Donald Trump: Minister will US-Präsidenten feiern – und blamiert sich vor laufender Kamera

US-Innenminister Doug Burgum wollte Donald Trump im Fernsehen mit berühmten US-Präsidenten vergleichen. Doch dabei unterliefen ihm mehrere historische Fehler, die schnell für Kritik sorgten.

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Trump-Minister patzt im TV mit US-Geschichte – ausgerechnet beim Lob für den Präsidenten Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Doug Burgum verwechselt historische Daten zur US-Geschichte
  • Minister wollte Trump mit Washington und Roosevelt auf eine Stufe stellen
  • Auch Trumps "Great American State Fair" gerät erneut in die Schlagzeilen

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Mit einem historischen Fehler hat US-Innenminister Doug Burgum bei einem Fernsehauftritt für einen Aufreger gesorgt. Während er Donald Trump in eine Reihe mit George Washington und Theodore Roosevelt stellen wollte, griff er gleich mehrfach daneben. Die Aussagen sorgten im Netz und in US-Medien für heftige Kritik.

Doug Burgum zieht historischen Vergleich mit Donald Trump

Doug Burgum war in der Sendung "America Reports" des Senders Fox News zu Gast, die von der "Great American State Fair" übertragen wurde. Dort warb der Minister zunächst für einen Besuch der amerikanischen Nationalparks und hob die Verdienste des früheren Präsidenten Theodore Roosevelt hervor.

Anschließend schlug Burgum den Bogen zu Donald Trump und erklärte:

"Er war Präsident im 125. Jahr unserer Geschichte. Wir hatten Washington im ersten Jahr, wir hatten Theodore Roosevelt im 125. Jahr und wir haben Präsident Trump im 250. Jahr. Alle drei sind bemerkenswerte Wegbereiter, die unser Land voranbringen."

Gleich mehrere historische Fehler bei Äußerung von US-Innenminister Doug Burgum

Die Aussage hält "Daily Beast" zufolge einer Überprüfung jedoch nicht stand. Zwar war George Washington der erste Präsident der Vereinigten Staaten, sein Amtsantritt erfolgte allerdings erst 1789 – also 13 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung von 1776, auf deren Jubiläum sich die aktuelle 250-Jahr-Feier bezieht. Auch die Einordnung Theodore Roosevelts ist fehlerhaft. Das 125-jährige Jubiläum der USA fiel auf das Jahr 1901. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch noch William McKinley Präsident. Roosevelt übernahm das Amt erst im September desselben Jahres nach der Ermordung McKinleys.

Auch Donald Trumps Staatsmesse gerät in die Kritik

Während Burgum seinen Auftritt absolvierte, rückte auch die Kulisse hinter ihm in den Fokus. Obwohl Donald Trump zuvor erklärt hatte, seine "Great American State Fair" sei hervorragend besucht, zeigten TV-Bilder große freie Flächen auf dem Messegelände. Bereits im Vorfeld hatte die Veranstaltung mit mehreren Problemen zu kämpfen. Zahlreiche angekündigte Künstler sagten ihre Auftritte ab. Hinzu kamen technische Schwierigkeiten wie Stromausfälle und Generatorprobleme, die zeitweise sogar das Riesenrad außer Betrieb setzten. Auch das Wetter machte den Veranstaltern zu schaffen. Hitze und Regen führten zwischenzeitlich zu einer Schließung des Geländes. Musiker Vanilla Ice sagte seinen geplanten Auftritt ebenfalls ab.

Donald Trump weist Kritik entschieden zurück

Donald Trump reagierte selbst auf die Berichte über die Veranstaltung und verteidigte die Messe auf seiner Plattform Truth Social.

Dort schrieb der US-Präsident:

"Glauben Sie, dass die Leute zu schätzen wissen, welch fantastische Arbeit wir beim Aufbau und Betrieb der Great American State Fair auf der National Mall geleistet haben, die voller glücklicher Menschen war und von allen geliebt wurde?"

Anschließend legte Trump nach und griff seine politischen Gegner an:

"Stellen Sie sich diese einfache Frage: ‚Glauben Sie, dass Obama oder Sleepy Joe Biden es hätten tun können?' Die Antwort lautet: Nein!"

Peinlicher Auftritt von Doug Burgum überschattet Lob für den Präsidenten

Eigentlich wollte Doug Burgum Donald Trump mit seinem historischen Vergleich loben. Stattdessen sorgten seine fehlerhaften Aussagen zur US-Geschichte für Kritik und rückten seinen Fernsehauftritt in den Mittelpunkt. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Trump-Verbündeter mit einem TV-Auftritt unfreiwillig Schlagzeilen macht. Erst kürzlich geriet auch Senator Tommy Tuberville nach einem Fernsehinterview in die Kritik. Obwohl er Trump den Rücken stärken wollte, wurde der Republikaner im Netz unter anderem als "dümmster Mann im Senat" verspottet.

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