt die Bühne." Der Kampf um die Kraftstoffversorgung der Krim gehe weiter, so Browdi.
Das Institute for the Study of War in Washington bestätigte die massiven Auswirkungen der Offensive, berichtet "t-online.de". Die ukrainischen Angriffe mit Mittelstreckenwaffen auf Öltransporte, Luftabwehrsysteme und Umspannwerke würden die gesamte Logistik auf der besetzten Krim zum Erliegen bringen. Neben den Schiffen traf das ukrainische Militär auch die Energieinfrastruktur der Halbinsel schwer.
Wladimir Putin unter Druck - wer steckt hinter den Angriffen?
Der frühere Immobilienentwickler Browdi hat sich innerhalb der ukrainischen Armee einen legendären Ruf erarbeitet. Mit seiner markanten Baseball-Mütze führt er die Spezialeinheit "Birds of Magyar" – auf Deutsch "Magyars Vögel".
Was als kleine Truppe begann, ist mittlerweile zu einem vollständigen Regiment herangewachsen. Unter der Nummer 414 zählt die Einheit heute zu den bedeutendsten Formationen für Operationen gegen russische Ziele, wie "t-online.de" berichtet.
Unter Browdis Führung durchlief die ukrainische Drohnentechnologie eine bemerkenswerte Entwicklung. Aus simplen FPV-Drohnen wurden hochmoderne Langstreckensysteme. Diese ermöglichen inzwischen Angriffe auf Öllager und Raffinerien tief im russischen Hinterland sowie auf der strategisch wichtigen Krim, über die zentrale Nachschubwege verlaufen.
Putins Flotte angeschlagen – 19 Schiffe versenkt, 44 Treffer auf Stromnetze
Die Liste der zerstörten Tanker ist lang: "Venera-3", "Sanar-1", "Sanar-17", "Klimena", "Teti", "Alexei Savrasov", "Ivan Cheremisinov" und "Penelopa" gehören zu den versenkten Schiffen. Zusätzlich wurden ein Frachter und eine Fähre getroffen.
Parallel zur Offensive gegen die Schiffe nahm die Ukraine die Stromversorgung der Krim ins Visier. Nach Angaben von Browdi registrierte das Militär 44 Einschläge auf elektrische Anlagen. Satellitenbilder belegen laut ISW die Zerstörung des 330-kV-Umspannwerks Zapadno-Krymskaja beim Dorf Karjernoje sowie einer 110-kV-Leitung bei Saky.
Stromausfälle in Russland, Brücken unter Beschuss
Die Folgen sind gravierend: Wolodymyr Saldo, Gouverneur des russisch kontrollierten Teils der Oblast Cherson, meldete teilweise oder vollständige Stromausfälle in seinem Gebiet. Auch Straßen, Bahnlinien und Brücken stehen unter Beschuss – darunter eine Eisenbahnbrücke nahe Rosdolne.
Russische Militärblogger fordern Konsequenzen von Wladimir Putin
Die erfolgreichen ukrainischen Angriffe lösen in russischen Militärkreisen heftige Kritik aus. Der bekannte Blogger "Rybar" forderte das Verteidigungsministerium auf, ein zentrales Kommando für die zivile Drohnenabwehr einzurichten. Ein politischer Kommentator ging noch weiter und bezeichnete die Luftstreitkräfte als "fünftes Rad am Wagen".
Nach Einschätzung des ISW hat die Offensive eine kritische Debatte im ultranationalistischen russischen Informationsraum ausgelöst. Kommentatoren werfen der Regierung vor, kein funktionierendes Luftverteidigungssystem aufgebaut zu haben. Dieses hätte private Unternehmen und wichtige Infrastruktur vor ukrainischen Fernangriffen schützen müssen.
Die ukrainischen Angaben lassen sich allerdings nicht unabhängig überprüfen. Die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtete zudem, dass nicht alle attackierten Schiffe zur sogenannten Schattenflotte Putins gehören.
Chaos an russischen Tankstellen
Die Auswirkungen der ukrainischen Drohnenkampagne reichen weit über die Krim hinaus. Auf dem russischen Festland warten Autofahrer mittlerweile bis zu 39 Stunden, um ihre Fahrzeuge betanken zu können. Videos im Netz zeigen verzweifelte Frauen, auf der Suche nach Treibstoff.
Die Benzinknappheit verdeutlicht, wie stark die systematische Zerstörung der Treibstofflogistik auch das zivile Leben in Russland beeinträchtigt. Die Angriffe auf Tanker und Raffinerien zeigen Wirkung – nicht nur an der Front, sondern auch im Alltag der russischen Bevölkerung.
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