Migration: Lettland: Behörden verhaften deutschen Schleuser an Grenze zu Belarus

Migranten versuchen weiterhin, unerlaubt von Belarus über Lettland in die EU zu gelangen - auch mit Hilfe von Schleusern. Nun stellten die Behörden nahe der Grenze einen Fahrer mit deutschem Pass.

Erstellt von - Uhr

Aktuelle Nachrichten zum Thema Kriminalität lesen Sie hier auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Aktuelle Nachrichten zum Thema Kriminalität lesen Sie hier auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Heiko

In Lettland hat der Grenzschutz bei einer Fahrzeugkontrolle nahe der Ostgrenze des baltischen EU-Landes zu Belarus einen mutmaßlichen Schleuser aus Deutschland festgenommen. Der Mann sei mit sechs Personen ohne gültige Reisedokumente, Visa und Aufenthaltsgenehmigungen in einem Auto unterwegs gewesen. Dabei handelte es sich den Angaben zufolge um Migranten, die zuvor illegal die belarussisch-lettische Grenze überquert hatten.

In ihrer Mitteilung veröffentlichte die Behörde ein Bild des Fahrzeugs mit den aufgegriffenen Personen, die zur Grenze nach Belarus zurückgebracht worden seien. Gegen den deutschen Staatsbürger wurde ein Strafverfahren wegen illegaler Personenbeförderung über die Staatsgrenze eingeleitet - ihm droht eine Haftstrafe. Nähere Angaben zu seiner Person und Herkunft konnte eine Sprecherin des Grenzschutzes auf Anfrage nicht machen.

Lettland grenzt im Osten auf einer Länge von rund 172 Kilometern an Russlands engen Verbündeten Belarus. Der Ostseestaat beschuldigt - wie auch Polen und Litauen - den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Migranten an die EU-Außengrenze zu bringen, um Druck auf den Westen auszuüben.

Nach Angaben der Behörden wurden in diesem Jahr bislang gut 7.000 Migranten daran gehindert, irregulär die Grenze zu überqueren. Zudem seien 94 Strafverfahren gegen 80 Personen wegen illegaler Personenbeförderung oder der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt in Lettland eingeleitet worden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.