Sergej Iwanow ist tot: Nächste Hiobsbotschaft für Putin - Kremlchef trauert um Weggefährten
Wie der Kreml bestätigte, ist der ehemalige russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow im Alter von 73 Jahren gestorben. Der langjährige Weggefährte von Wladimir Putin wurde einst sogar als dessen Nachfolger im Präsidentenamt gehandelt.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Ehemaliger russischer Verteidigungsminister Sergej Iwanow gestorben, Todesursache unklar
- Er war ein langjähriger Weggefährte von Wladimir Putin
- Kremlchef übermittelt sein Beileid
Während seine Truppen im Ukraine-Krieg kaum noch große Erfolge erzielen und in mehreren russischen Regionen nach Drohnenangriffen das Benzin knapp wird, erreicht Wladimir Putin nun die nächste Hiobsbotschaft. Sergej Iwanow, Ex-Verteidigungsminister und langjähriger Weggefährte des Kremlchefs, ist im Alter von 73 Jahren gestorben.
Sergej Iwanow ist tot: Wladimir Putin trauert um Weggefährten
Moskau bestätigte den Tod Iwanows laut "Yahoo! News" bereits öffentlich. Eine Todesursache wurde jedoch nicht genannt.Laut dem Exil-Medium "Meduza" soll Iwanow an einer schweren Langzeiterkrankung gelitten haben.Putin übermittelte sein Beileid an die Hinterbliebenen: "Ich verstehe von ganzem Herzen, welch bitterer, unwiederbringlicher Verlust dies ist." Iwanow sei "ein Mann gewesen, der Russland ergeben war und viel für die Entwicklung unseres Landes getan hat."
Russischer Ex-Verteidigungsminister kannte Putin bereits aus KGB-Zeiten
Die Freundschaft zwischen Putin und Iwanow reicht bis in die Sowjetzeit zurück. Während Putin später in die Lokalpolitik wechselte und im Bürgermeisteramt von St. Petersburg arbeitete, blieb Iwanow dem Geheimdienst treu und stieg zum hochrangigen Offizier im Auslandsgeheimdienst auf. Über eine kuriose Eine kuriose Episode aus seiner Ausbildungszeit berichtet der "Daily Star": Der angehende Spion durfte während des Kalten Krieges nach Großbritannien reisen, um sein Englisch zu verbessern. In Ealing wohnte er in einer Pension – getarnt als Beatles-Enthusiast.
Sergej Iwanow wurde einst als Putin-Nachfolger gehandelt
Sergej Iwanows politischer Aufstieg begann unmittelbar nach Putins erstem Wahlsieg im Jahr 2000, als er zunächst den Sicherheitsrat leitete. Ein Jahr später übernahm er das Verteidigungsministerium und führte es bis 2007 – in diese Zeit fiel der zweite Tschetschenienkrieg, bei dem Separatisten in der Region brutal niedergeschlagen wurden.
Als Putin 2008 wegen der damaligen Gesetzeslage in Russland vorübergehend ins Amt des Premierministers wechseln musste, galt Iwanow als wahrscheinlichster Nachfolger des Präsidenten. Doch Putin entschied sich für Dmitri Medwedew als Platzhalter. Beobachter vermuteten, dass Iwanow dem Kremlchef zu ehrgeizig erschien. Anschließend ging es für Iwanow bergab. Er bekleidete danach nur nur noch weniger bedeutende Posten. Als Umweltbeauftragter trat er Anfang dieses Jahres zurück.
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gom/news.de/stg
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