Boris Pistorius: Pistorius in Estland - neues Nato-Hauptquartier übernimmt

Ein neues Hauptquartier für Estland und Lettland soll die Nato-Ostflanke stärken. Deutschland und die Niederlande übernehmen für die Bündnisverteidigung mehr Verantwortung.

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Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nimmt an einer Pressekonferenz im Verteidigungsministerium teil. (Foto) Suche
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nimmt an einer Pressekonferenz im Verteidigungsministerium teil. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Mit einem Besuch in Estland unterstreicht Verteidigungsminister Boris Pistorius die Bereitschaft Deutschlands zu verstärktem Engagement an der Nato-Ostflanke. Der SPD-Politiker landete am Abend in der estnischen Stadt Tartu.

In dem baltischen Land soll am Dienstag das Deutsch-Niederländische Korps die Führung über die Landstreitkräfte des Bündnisses übernehmen, die in Estland und Lettland stationiert sind.

Mit der Aufstellung eines zweiten Hauptquartiers in der Region "demonstrieren Deutschland und die Niederlande ihre Bereitschaft und ihre Fähigkeit, Verantwortung für die Abschreckung und die Verteidigung der Nato-Ostflanke zu übernehmen", hatte das Verteidigungsministerium in Berlin dazu erklärt.

Der Stab des Korps sitzt im westfälischen Münster

Das Deutsch-Niederländische Korps wird den Angaben zufolge verantwortlich sein für militärische Übungen sowie im Ernstfall für die Verteidigung der Ostflanke. Bisher ist dafür das Nato-Hauptquartier in Polen zuständig. Die Einrichtung und Leitung eines Hauptquartiers für die baltischen Staaten war seit dem Nato-Gipfel 2023 im Gespräch.

Formal übernimmt der Stab des Korps die Aufgabe eines Hauptquartiers, in Friedenszeiten vom westfälischen Münster aus. Die Kommandoübergabe erfolgt am Dienstag in der Stadt Valga an der estnisch-lettischen Grenze.

Das deutsch-niederländische Korps war 1995 errichtet worden und hat seinen Standort in Münster. Das Kommando wechselt turnusmäßig zwischen beiden Ländern. Außer den Niederlanden und Deutschland stellen derzeit 14 weitere Nato-Verbündete Personal. Das Hauptquartier kann eine internationale Truppe von rund 50.000 Soldaten befehligen und hat in der Vergangenheit mehrere internationale Einsätze geleitet.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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