Neuer Verbündeter für Trump: Kolumbien wählt konservativen Politiker zum Präsidenten
In Kolumbien übernimmt ein rechter Hardliner das Präsidentenamt. Abelardo de la Espriella gilt als Bewunderer von Donald Trump und kündigt einen harten Kurs gegen Kriminalität und Migration an.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Rechtskonservativer Kandidat gewinnt knappe Stichwahl in Kolumbien
- Neuer Präsident gilt als enger politischer Verbündeter von Donald Trump
- De la Espriella kündigt harte Maßnahmen gegen Drogenkriminalität an
Donald Trump kann sich über politischen Rückenwind aus Südamerika freuen. Nach einem harten Wahlkampf hat sich der konservative Politiker Abelardo de la Espriella bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien knapp gegen seinen linken Kontrahenten Iván Cepeda durchgesetzt. Der Jurist gilt als Bewunderer des US-Präsidenten und hatte bereits während des Wahlkampfs dessen Unterstützung erhalten.
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Knappes Rennen bei der Stichwahl in Kolumbien
Nach Auszählung von nahezu allen Stimmen lag Abelardo de la Espriella laut "Bild" mit rund 49,6 Prozent knapp vor seinem Herausforderer Iván Cepeda, der auf etwa 48,7 Prozent kam. Damit übernimmt der 47-Jährige künftig die Führung des südamerikanischen Landes und beendet die Amtszeit des bisherigen Präsidenten Gustavo Petro. Noch am Wahlabend erklärte de la Espriella, er habe bereits mit Donald Trump gesprochen. Der US-Präsident habe ihm gratuliert und seine Unterstützung für den Wahlsieger bekräftigt.
Donald Trump erhält weiteren Verbündeten in Südamerika
Für Donald Trump dürfte der Machtwechsel in Kolumbien ein Erfolg sein. Das Verhältnis zwischen dem Republikaner und dem scheidenden linken Präsidenten Gustavo Petro galt als angespannt. Mit Abelardo de la Espriella rückt nun ein Politiker an die Spitze, der sich ideologisch deutlich näher an Trump orientiert. Bereits im Vorfeld der Wahl hatte der US-Präsident dem konservativen Kandidaten seine "vollständige und uneingeschränkte Unterstützung" zugesichert. De la Espriella besitzt neben der kolumbianischen auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft und macht keinen Hehl daraus, dass Trump für ihn ein politisches Vorbild ist.
Enttäuschung über Gustavo Petro spielte ihm in die Karten
Viele Wähler machten ihrem Unmut über die bisherige Regierung Luft. Gustavo Petro war als erster linksgerichteter Präsident Kolumbiens mit dem Versprechen angetreten, den Friedensprozess im Land voranzutreiben und die Gewalt einzudämmen. Kritiker werfen ihm jedoch vor, dieses Ziel nicht erreicht zu haben. Die anhaltenden Konflikte mit bewaffneten Gruppen und die Sicherheitslage im Land sorgten für Unzufriedenheit. Davon profitierte de la Espriella, der sich im Wahlkampf als Gegner des politischen Establishments präsentierte.
Harte Maßnahmen gegen Kriminalität in Kolumbien angekündigt
Der vierfache Familienvater kündigte bereits an, mit aller Härte gegen Drogenkartelle und kriminelle Banden vorgehen zu wollen. Nach eigenen Aussagen plant er eine großangelegte Militäroffensive, für die er auch Unterstützung aus den USA und Israel anstrebt. Zudem sprach er sich für den Bau großer Gefängniskomplexe nach dem Vorbild von El Salvador aus. Dort sollen Straftäter unter besonders strengen Bedingungen untergebracht werden. De la Espriella betont immer wieder, dass nur eine konsequente Sicherheitspolitik Kolumbien stabilisieren könne.
Warum sich der neue Präsident von Kolumbien "Tiger" nennt
Der Jurist, der sich selbst den Spitznamen "Tiger" gegeben hat, pflegt ein markantes Erscheinungsbild und setzt auf provokante Aussagen. Nach eigenen Angaben gab er für seine politische Karriere ein komfortables Leben in Italien auf, um in seine Heimat zurückzukehren. De la Espriella inszeniert sich gerne als erfolgreicher Unternehmer und Selfmade-Millionär. Seiner Ansicht nach sollten Menschen, die wirtschaftlichen Erfolg erzielt haben, auch politische Verantwortung übernehmen.
Kritiker erinnern an umstrittene Aussagen von De la Espriella
Der neue Präsident ist allerdings nicht unumstritten. In der Vergangenheit arbeitete der Anwalt unter anderem für ehemalige Paramilitärs, Drogenhändler und Politiker, die wegen Korruptionsvorwürfen in die Schlagzeilen geraten waren. Immer wieder wurden Fragen zur Herkunft seines Vermögens laut. Auch mit ungewöhnlichen Äußerungen sorgte de la Espriella für Aufsehen. So berichtete er einst, als Kind Feuerwerkskörper an Katzen befestigt zu haben. Später erklärte er, dies sei lediglich ein Scherz gewesen. Zudem geriet er im Wahlkampf mehrfach wegen vulgärer Aussagen und geschmackloser Bemerkungen in die Kritik.
Amtsübernahme in Kolumbien im August 2026
Am 7. August wird Abelardo de la Espriella offiziell das Amt des Präsidenten übernehmen und Gustavo Petro an der Staatsspitze ablösen. Mit seinem Sieg dürfte sich auch das politische Kräfteverhältnis in Südamerika weiter verändern. Für Donald Trump bedeutet der Wahlausgang zugleich einen weiteren ideologischen Verbündeten in der Region.
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