Wolodymyr Selenskyj: Präsidenten Nawrocki und Selenskyj sprechen trotz Krise

Zwischen Warschau und Kiew herrscht Eiszeit, es geht um alte Dinge aus dem Zweiten Weltkrieg. Doch die Hauptfiguren des Streits nähern sich wieder an. Es gibt ja einen gemeinsamen Feind.

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Inmitten eines Geschichtsstreits zwischen Polen und der Ukraine haben die Präsidenten Karol Nawrocki und Wolodymyr Selenskyj am Rande des Nato-Gipfels miteinander gesprochen. Es habe einen kurzen Austausch von Höflichkeiten gegeben, ohne das Geschichtsthema zu berühren, sagte Nawrocki nach Angaben der polnischen Nachrichtenagentur PAP aus Ankara. Demnach fand die Begegnung am Dienstagabend bei einem Galadinner statt.

Weiteres Präsidententreffen möglich

Nawrocki schloss ein weiteres Gespräch mit Selenskyj noch am Mittwoch nicht aus. "Es scheint mir natürlich, dass Nachbarländer, die Russland als gemeinsamen Feind haben, im Dialog miteinander bleiben sollten - unabhängig von gewissen bilateralen Spannungen", sagte er. Selenskyj, der sonst in sozialen Netzwerken über jede Gipfel-Begegnung in Ankara berichtet, äußerte sich nicht.

Im Verhältnis der Verbündeten kriselt es, seit Selenskyj die umstrittene ukrainische Partisaneneinheit UPA aus dem Zweiten Weltkrieg geehrt hat. Diese ist auch für Massaker an Polen und Polinnen in der heutigen Westukraine verantwortlich. In Polen gab es parteiübergreifend Empörung. Nawrocki verschärfte den Konflikt seinerseits, indem er Selenskyj den höchsten polnischen Orden aberkannte.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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