Sahra Wagenknecht News: Wagenknecht: Öffentlich-Rechtliche wie "Staatsfunk" der DDR
Die BSW-Gründerin teilt abermals gegen ARD und ZDF aus - und sieht für diesen Herbst "etwas von 1989" voraus. Sie verbindet das mit einem Angebot an die AfD.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht vergleicht öffentlich-rechtliche Sender mit dem staatlich gelenkten DDR-Fernsehen und die Entscheidung bei den Landtagswahlen im September mit der friedlichen Revolution von 1989. Zugleich schlägt sie der AfD direkte "Duelle" bei gemeinsamen Wahlkampfveranstaltungen vor.
"Leider ist der Öffentlich-Rechtliche-Rundfunk zu einem propagandistischen Staatsfunk nach dem Vorbild des DDR-Fernsehens verkommen, in dem die AfD selten und das BSW nahezu gar nicht mehr zu Wort kommt", erklärte Wagenknecht. "Aber der Osten tickt anders. Der Herbst 2026 hat etwas von 1989. Zieht das BSW in den Landtag von Magdeburg ein, gibt es eine echte Chance für einen demokratischen Neubeginn."
Debatte mit Alice Weidel?
Beim Vorschlag "kontroverser Duelle" mit AfD-Chefin Alice Weidel auf öffentlichen Plätzen nahm Wagenknecht Bezug auf einen Brief der BSW-Spitze an Weidel und AfD-Co-Chef Tino Chrupalla, über den zuerst "Bild" berichtete.
"Eine solche Debatte würde es ermöglichen, jenseits der bekannten Wahlformate, in denen unsere Spitzenkandidaten in den Ländern aufeinandertreffen, die politische Debatte mit zwei Frauen, die Hallen und Marktplätze füllen, wieder in die Mitte der Gesellschaft zu holen", heißt es in dem Schreiben, das auch dpa vorliegt.
Darin betont das BSW "wesentliche Unterschiede" zur AfD, bekräftigt aber die Ablehnung einer "Brandmauer" und stellt eine Zusammenarbeit in Aussicht - zum einen bei einem nachträglichen Einzug des BSW in den Bundestag bei der Einsetzung von Untersuchungsausschüssen, zum anderen in den künftigen ostdeutschen Landtagen.
"Überparteiliche Ministerpräsidenten"
Der Brief bekräftigt dabei die bekannte BSW-Linie: "Nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist unser Wahlziel die Abwahl der Amtsinhaber und ihre Ersetzung durch überparteiliche Ministerpräsidenten, die in den Landtagen mit wechselnden Mehrheiten regieren unter Einbindung der AfD."
Das BSW hatte den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF zuletzt vorgeworfen, die Partei bei Einladungen zu politischen Talkshows zu benachteiligen. ARD und ZDF hatten das zurückgewiesen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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